20.02.2012 - 16:42 Uhr

Das bringt Android 4.0 für Tablets

Das bringt Android 4.0 für Tablets
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Das bringt Android 4.0 für Tablets

© IDG

Android 4.0 bringt viel Neues für Smartphone und Tablets. Das Asus Transformer Prime ist das erste Tablet mit dem neuen Google-Betriebssystem. Wir zeigen, welche Vorteile Ice Cream Sandwich für Tablets bereit hält.

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Android 4.0 ist das erste gemeinsame Google-Betriebssystem für Smartphones und Tablets. Für Smartphones ist die Version mit dem Codenamen Ice Cream Sandwich (ICS) ist echter Schritt nach vorne: Die Benutzeroberfläche wirkt übersichtlicher und soll eigene Anpassungen der Hersteller wie HTC Sense oder Samsung Touchwiz überflüssig machen. Außerdem können Sie Smartphones mit Android 4.0 komplett über den Bildschirm steuern, mechanische Tasten sind nicht mehr notwendig.

Tablet-Anwender kennen aber vieles schon, was Ice Cream Sandwich bringt. Schon seit Android 3.0 (Honeycomb) werden Tablets über die drei Bildschirm-Tasten „Zurück“, „Home“, „Letzte Anwendungen“ gesteuert. Noch gibt es kaum Tablets mit Android 4.0 – in Europa hat bisher nur Asus für das Transformer Prime ein ICS-Update herausgebracht. Mehr ICs-Tablets wird es erst ab April geben: Dann sollen die meisten neuen Android-Tablets mit Version 4.0 ausgeliefert werden. Welche Hersteller für ihre Produkte ein ICS-Update versprechen, sehen Sie in der folgenden Tabelle.

Produkt Update auf Android 4.0
Acer Iconia A100 versprochen für April
Acer Iconia A500 versprochen für April
Asus EeePad Transformer eventuell März 2012
Asus Eeepad Transformer Prime bereits vorhanden
Motorola Xoom geplant
Samsung Galaxy Tab 10.1N geplant
Sony Tablet P geplant für Frühjahr 2012
Sony Tablet S geplant für Frühjahr 2012
Toshiba AT200 keine Angabe
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Wir haben uns Android 4.0 auf dem Asus Transformer Prime angesehen und stellen Ihnen die wichtigsten Neuerungen vor.

Android 4.0: Neuer Startbildschirm

Eine Neuerung von Ice Cream Sandwich sehen Sie schon beim ersten Zugriff auf das Tablet. Auf dem Kreis zum Entsperren des Tablets taucht links ein neue Symbol auf – eine Kamera. Schieben Sie das Symbol zum Entriegeln darauf, gelangen Sie direkt in die Kamera-App. Dadurch können Sie schneller Motive aufnehmen, die schon verschwunden wären, wenn Sie sich erst per Programm-Menü zur Kamera vorarbeiten müssten.

Android 4.0: Neue Kamerafunktionen

In der Kamera-App gibt es neben Kamera- und Videoaufnahme nun ein drittes Symbol. Damit lassen sich Panorama-Aufnahmen mit der Tablet-Kamera erstellen. Das optische Zoom steuern Sie nicht mehr über Plus/Minus-Schalter, sondern durch einen Schieberegler in einem Halbkreis.

Android 4.0: Optisch frischer

Im Vergleich zu iOS wirkt auch Android 4.0 noch etwas düster: Die Menüs sind weiterhin mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund gestaltet. Mit Android 4.0 erhalten Tablets die neue Schriftart Roboto: Sie erhöht die Lesbarkeit und wirkt moderner. Auch Apps übernehmen die neue System-Schriftart.

Viele vor-installierte Google-Apps bekommen mit Ice Cream Sandwich ein neues Aussehen: Neue App-Icons gibt es beispielsweise für Browser, Downloads, Einstellungen, Kalender, Kamera, Kontakte, Latitude und die Uhr. Auch das Layout einiger Apps, zum Beispiel Kalender oder Kontakte gewinnt mit Android 4.0: Die Kontakte sind zum Beispiel übersichtlicher dargestellt. Durch eine größere Schrift wirken die Einträge nicht mehr so gedrängt wie auf einem Honeycomb-Tablet.

Android 4.0: Apps lassen sich in Verzeichnissen gruppieren

Wenn sich viele Apps auf dem Tablet ansammeln, blättern Sie schon mal länger, um das gewünschten Programm zu erreichen. Mit Android 4.0 lassen sich Apps jetzt in Verzeichnissen zusammenfassen: Dazu ziehen Sie die App-Icons auf einem der Startbildschirme aufeinander. Dem Ordner können Sie dann einen Namen geben. Die Ordner werden durch ein kreisförmiges Symbol dargestellt, in dem Sie die verkleinerten Symbole der Apps sehen, die im Verzeichnis zusammengefasst sind. Ein Tipp auf das Ordner-Symbol stellt den Inhalt vergrößert dar.

Android 4.0: Bedienung wird flüssiger

Mit Ice Cream Sandwich reagiert das Tablet etwas flüssiger auf Wischgesten und andere Fingereingaben. Besonders deutlich sehen Sie das im Programm-Menü: Wenn Sie dort blättern, rutscht die folgende Seite nicht mehr von rechts hinein, sondern scheint aus der Tiefe des Raumes von hinten in den Vordergrund zu gleiten. Am Ende des Programm-Menüs blättern Sie nun direkt weiter ins Widget-Menü. Wollen Sie nach der letzten Seite weiter blättern, zeigt sich ein Effekt, als würde sich die Seite kurz anheben und dann wieder zurückfallen.

Android 4.0: Menüs sind neu sortiert

Auch inhaltlich hat Google die Android-Menüs benutzerfreundlicher umgestaltet. Unter Einstellungen ist die Liste der Einträge länger geworden, weil Unterpunkte nun von rechts in die Listendarstellung in der linken Spalte gewandert sind. Unter dem ersten Punkt „Drahtlos und Netzwerke“ können Sie beispielsweise direkt die Funktechniken wie WLAN und Bluetooth an- oder ausschalten. Unter dem Punkt „Gerät“ sind Menü-Optionen wie „Töne“, „Display“ oder „Speicher“ gruppiert, die bisher an unterschiedlichen Stellen der Menüliste standen. Weitere Oberpunkte sind jetzt „Nutzer“ und „System“.

Android 4.0: Neue Funktionen

Die Liste der Menüs wird unter Android 4.0 auch deshalb länger, weil neue Optionen hinzugekommen sind. Zum Beispiel sehen Sie unter „Datenverbrauch“ welches Datenvolumen, das Tablet verbraucht hat und welche einzelnen Apps die meisten Daten transportiert haben. Durch Schieberegler lässt sich der erfasste Zeitraum verändern.

Beim Asus Transformer Prime findet sich auch der Menü-Punkt „ Entwickleroptionen“: Dort gibt es Optionen, die bisher unter „Apps, Entwicklung“ standen. Damit lässt sich beispielsweise die Benutzeroberfläche verändern oder die aktuelle Prozessor-Auslastung einblenden. Allerdings ist fraglich, ob andere Hersteller diese Optionen ebenfalls dem Anwender zugänglich machen werden.

Test: Die besten Tablets

Beim Browser können Sie unter „Einstellungen“ nun mit einem Klick den User-Agent wechseln. Der Android-Browser meldet sich dann als Desktop-Browser und zeigte nicht eine spezielle Mobilseite, sondern die Standard-Webseite an.

Android 4.0: Liste der aktiven Apps wird übersichtlicher

Mit dem dritten Symbol links unten rufen Sie auf einem Android-Tablet üblicherweise eine Liste der aktiven Apps auf. Das Update auf Ice Cream Sandwich bringt eine Funktion, die diese Liste übersichtlicher gestaltet: Sie wischen eine App, die Sie aus der Liste entfernen wollen, einfach zur Seite weg. Das funktioniert nicht als Task-Killer, denn Sie schließen die App mit der Wischgeste nicht.

Android 4.0: Ice Cream Sandwich macht das Tablet nicht schneller

Die Bedienung des Tablets wirkt mit Ice Cream Sandwich flüssiger. Durch Messwerte belegen lässt sich der Effekt von Android 4.0 aber nicht. Im Gegenteil: In unseren Messungen mit Benchmarks wie Sunspider, Smartbench oder GL Benchmark arbeitete das Asus Transformer Prime mit der neuen Android-Version etwas langsamer als mit dem ursprünglich installierten Android 3.2.1.

Android 4.0: Was Sie schon kennen

Auf Smartphones kommen mit Android 4.0 einige Funktionen an, die für Tablets schon lange bekannt sind. Mit Ice Cream Sandwich wurden sie aber teilweise ergänzt oder verschönert: Die Status-Leiste, die Sie rechts unten auf dem Tablet aufrufen können, enthält jetzt beispielsweise eine zusätzliche Zeile mit Symbolen zum (De-)aktivieren von WLAN, Bluetooth und dem Lagesensor.

Neu und gleichzeitig alt bei Android 4.0 sind Widgets, deren Größe sich verändern lässt – die gibt es auch für Honeycomb-Tablets.

Android 4.0: Was noch fehlt

Asus war mit dem ICS-Update für das Transformer Prime sehr schnell. Bereits seit 20.Januar wird das Update ausgeliefert. Deshalb fehlen ihm einige Funktionen, die Google für Android 4.0 versprochen hat – und die beispielsweise auf dem ICS-Smartphone Samsung Galaxy Nexus zu finden sind. Das Asus Transformer Prime lässt sich zum Beispiel nicht per Gesichtserkennung entsperren. Auch die Funktion „Wi-Fi Direct“ fehlt: Damit können Sie Dateien per WLAN zwischen zwei Geräten übertragen, ohne einen Router, der dafür ein Funknetzwerk aufbaut.

Quelle: www.pcwelt.de
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