13.02.2010 - 24:00 Uhr von Jens Dralle

Von A wie Audi A4 bis V wie VW Tiguan

Der Ford Mondeo ist ein Kandidat im auto motor und
sport-Dauertest.
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Der Ford Mondeo ist ein Kandidat im auto motor und sport-Dauertest.

© ams

Ob Lifestyle mit Langlebigkeit oder Downsizing mit Dauerhaltbarkeit einhergeht, zeigt sich erst im 100.000-Kilometer-Test. Von Kleinwagen bis hin zu Luxuslimousinen, hier eine Zwischenbilanz der aktuellen Testwagen-Marathonläufer von auto motor und sport.

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Ob Lifestyle mit Langlebigkeit oder Downsizing mit Dauerhaltbarkeit einhergeht, zeigt sich erst im 100.000-Kilometer-Test. Dabei befinden sich im Fuhrpark Fahrzeuge aus allen Klassen, von Kleinwagen über SUV bis hin zu Luxuslimousinen. Besonders stark vertreten ist das Segment der Mittelklasse, das viel Komfort und Platz bei vertretbaren Kosten verspricht.

Audi A4 2.0 TDI (56.540 km)

Dazu gehört zweifelsohne der A4 - zu den Preisknüllern jedoch nicht. Angesichts des zu erwartenden hohen Wiederverkaufswertes relativiert sich der Testwagenpreis der Limousine von über 48.000 Euro aber ein wenig. Das Interieur erfüllt hinsichtlich der Verarbeitung die Erwartungen - beinahe zumindest, denn ein Schalter für die Türverriegelung löste sich bereits. Ebenfalls erwartungsgemäß erweist sich der A4 als angenehmer Begleiter auf Langstrecken, wo selten der Wunsch nach mehr als den gebotenen 143 PS aufkam. Im Schnitt begnügte sich der TDI mit 7,6 L/100 km.

BMW X5 x-Drive 35d (61.850 km)

Deutlich mehr Kraftstoff floss duch die Einspritzdüsen des 286 PS starken Geländebrockens. Angesichts des hohen Gewichts und der gerne abgerufenen Motorleistung gehen 12,3 L/100 km noch in Ordnung - im Gegensatz zu den zwei unplanmäßigen Werkstattaufenthalten. Dabei mussten einer der elektronisch gesteuerten Stoßdämpfer sowie der Klimakompressor getauscht werden.

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Fiat 500 1.2 8V (52.900 km)

Neben dem X5 nehmen sich nicht nur der Fiat selbst, sondern auch seine Defekte äußerst bescheiden aus. Das Radio entledigte sich eines Bedienknopfes, und der Außentemperatur-Fühler ging in den Vorruhestand. Das muntere, 69 PS starke Triebwerk verlangte nach 6,8 L/100 km im Schnitt.

Ford Mondeo Turnier 2.3 (89.500 km)

Nahezu zeitgleich trat mit dem Fiat im Frühjahr 2009 der Mondeo zum Dauertest an. Besonders dem schlüssellosen Zugangssystem und Abstandsregeltempomat mangelt es an Zuverlässigkeit. Mehrmals musste der Kombi mit dem fummeligen Ersatzschlüssel gestartet werden, ebenso wurde das Steuermodul der Geschwindigkeitsregelung erneuert. Für das DVD-Navi war ebenfalls ein Austauschgerät erforderlich.

Lexus LS 600h (81.250 km)

Oberklasse-Feeling bietet die Hybrid-Limousine aus Japan. Die aufwendige Antriebstechnik macht sich im Durchschnittsverbrauch bemerkbar, der trotz 445 PS bei 12,9 L/100 km liegt. Nachholbedarf gibt es hingegen beim Infotainmentsystem, das durch Trägheit (Navi) und schlechten Radioempfang nervt. Kummer bereitet auch das Fahrwerk: Defekte hintere Stoßdämpfer sind die Ursache für starke Poltergeräusche. Von diesem Problem ist inzwischen nicht nur das Dauertest-Auto betroffen.

Mercedes C 200 K T (48.200 km)

Solche Probleme kennt die C-Klasse nicht. Die Sprachsteuerung der (natürlich) aufpreispflichtigen Infotainment-Einheit (Navi, Audio, Telefon) reagiert zuverlässig und schnell. Ähnlich wie das 184 PS starke Kompressor-Triebwerk, das mit gutem Durchzug und völlig ausreichender Leistung gefällt.

Renault Laguna Grandtour 2.0 T (96.000 km)

Das Turbo-Aggregat des Laguna zeigt sich zwar engagiert, wird jedoch von der etwas planlos agierenden Automatik gegängelt - die bereits ersetzt werden musste. Näheres folgt in Kürze im Abschlussbericht, da der Kombi bereits an der 100.000-Kilometer-Marke kratzt.

VW Tiguan 1.4 TSI (85.300 km)

Der kleine SUV von VW muss noch etwas länger durchhalten. Eigentlich ein Grund zur Freude, denn der Tiguan überzeugt mit hoher Variabilität, kompakten Abmessungen und guter Übersichtlichkeit. Der 150-PS-TSI-Motor wirkt hingegen oft überfordert und leistete sich zwei Mal einen Riss im Abgaskrümmer und eine defekte Zündspule.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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