06.06.2011 - 10:56 Uhr von

Test: Mail Designer: HMTL-Mails für Apple Mail

Mail Designer: MailDesigner_Layout2
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Mail Designer: MailDesigner_Layout2

© IDG

Wo Apples HTML-Vorlagen und die Stationary-Packs von Equinux aufhören, fängt Mail Designer an und ermöglicht unkompliziert reichhaltige Gestaltung von HTML-Mails.

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Mail Designer von Equinux ermöglicht das einfache Erstellen von HTML-Mails für Apple Mail. Apples Mail-Programm liefert einige einfache und in der Mail zu editierende Vorlagen mit, mit seinen diversen Stationary Packs bietet Equinux hunderte weitere Vorlagen im Mailstationary-Format an. Doch mit den Vorlagen sind die Designmöglichkeiten auf den Austausch von Bildern und Texten beschränkt. Wer eigene HTML-Vorlagen erstellen wollte, hatte bisher jede Menge Handarbeit vor sich, die in die Tiefen der Ordnerstruktur auf der Festplatte führte und für den Laien kaum zu stemmen war.

Mail Designer erleichtert diesen Prozess nun erheblich. Das Programm liefert 13 Designideen, die sich mit einigen Werkzeugen bequem weiter entwickeln lassen. Auch die von Apple gelieferten Vorlagen sowie die der Equinux-Stationary-Packs bietet Mail Designer zur Weiterbearbeitung an. Derart erstellte Vorlagen kann man nach eigenen Kriterien in der Vorlagenbibliothek speichern.

Die Design-Arbeit erinnert ein wenig an die Komposition von Webseiten in iWeb oder Dokumenten in Pages. Da E-Mail-Clients wesentlich strenger mit HTML umgehen und nicht jedes beliebig wilde Layout zur Zufriedenheit von Sender und Empfänger darstellen, schreibt Mail Designer im Wesentlichen die Verwendung von Layoutblöcken vor, die übereinander angeordnet sind. Die angebotenen Layouts reichen aber für die Zwecke des Programms vollkommen aus. Zu den Texten zieht man auch allerlei Grafiken oder Bilderrahmen aus der Mediathek des Programms auf die Vorlage, letzteren sollte man immer den Vorzug vor Bildern ohne Rahmen geben, denn die Inhalte des Rahmens lassen sich später in der Mail noch austauschen. Vorsicht ist auch geboten bei der Verwendung von Textobjekten statt Texten. Textobjekte lassen sich nur in Mail Designer bearbeiten, aber nicht mehr später in der Mail. Bei unseren Tests hatten wir auch hartnäckig ein längst in Mail Designer überschriebenes Textobjekt in der Mail in veralteter Fassung stehen - wir vermuten, dass Mail die Grafik aus dem Cache geladen hatte.

Texte formatiert man wie in iWeb oder Pages, Hyperlinks setzt man mithilfe der bekannten Tastenkombination Befehl-K auf markierten Text. Aber auch hier waren wir in eine Falle getappt: Nachdem wir einen Text mit Link von einer Website in Mail Designer kopierten und ihn formatierten, hatten wir den Link buchstäblich nicht mehr auf dem Schirm. Der Empfänger unserer E-Mail wunderte sich dann aber, warum unvermittelt blauer, unterstrichener Text auftauchte, wo er nicht hin sollte.

Bis zum Schluss des Tests bleibt uns aber rätselhaft, warum Mail Designer alle Buchstaben als Windows-Text speichert (Code-Tabelle "Windows-1252"); unsere Vermutung ist, dass damit die Kompatibilität mit Windows-E-Mail-Software erhöht werden soll. Pluspunkte gibt es dagegen dafür, dass Mail Designer neben der formatierten Ansicht immer auch eine zweite Ansicht des Textes in die E-Mail packt, die ganz ohne Formatierung auskommt ("text/plain") - die sollte im Zweifelsfall jede E-Mail-Software anzeigen können.

Generell fehlt dem Programm eine Vorschaufunktion, zu gerne würden wir wissen, wie unser Design in unterschiedlichen Mail-Clients aussieht. Doch ist dies im Vergleich zu Browservorschauen aufgrund der schieren Menge der Möglichkeiten weit schwieriger - und die Unzulänglichkeiten von Programmen wie Lotus Notes bei der Darstellung von HTML-Mails können wir den Entwicklern bei Equinux wirklich nicht vorwerfen. Mit Apple Mail als Sender- und Empfängerprogramm erzielen wir aber gute Ergebnisse, die nur noch im Detail von der Vorlage abweichen. Wer unter seinen Empfängern aber nur wenige Apple-User weiß, sollte vielleicht vor allzu komplizierten Designs Abstand halten. Insbesondere schicke Hintergründe für die gesamte Mail oder einzelne Textboxen, von denen Mail Designer eine reichhaltige Auswahl mitliefert, können zu Problemen führen. Der HTML-Code insgesamt ist der Problemstellung angemessen recht einfach im Standard HTML 3 abgehalten. Tabellenlayout ist zwar sonst im Web out, aber für HTML-Mails immer noch der beste Ansatz.

Sehr gut gefällt uns die Verknüpfung mit der Vorlagen-Architektur von Apple Mail. Hat man ein Design fertig, kann man es sofort versenden oder an Mail als Vorlage übergeben - wenn man zu einem späteren Zeitpunkt nur noch wenige Änderungen im Text hat, ist das ein kluges Vorgehen.

Fazit

Mail Designer kann neuen Schwung in die private und geschäftliche E-Mail-Kommunikation bringen - wenn man es mit der Gestaltung nicht übertreibt. Zu den Stationary Packs ist Mail Designer die nächste Evolutionsstufe, der Umgang mit dem Programm ist sogar noch unkomplizierter als der mit Apples iLife-Programmen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit http://www.macwelt.de
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