von

Tablets für Kinder

Tablets für Kinder (c) iStockphoto.com/WILLSIE
Bild 1 von 69

Tablets für Kinder (c) iStockphoto.com/WILLSIE

© IDG

In einer zunehmend digitalisierten Welt können Kinder mit einem Tablet und kindgerechten Apps schon frühzeitig wertvolle Medienkompetenz erlangen. Hier lesen Sie, wie Sie Ihr Tablet kindersicher machen, welche Tablets es bereits für Kleinkinder gibt, welche Apps für Kinder geeignet sind und wie Sie Ihr Tablet im Falle eines Falles einigermaßen kostengünstig reparieren lassen können.

Anzeige

Computer-Kenntnisse spielen heute in fast jedem Beruf eine elementare Rolle. Auch im Privatleben sind sie unverzichtbar geworden. Nach PCs und Notebooks drängen sich jetzt Tablets mehr und mehr in den Vordergrund. Kein Wunder: Die handlichen Geräte sind komfortabel, leistungsstark und leicht zu transportieren. Eltern sollten sich deshalb nicht mehr fragen, ob sie ihren Nachwuchs mit der digitalen Materie konfrontieren, sondern eher wie sie es tun.

Ein Beispiel aus Südkorea: Dort sollen bis zum Jahr 2015 alle Schulkinder mit Tablet-PCs ausgestattet werden. Für einkommensschwache Familien wird das sogar kostenlos sein – dafür investiert Seoul knapp 1,5 Milliarden Euro. Schulbücher werden dann aus dem Lehralltag verschwinden, die Tablets beziehen das Lernmaterial via WLAN aus der Cloud. Damit ist Südkorea das erste Land, das die vollständige Digitalisierung des Bildungswesens anstrebt - und mit Sicherheit nicht das letzte.

Diese Tablets eignen sich für Kinder

In den USA kommen vermehrt kindgerechte Tablets auf den Markt – die Zielgruppe fängt dort schon bei Vierjährigen an. Eines dieser Tablets für Kinder wird in Kürze auch in Deutschland erscheinen: Der LeapPad Explorer von LeapFrog. Das 5-Zoll-Tablet soll für günstige 75 Euro zu haben sein, wurde für Kinder zwischen fünf und neun Jahren entwickelt und kommt im robusten und verspielt gestalteten Gehäuse daher. Es bietet zwei Gigabyte Speicherplatz, Mikrofon, Beschleunigungssensor, Kamera, einige kindgerechte Apps sowie Zugriff auf den AppStore von LeapFrog.

Meist gesehene Videos
Schockierendes Video
Mit seinem Gewicht drückt ein Seelöwe das hilflose Opfer auf den Boden und vergeht sich an ihm.mehr »
Wahnsinn
Vor der Küste Argentiniens werden Kajakfahrer auf einmal von einem Glattwal Huckepack genommen.mehr »
#ziek
Mit der Kampagne „Zusammen ist es Klimaschutz" will das Umweltministerium auch junge Leute erreichen.mehr »

Ansonsten gibt es bisher kaum Tablets, die exklusiv für Kinder hergestellt werden. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihren Nachwuchs nicht jetzt schon an das digitale Zeitalter heranführen können. Sie müssen ein handelsübliches Tablet nur ein wenig unempfindlicher machen, damit es der besonderen Handhabung von Kindern standhält. Zusammen mit den richtigen Apps steht dem Tablet-Spaß dann nichts mehr im Wege. Wie das geht, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

Tablet-Nutzung nur unter Aufsicht

Ein Computer zum Anfassen stellt für Kinder natürlich eine große Attraktion dar, besonders da sie damit interagieren können. Sie sollten aber immer ein Auge auf die Tablet-Nutzung Ihres Nachwuchses haben. Gerade wenn Kinder zu viele verschiedene Apps auf einmal ausprobieren, sind sie schnell überfordert. Kinder können durch den Umgang mit Tablet-PCs zwar viel Wertvolles lernen und sich damit für die Zukunft wappnen. Im Übermaß ist der Medienkonsum aber kontraproduktiv. Auch reine Spiele-Apps ohne Lerneffekt sollten eher die Ausnahme bleiben.

Schon sehr früh können Kinder lernen einen Touchscreen intuitiv zu bedienen. Allerdings gehen die Kleinen mit den Geräten mitunter etwas rabiat zur Sache. Auch werden die Hände kaum vor jeder Benutzung gewaschen sein. Da versteht es sich von selbst, dass Sie dem Tablet den einen oder anderen Schutz spendieren sollten.

Eine der großen Gefahren für Tablets sind im Kinderzimmer zunächst einmal Schäden am Display. Mit einer Schutzfolie schaffen Sie Abhilfe, es gibt eine Vielzahl von Herstellern und Angeboten. Die Preise bewegen sich zwischen fünf und 20 Euro. Auch die zu erwartenden Fettflecken und Essensreste lassen sich so leicht wieder abwischen.
Eine Schutzfolie garantiert dem iPad zwar auf Dauer eine ungetrübte Optik, bietet allerdings so gut wie keinen Stoßschutz. Der ist aber dringend notwendig, da Kinder bekanntermaßen bis ins Jugendalter hinein eine merkwürdige Faszination für herabstürzende Gegenstände haben.

Tablets vor Stürzen schützen

Eine einfachsten Ideen sind oft auch die besten - zumindest auf die „iBallz“ trifft das voll und ganz zu. Dabei handelt es sich um vier kleine Kunststoff-Bälle an einer Gummischnur, mit denen sich iPads - aber auch andere Tablets - erstaunlich gut schützen lassen. Die vier Kunststoffkugeln werden einfach auf die Ecken des Tablets gesteckt und per Schnur festgezogen - schon ist das Tablet für Stürze, zumindest auf den flachen Boden, gewappnet. Gleichzeitig liegt es mit den Kugeln rutschfest und einige Millimeter über der Tischplatte auf dem Tisch. Die iBallz können auch als Tablet-Stütze benutzt werden. Sie sind für rund 25 Euro zu haben.

Im Fachhandel sind noch diverse anderere Schützhüllen erhältlich. Achten Sie beim Kauf genau auf die Modellbezeichnung Ihres Tablets. Denn nur eine exakt sitzende Hülle schützt gut vor Stößen. Preislich macht es zum Beispiel keinen großen Unterschied, ob Sie das iPad 1 oder seinen Nachfolger ummanteln wollen. Trotzdem ist das Modell für den Kauf entscheidend - denn die beiden Tablets trennt ein kleiner aber wesentlicher Größenunterschied.

Für das iPad der ersten Generation - und ganz besonders wenn es in Kinderhände gerät - ist das LightBoard von Griffin eine gute Lebensversicherung. Die Schutzhülle aus synthetischen Polymeren schützt das teure Gerät zuverlässig vor Stößen und harten Schlägen. Die Hülle verfügt auch über ein Display-Schild und bietet eine Einspannung für Malpapier. Zusammen mit der App LightBoard Trace kann man das iPad dann ganz kindgerecht in ein virtuelles Malbuch umwandeln. Mit der Anwendung kommen 35 Zeichnungen zum Ausmalen, verschiedene Animationen und ein Namen-Spiel aufs Tablet. Das LightBoard kostet rund 20 Dollar, die App können Sie kostenlos herunterladen. Offiziell ist das LightBoard in Deutschland nicht erhältlich.

Auch für das iPad 2 bietet Griffin mit dem Crayola Trace and Draw Case eine multifunktionale Schutzhülle, die aus dem iPad 2 ein kindersicheres Maltablett macht. Dieses Model ist ebenfalls aus robustem Polycarbonat, besitzt einen integrierten Displayschutz und kommt mit kostenloser App sowie einem abwaschbaren Bunt- und Filzstift daher. Das Schutzcase bekommen Sie für rund 40 Euro.

Tablets können Sie also, wie auf der vorherigen Seite beschrieben, mit relativ geringem Aufwand kindersicher machen und ihrem Nachwuchs in die Hände drücken. Der Haken an der Sache: Durch Nachrüsten lässt sich zwar viel erreichen - für ganz kleine Kinder sind die Geräte aber trotzdem nicht zu gebrauchen.

Das Tablet „Vinci“ vom Hersteller "Rullingnet Corporation" hat hingegen ausschließlich Kleinkinder im Krabbelalter als Zielgruppe im Visier. Das Android-Tablet verfügt über einen 7-Zoll-Patschscreen, ist ausgesprochen robust und mit einem gummierten Greifrahmen ausgestattet, der wohl Kind und Tablet gleichermaßen schützen soll. Das Baby-Tablet verfügt über einen ordentlichen 1-GHz ARM-Prozessor und 512 MB Arbeitsspeicher. Mit der integrierten 3MP-Kamera können Sie Bilder und 720p-Videos aufnehmen.

Um das Kind vor Funk-Emissionen zu schützen ist weder WLAN noch UMTS-Modem an Bord. Das „Vinci“ hat folglich auch keinen Zugang zum Internet. Der Datenaustausch läuft per USB oder über einen Micro-SD-Speicherkarten-Einschub. Allerdings sollte die Micro-SD-Karte nach dem Datentransfer gleich wieder entfernt werden, damit die Kleinen sie nicht herausziehen und verschlucken.

Sämtliche Außenteile des „Vinci“-Tablets sollen absolut ungiftig sein - wichtig, denn die Kleinen nehmen ja gerne alles in den Mund.
Einige Apps zum Spielen und Lernen sind auf dem Gerät bereits installiert. Besonders attraktiv für Eltern: Mit einer integrierten Tagebuchfunktionen können Sie die Entwicklung Ihrer Sprösslinge mitverfolgen und dokumentieren.

Für Kleinkinder ist das Vinci Tab grundsätzlich besser geeignet als ein normales Tablet. Denn das ganze Gerät ist von vorneherein auf die eher extremen Anforderungen der kleinkindlichen Handhabe abgestimmt.

Das Gerät ist bisher nur in den USA erhältlich: Bei Amazon USA kostet die 4-GB-Variante 389 Dollar. Zum Preis von 479 US-Dollar erhalten Sie 8 GB Speicherplatz und einen leistungsfähigeren Akku.

Im Apple App Store und im Android Market gibt es hunderte kindgerechter App. Exemplarisch stellen wir hier ein paar davon vor.

„Dr. Dingsbums: 100 erste Dinge“ für das iPad

In der Bilderbuch-App „ Dr. Dingsbums: 100 erste Dinge“ treffen Kinder auf einen zerstreuten Professor, der sich die Namen von 100 Gegenständen partout nicht merken kann. Die Kinder sollen dem vergesslichen Akademiker beim Erinnern helfen und die Namen der Gegenstände dabei selber lernen. Besonders gelungen an der Lern-App: Kinder können nahezu alles antippen, erhalten dann eine vergrößerte Ansucht und bekommen die Bezeichnungen von einer sanften Stimme vorgelesen. Die Gegenstände entsprechen zudem der Erlebniswelt von Kindern und sind detailliert und liebevoll gestaltet.

„Kids Piano“ &

„Kids Memory“ für Android

Kids Piano Lite“ ist eine kostenlose Android-App mit Lerneffekt. Die Anwendung lässt, wie der Titel schon nahe legt, Kinder auf einem kleinen bunten Piano entweder frei spielen oder Lieder nachspielen. Das ist für die Kleinen nicht nur unterhaltsam, sondern trainiert auch das Gehör. Und wer weiß, vielleicht wird ja mit der App aus Ihrem Nachwuchs ein kleiner Mozart.

Bei „ Kids Memory“ sollen Kinder verdeckte Paare finden und sich die Positionen der Figuren einprägen - so schnell und fehlerfrei wie möglich. Die App glänzt mit putziger Grafik und mehreren Schwierigkeitsgraden, die durchaus auch Eltern fordern. Wie man es von klassischen Memory-Spielen her kennt, können Kids mit dieser App auf unterhaltsame Weise ihr Gedächtnis trainieren. Den Sound können Sie auf Wunsch deaktivieren - eine segensreiche Funktion für die Eltern.

So gut Sie Ihr Tablet auch ausstatten, manche Kinder kriegen einfach alles kaputt, wenn sie es nur lange genug versuchen. Sie müssen also damit rechnen, dass Ihr Kinder-Tablet den einen oder anderen Schaden nimmt.

Am häufigsten werden Sie mit Kratzern auf dem Display zu kämpfen haben, schließlich ist der Touchscreen die empfindlichste Stelle. Bei kleineren Schäden am Display können Sie zunächst versuchen, selber Hand anzulegen. Alles was Sie brauchen ist eine Schleifblüte (Stärke/Korn 9µ ist ideal), etwas Geduld und ein wenig Mikropolitur für die Nachbearbeitung. Mit der Schleifblüte reiben Sie gleichmäßig und ohne zu großen Druck zunächst die tiefen Kratzer aus. Die Politur tragen Sie anschließend auf etwas Watte auf und schrubben den Touchscreen vorsichtig wieder glatt. Etwas teurer, aber möglicherweise einfacher zu bekommen sind spezielle Display-Polituren aus dem Elektromarkt oder einem Handy-Shop.

Nach ernsten Unfällen, wie gebrochenen Displays oder gar Hardware-Schäden kommen Sie mit solchen Methoden natürlich nicht mehr weiter. Auch ein Wasserschaden kann, wenn das Tablet nach der Trockenlegung nicht mehr funktioniert, ein Fall für den Fachmann sein. Die Garantie greift in so einem Fall in der Regel nicht - und die Reparatur beim Hersteller kann sehr teuer sein.

Doch keine Sorge, im Internet finden Sie zahlreiche freie Werkstätten, die ihr Tablet wieder auf Vordermann bringen. Unter anderem auf www.tablet.de , www.iphonematador.de, www.ihelpstore.de und sogar bei eBay finden Sie Reparatur-Angebote. Je nach Schaden variieren die Preise stark - für ein neues iPad-Display müssen Sie zum Beispiel bis zu 300 Euro berappen.

Quelle: www.pcwelt.de
Kommentare
Der Nutzer erklärt sich mit der Geltung der aktuellen Terms and Policies von DISQUS einverstanden.
Hinweis: Kommentare können entfernt werden, insbesondere wenn diese rechtswidrig, anstößig, feindselig sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder die geregelte Kommunikation der Nutzer untereinander erschweren oder wenn ein entsprechender begründeter Verdacht besteht.
powered by Disqus
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Handy-Suche
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.