von Falk Menzel

Test: Medion Akoya P6624 (MD98390)

Aldi-Notebook im Test: Medion Akoya P6624 (MD98390)
Bild 1 von 9

Aldi-Notebook im Test: Medion Akoya P6624 (MD98390)

Auf den ersten Blick ist das Aldi-Notebook Medion Akoya P6624 ein echter Hammer: Randvoll mit aktueller Technik, und trotzdem günstig. Der PC-WELT-Test zeigt, ob und wo Medion an der Sparschraube gedreht hat.

Anzeige

Ein Notebook mit 15,6-Zoll-Bildschirm für 699 Euro haut keinen mehr vom Hocker. Wenn es USB 3.0 mitbringt, aber schon. Der schnelle Anschluss für externe Festplatten war bisher nur in deutlich teureren Notebooks zu finden.

Auch sonst lässt sich Medion beim Akoya P6624 nicht lumpen: Die Festplatte ist 640 GB groß, die eingebaute Grafikkarte von Nvidia unterstützt Spiele mit DirectX-11-Effekten. Im Karton liegt außerdem ein DVB-T-Empfänger samt Fernbedienung: Somit kann man am Medion Akoya P6624 auch TV schauen.

Wie immer bei Aldi-Notebooks rundet eine großzügige Software-Ausstattung das Hardware-Angebot ab: Mit der Cyberlink Media Suite beispielsweise sind Programme zum Brennen und Erstellen von DVDs sowie zum Umwandeln von Videos vor-installiert. Außerdem ist eine 90-Tage-Version der Sicherheits-Software Bullguard Internet Security dabei. Als Office-Paket gibt es Microsoft Office 2010 Starter. Medion installiert auf dem Akoya P6624 die 32-Bit-Version von Windows 7 Home Premium: Damit stehen Programmen nur 3,2 GB von eingebauten 4 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Das gesamte RAM lässt sich mit der 64-Bit-Version nutzen, die Medion wie die 32-Bit-Version auf einer Wiederherstellungs-DVD beilegt.

Meist gesehene Videos
Kurzschlussreaktion
Dieser Autofahrer hängt bereits am Harken des Abschleppdienstes, doch das will er nicht akzeptieren.mehr »
Outdoor-Sex
Outdoor-Sex scheint momentan im Trend zu liegen: Allerdings droht man dabei entdeckt zu werden.mehr »
Umweltschutz
Weil in ihrer Stadt Schmutz und Unordnung herrscht, nimmt eine Frau die Sache selbst in die Hand.mehr »

Das Kunststoffgehäuse des Medion Akoya P6624 ist recht ordentlich verarbeitet, aber kein Augenschmaus: Den Deckel hat Medion mit silberfarbenem Glanzlack versehen, die Handablage ist in mattem Schwarz gehalten. Trotzdem sind Fingerabdrücke störend deutlich sichtbar.

Medion Akoya P6624: Geschwindigkeit

Der USB-3.0-Anschluss im Medion Akoya P6624 hält, was er verspricht: Beim Schreiben und Lesen war eine angeschlossene USB-3.0-Festplatte rund drei- bis viermal schneller als ein USB-2.0-Modell. Die Leserate lag bei 76 MB/s, beim Schreiben ergab der Test knapp 67 MB/s. Die entsprechenden Ergebnisse für USB 2.0: Lesen 29 MB/s, Schreiben 21 MB/s. Die USB-3.0-Buchse hat Medion beim Akoya P6624 vorne links am Gehäuse platziert. Sie unterscheidet sich von den drei USB-2.0-Buchsen durch die blaue Farbgebung. Technisch ist sie wie bei allen anderen Notebooks mit USB 3.0 über einen Zusatzchip von NEC realisiert. Denn derzeit gibt es noch keinen AMD- oder Intel-Chipsatz, der einen USB-3.0-Controller eingebaut hat.

Systemgeschwindigkeit

Medion verbaut im Akoya P6624 den Doppelkern-Prozessor Core i3-370M, der mit 2,4 GHz arbeitet. Über Hyperthreading bietet der dem Betriebssystem vier Recheneinheiten an. Zwar fehlt ihm Turbo Boost, das dynamische Übertakten, dass die Core-i5-Familie besitzt. Trotzdem war das Akoya P6624 in den Tempo-Tests flott unterwegs: Im Sysmark 2007 erreichte es 147 Punkte – viel besser schneiden auch Notebooks mit einem Core i5-430M nicht ab.

3D-Geschwindigkeit

Im Medion Akoya P6624 arbeiten zwei Grafikeinheiten: Die CPU-Grafik Intel HD Graphics sitzt im Prozessor, ist sparsam, aber für Spiele ungeeignet. Besser mit 3D-Effekten kann die Grafikkarte Nvidia Geforce GT 425M umgehen: Sie stammt aus Nvidias neuer Modellreihe, die nun auch DX11 unterstützt. Zwischen den beiden Grafikeinheiten schaltet das Notebook übrigens automatisch um, je nachdem welches Programm gestartet wird – diese Technik nennt Nvidia Optimus. Ob eine Anwendung die Intel- oder die Nvidia-Grafik nutzt, steht in einem entsprechenden Profil. In der Nvidia-Systemsteuerung kann man die Einstellungen für die installierten Programme überprüfen. Dort soll man sich auch neue Profile über die Update-Funktion herunterladen können. Die reagierte beim Testgerät allerdings nicht: Zumindest behauptete die Anzeige eisern, dass die letzte Update-Überprüfung Anfang August stattgefunden hätte.

Für DX9-Spiele ist die Geforce GT 425M locker schnell genug: Sie bietet sogar Reserven, um Bildverbesserungen wie Kantenglättung zu aktivieren. Bei DX10 und DX11 langt es abhängig vom Spiel gerade noch für flüssige Wiedergabe: Bei World in Conflict kam das Akoya P6624 im DX10-Modus auf 26 Bilder pro Sekunde, bei Far Cry 2 waren es 34 Bilder pro Sekunde in der Detaileinstellung "Hoch". Im DX11-Modus schaffte das Aldi-Notebook bei Colin McRae Dirt 2 im DX11-Modus 31 Bilder pro Sekunde. Angesichts des Preises geht die 3D-Leistung auf jeden Fall in Ordnung.

Medion Akoya P6624: Ausstattung, Bildschirm und Akkulaufzeit

Abgesehen von USB 3.0 bietet das Medion Akoya P6624 die gewohnte Schnittstellen-Ausstattung: Einen externen Monitor kann man per VGA oder HDMI anschließen. Ein Kartenleser besitzt das Notebook ebenso wie eine Internetkamera und zwei Audiobuchsen. Auf e-SATA kann Medion verzichten: Man hat ja das schnelle USB 3.0. Ebenso fehlen Firewire und ein Einschub für Expresscards. Der DVD-Brenner beschreibt alle entsprechenden Medienformate. Allerdings war er beim Brennen nicht der Allerschnellste. Auch zum Einlesen zerkratzter DVDs brauchte er etwas länger.

Bildschirm

Der Bildschirm des Medion Akoya P6624 ist entspiegelt. Bei einem Notebook, das man vor allem im stationären Betrieb einsetzt, zum Beispiel auf dem Schreibtisch, ist es Geschmackssache, ob das Display spiegeln kann oder nicht. Denn man kann bei der Wahl des Aufstellortes ausschließen, dass störende Lichtquellen auf das Display fallen. Wichtiger ist, dass die Bildqualität stimmt. Und das kann man beim Display des Medion Akoya P6624 nicht uneingeschränkt behaupten: Es war nicht besonders hell und ziemlich ungleichmäßig ausgeleuchtet. Offenbar hat Medion hier gespart, um das günstige Gesamtpaket zu schnüren: Auch in den Aldi-Notebooks hat man schon viel bessere Bildschirme gesehen.

Kritik muss sich das Aldi-Notebook auch bei der Lüftersteuerung anhören – übrigens ein Problem, dass bei vielen Notebooks des Discounters auffällt. Der Lüfter war auch bei geringer Last häufig in Betrieb, dann allerdings recht leise. Unter hoher Last drehte er allerdings bis auf 1,4 Sone auf: Das fällt zwar immer noch höchstens in einer leisen Umgebung auf. Trotzdem arbeiten viele anderen Notebooks mit ähnlicher Ausstattung deutlich ohrenschonender.

Akkulaufzeit

Mobilität Für ein 15,6-Zoll-Notebook ist das Medion Akoya P6624 nicht besonders leicht: Es wiegt 2,72 Kilogramm. Das Netzteil bringt 460 Gramm auf die Waage: Es hat keinen Ausschalter wie sonst bei den Aldi-Notebooks üblich. Daher zieht es auch bei ausgeschaltetem Netzteil noch 0,7 Watt. Die Akkulaufzeit des Medion Akoya P6624 fiel ordentlich aus: Es hielt knapp 4,5 Stunden durch.

Medion Akoya P6624: Fazit

Test-Fazit: Der Aldi-Allrounder bietet für jeden etwas

Das Medion Akoya P6624 ist ein leistungsfähiger Allrounder zum günstigen Preis. Das Tempo stimmt – bei Office, Multimedia und bei Spielen. Die üppige Ausstattung unterstreicht das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Aldi-Notebooks. Das Highlight ist der USB-3.0-Anschluss: Um seinen Tempovorteil zu nutzen, braucht man aber eine passende externe Festplatte. Immerhin kauft man sich mit der neuen Schnittstelle ein bisschen Zukunftssicherheit ein. Weniger Lob verdient der Bildschirm des Akoya P6624. Hier hatte Medion bei früheren Aldi-Notebooks schon Besseres geboten. Auch der unter Last deutlich hörbare Lüfter gehört in die Mängelliste des neuen Aldi-Notebooks.

Medion Akoya P6624: Alle Daten und Testergebnisse

ALLGEMEINE DATEN
Testkategorie Notebooks
Notebook-Hersteller Medion
Medions Internetadresse www.medion.de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung) 699 Euro
Medions technische Hotline 0900/1633466
Garantie des Herstellers 36 Monate
TESTERGEBNIS (NOTEN)
Geschwindigkeit (25%) 2,15
Ausstattung (20%) 2,64
Bildschirm (17%) 4,00
Mobilität (15%) 3,42
Tastatur (8%) 1,46
Umwelt und Gesundheit (5%) 3,32
Audioqualität (5%) 4,88
Service (5%) 1,07
Testnote 2,79 (befriedigend)
Preis-Leistung günstig
DIE TECHNISCHEN DATEN
Prozessor (Taktrate) Intel Core i3-370M (2,40 GHz)
verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ 3253 MB (4096 MB), DDR3-1333
Grafikchip (Grafikspeicher) Nvidia Geforce GT 425M (1024 MB )
Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ 15.6 Zoll (39.6 Zentimeter), 1366 x 768, Matt
Festplatte 595,1 GB (nutzbar)
optisches Laufwerk TSST SN-S083C (DVD-Brenner, unterstützte Medientypen:Tempo: )
Fingerprint-Scanner nein
Betriebssystem Windows 7 Home Premium
Kommunikation
Modem nein
10/100/1000 Mbit/s ja
WLAN 802.11n
Bluetooth nein
Schnittstellen Peripherie 3x USB 2.0 (1 rechts, 2 links), USB 3.0 (links), Kartenleser (rechts, SD)
Schnittstellen Video VGA (links), HDMI (links), Webcam
Schnittstellen Audio
Mikrofoneingang ja
Kopfhörerausgang ja
Audioeingang nein
Digitaler Ausgang (kombiniert) nein (ja)
TESTERGEBNISSE
Geschwindigkeit
Startzeit 142 Sekunden
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 272 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 317 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen 7118 Punkte
Brenndauer CD / DVD / Blu-ray (Minuten) 13:05 / 5:12 /
Kopie von DVD auf Festplatte (Minuten) 14:12
USB-Anschlüsse: Lese- / Schreibrate 76,2 / 66,7 MB/s
Bildschirm: Helligkeit / Helligkeitsverteilung / Kontrast 143 cd/m² / 57 % / 387:1
Entspiegelung hervorragend
Akkulaufzeit 4:29 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 2,72 / 0,46 Kilogramm
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,5 / 1,4 Sone
Stromverbrauch: Ruhe / Last / Bereitschafts-Modus / Aus 19,3 / 52,6 / 1,4 / 0,7 Watt
Garantiedauer 36 Monate
Service-Hotline: deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per Mail erreichbar ja / ja / 16 Stunden / ja / ja
Internetseite: deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar ja / ja / ja / ja
Quelle: In Zusammenarbeit mit http://www.pcwelt.de
Kommentare
Der Nutzer erklärt sich mit der Geltung der aktuellen Terms and Policies von DISQUS einverstanden.
Hinweis: Kommentare können entfernt werden, insbesondere wenn diese rechtswidrig, anstößig, feindselig sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder die geregelte Kommunikation der Nutzer untereinander erschweren oder wenn ein entsprechender begründeter Verdacht besteht.
powered by Disqus
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Handy-Suche
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.