29.01.2014 - 09:52 Uhr

Das Windows Recovery Pack 2014

Das Windows Recovery Pack 2014 (c) IDG/IDG
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Das Windows Recovery Pack 2014 (c) IDG/IDG

© IDG

Wer wird denn gleich Windows formatieren? Auch bei kritischen Fehlern lässt sich noch vieles retten. Mit unseren Tipps gelingt das sogar ohne Verlust persönlicher Daten.

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Schwere Fehler in den Systemeinstellungen können im schlimmstenFall das System komplett unbrauchbar machen. Häufiger sind jedochkleinere Fehlfunktionen, deren Ursache nicht auf den ersten Blickzu erkennen ist. Manchmal klappt es nicht mit der NetzwerkoderInternetverbindung, der Browser lädt Webseiten nur noch zögerlich,oder Dateien öffnen sich plötzlich partout nicht mehr im gewohntenProgramm.

Viele Anwender installieren dann die betroffene Software neu,was aber auch nicht immer den gewünschten Erfolg hat. Die letzteMaßnahme ist oft: Festplatte formatieren und Windows neueinrichten.

Das muss aber nicht sein, denn die System oderSoftware-Einstellungen lassen sich oft auch auf die ursprünglichenWerte zurückzusetzen oder reparieren. In den meisten Fällenfunktioniert das ohne Verlust persönlicher Daten. Manchmal müssenSie jedoch die jeweilige Konfiguration erneut durchführen, was aberauch durchaus erwünscht sein kann. Vorbeugen ist bekanntlich besserals heilen. Deshalb beschreiben einige Tipps in diesem Artikel auchSicherungsverfahren, die Sie durchführen sollten, bevor ein Fehlerauftritt. Das ist zwar lästig, aber trotzdem: Machen Sie es liebergleich jetzt, damit sparen Sie sich später unnötige Arbeit.

1. Rettungs-Tools für den System-GAU

Sie schalten den PC ein, aber Windows startet nicht. Dafür kannes viele Ursachen geben, etwa ein Fehler bei der Installation einesweiteren Betriebssystems oder ein Defekt in der Bootumgebung. Einunabhängiges Betriebssystem, das Sie von einer CD oder einemUSB-Stick starten, kann bei der Fehlerdiagnose, der Reparatur oderder Datenrettung helfen.

Gut eignet sich die Lazesoft RecoverySuite Home Edition. Die Software ist bei privater Nutzungkostenlos und enthält zahlreiche Tools für Backup und Restore, fürdas Clonen von Festplatten und die Reparatur derWindows-Bootumgebung. Außerdem können Sie damit versehentlichgelöschte Partitionen und Dateien wiederherstellen, denWindows-Produktschlüssel auslesen und das Windows-Passwortzurücksetzen. Einige der Funktionen, etwa Dateiwiederherstellungund Backup, lassen sich im installierten Windows nutzen. Für dieReparatur der Boot-Umgebung starten Sie ein Mini-Windows von CDoder USB-Stick.

Recovery-Medium erstellen: Installieren SieLazesoft Recovery Suite und starten Sie das Programm. Klicken Sieauf „Burn CD/USB Disk“ und dann auf „Options“. Auf derRegisterkarte „WinPE Options“ setzen Sie ein Häkchen vor „SpecifyWinPE Version“, anschließend vor der Windows-Version, die zuminstallierten System passt, etwa „Windows 7 64 bit PE2. Auf derRegisterkarte „Add Win PE Drivers“ können Sie über „Add driver“zusätzliche Treiber in das Notfallsystem einbauen. Klicken Sie auf „OK“ und dann auf „Next“. Im Fenster „Bootable Media Selection“wählen Sie „CD/DVD“, wenn Sie eine bootfähige CD oder DVD erstellenwollen, oder „USB Flash“ für einen USB-Stick. Die Daten auf demUSB-Stick sollten Sie vorher sichern, denn dieser muss neuformatiert werden. Nachdem Sie Ihre Auswahl vorgenommen haben,klicken Sie auf „Start“. Das Programm lädt dann die nötigenWin-PE-Dateien von einem Microsoft-Server herunter und erstellt dasSystem.

2. Defekte Boot-Umgebung wiederherstellen

Wenn Windows nicht mehr startet, kann das an einer beschädigtenBootumgebung liegen. Für eine Reparatur starten Sie das in Punkt 1erstellte Notfallsystem von der CD oder dem USB-Stick. Dazu müssenSie unter Umständen die Boot-Reihenfolge im Bios ändern. DrückenSie kurz nach dem Einschalten die Taste Entf (Del), F2 oder ESC.Die richtige Taste wird oft im Bios-Startbildschirm angezeigt,andernfalls sehen Sie im Handbuch nach. Die Einstellung fürs Bootenfindet sich im Menü „Advanced Bios Features“ oder „Boot Features“oder ähnlich lautend. Stellen Sie hier die Bootreihenfolge so ein,dass der USB-Stick oder das CD/ DVD-Laufwerk an erster Stellestehen.

Nach dem Start meldet sich die Benutzeroberfläche vonLazesoft Recovery Suite, über die Sie alle Tools erreichen. FürReparaturen am System klicken Sie auf „Windows Recovery“, wählendanach die Partition aus, auf der Windows installiert ist, undklicken auf „OK“. Bei Boot-Problemen gehen Sie auf „BootCrash“.Steuern Sie den Menüpunkt mit dem Namen „MBR Repair“ an. In derBeschreibung sehen Sie einige typische Symptome, die auf Fehler imZusammenhang mit dem MBR (Master Boot Record) hinweisen, etwaMeldungen wie „Hard disk boot failure“ oder „Operating system notfound“. Klicken Sie auf „MBR Repair“, um die Boot-Umgebungwiederherzustellen. Ein defekter Boot-Sektor kann ähnlicheAuswirkungen haben. Dieser lässt sich über „Fix Boot Sektor“ unddie gleichnamige Schaltfläche wiederherstellen.

Tipp: Auf der Registerkarte „Final Solution“können Sie auf „Lazesoft File Manager“ klicken. Es öffnet sich eineinfacher Dateimanager, über den sich Dateien von einem defektenSystem auf ein USB-Gerät kopieren lassen.

3. Standard für Dateitypen erneut festlegen

Unter Windows kann es nur jeweils eine Software geben, die füreinen bestimmten Dateityp zuständig ist. Bei der Installationregistriert beispielsweise ein neuer Bildbetrachter dieDateinamenserweiterung .jpg für sich, woraufhin sich alleJPG-Dateien per Doppelklick mit diesem Programm öffnen lassen. Dassaber bei der Deinstallation der ursprüngliche Zustandwiederhergestellt wird, ist nicht sicher.

In den meisten Fällen ist die Reparatur jedoch einfach.Öffnen Sie das Programm, mit dem Sie einen bestimmten Dateitypöffnen möchten, etwa Ihren Bildbetrachter. Suchen Sie hier in denEinstellungen nach einer Möglichkeit, die Dateinamenserweiterungenneu zuzuweisen. Fehlt diese Möglichkeit, klicken Sie beispielsweiseeine JPG-Datei mit der rechten Maustaste an und wählen im Menü „Öffnen mit à Standardprogramm auswählen“. Setzen Sie ein Häkchenvor „Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen“, wählenSie das gewünschte Programm per Mausklick aus, und klicken Sie auf „OK“.

Es kommt aber manchmal zu Fehlern, die weitreichende Folgenhaben können. Nach der Deinstallation eines Browsers beispielsweiseöffnen sich dann keine Links mehr, die Sie im E-Mail-Programmanklicken. Die Ursache dafür ist, dass Windows nichts mehr mit derProtokollverarbeitung von „http://“ anfangen kann. Für dieReparatur gehen Sie in die Systemsteuerung und klicken auf „Programme à Standardprogramme à Standardprogramme festlegen“.Wählen Sie in der Liste unter „Programme“ beispielsweise „InternetExplorer“ aus, und klicken Sie auf „Dieses Programm als Standardfestlegen“. Klicken Sie danach auf „Standards für dieses Programmauswählen“. In der Liste unter „Erweiterungen“ tauchen hierDateinamenserweiterungen wie „.html“ und „.htm“ auf, und unter „Aktueller Standard“ steht „Internet Explorer“. Das Gleiche gilt fürdie Einträge unter „Protokolle“. Bei „HTTP“ steht jetzt alsStandard ebenfalls „Internet Explorer“.

Sie können sich auch einen etwas genaueren Einblick in dieZusammenhänge zwischen Dateinamenserweiterungen und Dateitypenverschaffen. Filetypesmanzeigt Ihnen alle Erweiterungen und die zugehörigen Dateitypen inder Spalte „Artnamen“ an. Klicken Sie beispielsweise „.html“ in derListe an. Im unteren Bereich des Fensters sehen Sie hinter „Open“,welches Programm gestartet wird, wenn Sie auf HTML-Dateiendoppelklicken. Wenn Sie im Kontextmenü „Den ausgewählten Vorgangbearbeiten“ anklicken, lässt sich der Eintrag ändern.

4. Internet Explorer auf Standard zurücksetzen

Ein Browser wie der Internet Explorer lässt sich über zahlreicheEinstellungen konfigurieren und zudem mit Add-ons erweitern. Hiergibt es zahlreiche Fehlerquellen, die den Browser verlangsamen oderzu Fehlfunktionen führen können. Der erste Verdacht fällt immer aufErweiterungen. Um das Problem einzugrenzen, sollten Sie zuerst alleErweiterungen deaktivieren. Dazu klicken Sie im Internet Explorerrechts oben auf das Zahnradsymbol und dann auf „Add-Ons verwalten“.Klicken Sie eine Eintrag in der Liste an und dann auf „Deaktivieren“. Starten Sie den Browser neu. Wenn jetzt alles einwandfreifunktioniert, hat es an dieser Erweiterung gelegen. Andernfallsdeaktivieren Sie nacheinander auch die anderen Erweiterungen, bisSie den Schuldigen gefunden haben. Sie müssen dann erst einmal aufdiese Erweiterung verzichten oder auf ein Update warten. Dieanderen Erweiterungen aktivieren Sie danach wieder.

Verbindungsprobleme können auch durchSicherheitseinstellungen oder die Browser-Konfiguration entstehen.Auch hier lässt sich der Standard wiederherstellen. Testen Sie nachjeder Änderung, ob das Problem dadurch beseitigt wurde. Gehen Siein der Systemsteuerung auf „Internetoptionen“. Wechseln Sie auf dieRegisterkarte „Sicherheit“, und klicken Sie auf „Alle Zonen aufStandardstufe zurücksetzen“. Danach gehen Sie auf „Erweitert“ undklicken auf „Erweiterte Einstellungen zurücksetzen“.

Wenn auch das nichts nützt, greifen Sie zu drastischerenMaßnahmen. Klicken Sie in der Registerkarte „Erweitert“ auf „Zurücksetzen“. Im Fenster ist aufgelistet, auf was sich dieseFunktion auswirkt, beispielsweise installierte Add-ons undSicherheitseinstellungen. Nach einem Klick auf „Zurücksetzen“müssen Sie Windows neu starten. Hat auch das keine Verbesserunggebracht, gibt es noch eine letzte Option. Gehen Sie wieder in dieInternetoptionen, auf die Registerkarte „Erweitert“, und klickenSie auf „Zurücksetzen“. Diesmal setzen Sie ein Häkchen vor „Persönliche Einstellungen löschen“ und klicken dann aufZurücksetzen. Dabei gehen allerdings Daten wie Cookies,Formulareinträge und gespeicherte Kennwörter verloren. Nach einemWindows-Neustart befindet sich der Internet Explorer jetzt imursprünglichen Zustand, und die Probleme sollten beseitigtsein.

5. Firefox auf Standard zurücksetzen

Beim Browser Firefox kommt es meist aufgrund fehlerhafterAdd-ons zu Problemen. Ein falsche Konfiguration ist nur selten dieUrsache, weil diese sehr überschaubar ist. Allerdings könnenAdd-ons Einstellungen ändern, die standardmäßig nicht über dieBenutzeroberfläche erreichbar sind.

Die Firefox-Konfigurationsdateien und Addons jedes Benutzersliegen in einem Profil-Verzeichnis unterhalb von „%appdata%\Mozilla“. Bevor Sie hier etwas ändern, sollten Sie ein Backup anlegen. Dazukopieren Sie einfach den kompletten Ordner in einBackup-Verzeichnis. Für regelmäßige Sicherungen können Sie das ToolMozbackupverwenden.

Es ist am einfachsten, die Fehlerdiagnose mit einem neuenBenutzerprofil zu beginnen. Schließen Sie Firefox, drücken Sie dieTastenkombination Win-R, geben Sie hinter „Öffnen“ C:\Program Files(x86)\Mozilla Firefox\firefox. exe -p ein, und klicken Sie auf „OK“. Den Pfad passen Sie Ihrer Konfiguration an. Durch den Parameter „-p“ startet die Profilverwaltung. Klicken Sie auf „Profil erstellen“, und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Entfernen Siedanach das Häkchen vor „Beim Starten nicht nachfragen“, und klickenSie auf „Firefox starten“. Mit dem frischen Profil sollte derBrowser einwandfrei laufen. Wenn nicht, liegt die Fehlerquelleaußerhalb des Browsers, etwa in den Netzwerk- oderFirewall-Einstellungen (Punkt 9). Wenn in Ihrem bisherigen Profilkeine wichtigen Daten gespeichert waren, können Sie von nun an dasneue Profil verwenden. Andernfalls beenden Sie den Browser wiederund fahren mit der Fehlerdiagnose fort.

Starten Sie Firefox erneut über Win-R, hängen Sie diesmalaber den Parameter -safe-mode an. Wählen Sie das bisher genutzteProfil mit dem Namen „default“, klicken Sie auf „Firefox starten“und dann auf „Im abgesicherten Modus starten“. In diesem Modus sindalle Addons und die Benutzereinstellungen deaktiviert. Auch jetztsollte der Browser einwandfrei seine Arbeit verrichten. Beenden SieFirefox und starten Sie den Browser wie gewohnt. Gehen Sie imFirefox-Menü auf „Add-ons“, deaktivieren Sie jeweils ein Add-on undstarten Sie den Browser neu, bis Sie die Fehlerquelle gefundenhaben.

Sollte auch das nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bleibtnoch eine Möglichkeit. Gehen Sie im Firefox-Menü auf „Hilfe àInformationen zur Fehlerbehebung“, klicken Sie auf „Firefoxzurücksetzen“ und noch einmal auf „Firefox zurücksetzen“. Beidieser Maßnahme bleiben – soweit möglich – Lesezeichen,gespeicherte Passwörter, Formulardaten und Cookies erhalten. Allesandere wird gelöscht.

6. Google Chrome auf Standard zurücksetzen

Auch Googles Browser Chrome lässt sich auf die Einstellungennach einer frischen Installation zurücksetzen. Dazu gehen Sie imChrome-Fenster rechts oben im Chrome-Menü auf „Einstellungen“.Klicken Sie unten im Fenster auf „Erweiterte Einstellungen anzeigen“ und dann – ebenfalls ganz unten – auf „Browsereinstellungenzurücksetzen“. Nach einem Klick auf „Zurücksetzen“ stellt Chromedie Standardeinstellungen wieder her. Ihre gespeichertenLesezeichen und Passwörter werden dabei nicht gelöscht oderverändert.

7. Recovery für Microsoft Word und Excel

Erscheinen beim Start von Microsofts Word Fehlermeldungen,unerwünschte Formatierungen, Symbolleisten und Menüeinträge, soliegt dies in den meisten Fällen an der Dokumentvorlage. Wenn Siediese löschen oder umbenennen, startet Word wieder mit einersauberen Standardvorlage. Bis einschließlich Word 2003 heißt dieseDatei Normal.DOT, seit Word 2007 Normal.DOTM. Sie finden dieseDatei im Ordner „%appdata%\Microsoft\ Vorlagen“ oder unter „%appdata%\Microsoft\ Templates“. Diese Pfade können Sie direkt inder Adresszeile des Windows Explorers eingeben. Beenden Sie Word,benennen Sie die DOT beziehungsweise DOTM-Datei um und starten SieWord neu. Danach können Sie in Word ab 2007 über „Entwicklertools àDokumentvorlage“ und die Schaltfläche „Organisieren“ Elemente ausder umbenannten DOTM-Datei wieder in die Normal.DOTM kopieren. BeiWord 2003 gehen Sie auf „Extras à Vorlagen und Add-Ins“ und klickenauf „Organisieren“. In den meisten Fällen sind die Programme derneueren Office-Versionen ab 2007 in der Lage, Probleme beim Startselbst zu erkennen und zu beseitigen. Dabei gehen Sie automatischin einen abgesicherten Modus und führen Reparaturen durch. Siekönnen den abgesicherten Modus auch selbst einleiten, indem Sie dasgewünschte Office-Programm über das Startmenü bei gedrückterStrg-Taste starten. In diesem Modus laden die Programme keineErweiterungen („Add-Ins“). Sollte dabei kein Fehler mehr auftreten,gehen Sie beispielsweise in Word 2010 auf „Datei à Optionen“ unddann auf „Add-Ins“. Wählen Sie hinter „Verwalten“ einen Add-In-Typ,etwa „COM-Add-Ins“, und klicken Sie auf „Gehe zu...“. Entfernen Siedas Häkchen vor einFem Add-In, klicken Sie auf „OK“, und startenSie Word neu. Wiederholen Sie das für alle Add-Ins, bis das Problembehoben ist.

Word Einstellungen zurücksetzen: Auch bei einerWord-Neuinstallation bleiben viele Einstellungen in der Registryerhalten. Sind diese fehlerhaft, tritt daher das Problem weiterhinauf. In diesem Fall löschen Sie die Registry- Einträge, oder Siebenennen sie testweise um. Beenden Sie Word, drücken Sie Win-R,geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf „OK“. Gehen Siebeispielsweise für Word 2010 auf „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Office\ 14.0\Word“. KlickenSie mit der rechten Maustaste auf „Data“, wählen Sie im Kontextmenü„Umbenennen“ und tippen Sie Data. bak ein. Entsprechend verfahrenSie mit dem Schlüssel „Options“. Starten Sie Word neu.Benutzerdefinierte Word-Einstellungen müssen Sie danach erneutfestlegen.

Bei Problemen mit Excel gehen Sie ähnlich vor. Hier benennenSie den Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Office\XX.0\Excel“ um . Für „XX.0“ setzenSie die Versionsnummer von Excel ein, etwa „14.0“ für Excel2010.

8. Libre Office auf Standard zurücksetzen

Libre Office – und auch Open Office – verwendet als Speicher fürdie Konfigurations- und Benutzerdaten ein Verzeichnis mit demProgrammnamen unterhalb von %appdata%, beispielsweise „C:\Users\te\AppData\Roaming\LibreOffice“. Bei Abstürzen oderanderen Fehlfunktionen beenden Sie das Programm und benennen diesesVerzeichnis einfach um. Libre Office legt beim nächsten Start dasVerzeichnis mit den Standardwerten neu an, und das Programm solltejetzt wieder einwandfrei laufen. Danach können Sie persönlicheDaten aus dem zuvor umbenannten Verzeichnis in das neueBenutzerprofil kopieren. Unter „LibreOffice\4\user\autocorr\acor_de-DE“ beispielsweise liegt dieAutokorrekturliste, Basic-Makros finden Sie unter „LibreOffice\4\user\basic“, und Wörterbücher im Verzeichnis „LibreOffice\4\user\ wordbook“.

9. Windows-Firewall reparieren

Die Windows Firewall verwendet einen relativ komplexeKonfiguration. Sie schützt das System zwar recht wirkungsvoll, kannbei Fehlern aber auch den Zugriff zum Netzwerk beziehungsweiseInternet verwehren. Sie rufen die Konfiguration auf, indem Sie inder Systemsteuerung nach „Firewall“ suchen. Bevor Sie etwas ändern,klicken Sie auf „Erweiterte Einstellungen“ und dann auf der rechtenSeite unter „Aktionen“ auf „Richtlinie exportieren...“. Geben Sieeine aussagekräftige Bezeichnung für die Sicherung ein, und klickenSie auf „Speichern“. Über „Richtlinie importieren...“ stellen Siedie Konfiguration bei Bedarf wieder her. Per Klicks auf „Standardrichtlinie wiederherstellen“ und „Ja“ setzen Sie dieFirewall in den Ausgangszustand direkt nach derWindows-Installation zurück.

10. Windows Passwort zurücksetzen

Wenn Sie das Windows-Anmelde-Passwort vergessen haben, kommenSie nicht mehr an das System heran. Dem können Sie vorbeugen, indemSie eine „Kennwortrücksetzdiskette“ erstellen.

Wenn diese nicht vorhanden ist, lässt sich das Passwort auchüber ein Notfall-System zurücksetzen. Bei Windows 8 ist das nurmöglich, wenn Sie sich mit einem lokalen Benutzerkonto anmelden.Das Passwort eines Microsoft-Kontos setzen Sie über https://login.live.com und denLink „Können Sie nicht auf Ihr Konto zugreifen?“ zurück.

Aber Vorsicht: Wenn Sie die Windows-eigeneVerschlüsselung EFS (Encrypting File System) einsetzen, können Siedanach nicht mehr auf die verschlüsselten Daten zugreifen. Siemüssen rechtzeitig den EFS-Schlüssel separat sichern. Dazu rufenSie über Win-R "certmgr.msc" auf. Dort finden Sie unter „Zertifikate – Aktueller Benutzer à Eigene Zertifikate à Zertifikate“ alle vorhandenen Schlüssel. Klicken Sie mit der rechten Maustasteauf den Eintrag mit Ihrem Kontonamen und dann auf „Alle Aufgaben àExportieren“. Klicken Sie auf „Weiter“ und aktivieren Sie dieOption „Ja, privaten Schlüssel exportieren“. Folgen Sie dann denweiteren Anweisungen des Assistenten.

Den exportierten Schlüssel importieren Sie per Doppelklick inden Zertifikatsspeicher, nachdem Sie das Passwort wie nachfolgendbeschrieben zurückgesetzt haben.

„Kennwortrücksetzdiskette“: Anders als der Namevermuten lässt, können Sie über diese Funktion auch einen USB-Stickmit dem Wiederherstellungsschlüssel erstellen. Verbinden Sie denUSB-Stick mit dem Computer, suchen Sie in der Systemsteuerung nach „Kennwortrücksetzdiskette“, und rufen Sie das Tool auf. Klicken Sieauf die Schaltfläche „Weiter“, und wählen Sie in der Liste denUSB-Stick aus. Folgen Sie dann den weiteren Anweisungen desAssistenten. Wenn Sie das Passwort vergessen haben und sich miteinem falschen Passwort anmelden, klicken Sie unter dem Eingabefeldauf „Kennwort zurücksetzen“. Klicken Sie auf „Weiter“, wählen Siedas USB-Laufwerk mit den Rücksetzinfos aus, und klicken Sie auf „Weiter“. Tippen Sie ein neues Passwort ein, klicken Sie auf „Weiter“ und „Fertig stellen“. Danach melden Sie sich mit dem neuenPasswort an.

Notfall-System: Installieren und starten Sie dieLazesoft Recovery Suite, wie in Punkt 1 und Punkt 2 beschrieben.Klicken Sie auf „Password Recovery“, dann zweimal auf „Next“.Wählen Sie das Benutzerkonto aus, dessen Passwort Damit einvergessenes Pass wort kein Ungemach bereitet, sollten Sierechtzeitig einen „Kennwortrücksetz datenträger“ erstellen. Mitdiesem legen Sie bei Bedarf vom Anmeldebildschirm aus ein neuesPasswort fest. Bei einem „Upgrade“ auf die gleiche Version voneinem installierten Windows 7 aus ersetzt das Setup-Programm alleSystemdateien. Die persönlichen Daten und installierte Programmebleiben erhalten. Sie zurücksetzen wollen, dann auf „Next“ und auf „Reset/Unlock“. Fahren Sie das Notfall-System herunter, und startenSie Windows. Sie können sich dann ohne Passwort anmelden und überdie Systemsteuerung „Benutzerkonten und Jugendschutz àBenutzerkonten“ ein neues Passwort festlegen.

11. Reparatur-Installation für Windows 7 und 8

Windows 7 und 8 ermöglichen eine Reparatur- Installation, beider nur die Systemdateien ersetzt werden. Die persönlichenEinstellungen bleiben erhalten. Bei Windows 7 ist dieVoraussetzung, dass das System noch startet und wenigstens eineZeit lang stabil läuft. Außerdem benötigen Sie eineWindows-Installations-DVD inklusive Updates, die der installiertenVersion entspricht. Sollte diese nicht verfügbar sein, finden Siein unserem Ratgeber zum Thema eine Beschreibung, wie Sie sich einepassende Installations-DVD erstellen.

Windows 7: Starten Sie Windows, und legen Sie dieWindows-7-Installations-DVD ein. Starten Sie das Programm Setup.exeaus dem Verzeichnis „Sources“. Klicken Sie auf „Jetzt installieren“, danach auf „Die neuesten Updates nicht für die Installationherunterladen“. Bei der Installationsart wählen Sie „Upgrade“ undfolgen den weiteren Anweisungen des Assistenten. DieReparatur-Installation ersetzt nur die Systemdateien und denHardware-Zweig der Registry. Installierte Programme und die Dateiender Benutzer bleiben erhalten.
Windows 8: Bei Windows 8 starten Sie den PC vonder Installations-DVD. Klicken Sie auf „Weiter“, dann auf „Computerreparaturoptionen“ und auf „Problembehandlung“. Über „PCauffrischen“ führen Sie die Reparatur-Installation durch. Diepersönlichen Daten und Apps aus dem Windows-Store bleiben erhalten.Desktop-Anwendungen müssen Sie aber neu installieren.

Quelle: www.pcwelt.de
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