13.02.2012 - 15:48 Uhr

Bekannte Schad-Apps tauchen erneut im Android Market auf

Bekannte Schad-Apps tauchen erneut im Android Market auf (c) G
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Bekannte Schad-Apps tauchen erneut im Android Market auf (c) G Data

 © IDG

G Data warnt vor Apps im Android Market, die in der Vergangenheit aufgrund ihrer Schadfunktionen entfernt worden waren und jetzt wieder aufgetaucht sind.

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Der einzige Unterschied bestünde laut G Data darin, dass die wieder aufgetauchten Apps jetzt einen Endnutzerlizenzvertrag enthalten und die Icons farblich leicht verändert sind.

Die schädlichen Apps, z.B. ein Drucklufthorn (Airhorn) und eine Taschenlampe (Flashlight) waren in der Vergangenheit offiziell im Android Market erhältlich. Die Programme selbst waren sehr simpel: bei dem Drucklufthorn ertönte ein entsprechendes Signal, wenn es gestartet wurde. Einmal installiert, aktivierte die Applikation unbemerkt Dienste, auf die der Nutzer keinen Einfluss hatte. Die Programme waren so in der Lage, persönliche Daten, z.B. Kontakte, Telefonnummern und die IMEI-Nummer des Smartphones zu stehlen und unverschlüsselt an die Kriminellen zu senden. Einige Stunden nach der Installation zeigte die Applikation außerdem Werbung für weitere Apps des Entwicklers "Typ3-Studio" an. Die Apps wurden nach einem Hinweis eines Assistenz-Professors von der North Carolina State University von Google aus dem Android Market entfernt, wie G Data erläutert.

Einige Zeit später veröffentlichte der Entwickler die Apps ein weiteres Mal, dieses Mal war das Icon farblich leicht verändert und ein Endnutzerlizenzvertrag mit eingefügt, der die Funktionen beschreibt und eine Lizenzvereinbarung enthält. Ein Hinweis auf dieses Dokument ist allerdings nur im "Was ist neu"-Bereich des Marktplatzes zu sehen, hier heißt es "Bitte lesen Sie die neuen Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen im App-Menü". Aufgrund des nur kleinen Hinweises ist es eher unwahrscheinlich, dass Nutzer die Bedingungen in der App aufrufen und diese lesen. Die umstrittenen Funktionen sind nach wie vor Bestandteil der Android-Apps, allerdings werden die persönlichen Daten jetzt verschlüsselt an den Server der Entwickler übertragen.

Diese Apps sind aktuell noch im Android Market verfügbar und wurden bisher mehr als 10.000 Mal heruntergeladen. Malware-Scanner für Android sollten diese Apps aber erkennen und vor ihnen warnen.

Quelle: www.pcwelt.de
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