So nutzen Sie das WLAN am Smartphone richtig

Smartphone: So nutzen Sie das WLAN richtig
Damit das WLAN am Smartphone richtig funktioniert, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengetragen.
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Smartphone: So nutzen Sie das WLAN richtig

Damit das WLAN am Smartphone richtig funktioniert, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

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Fri Jan 13 10:59:00 CET 2017 - Fri Jan 13 10:59:00 CET 2017 Uhr

Damit das WLAN am Smartphone richtig funktioniert, müssen beim Installieren und bei der Problembehandlung verschiedene Dinge berücksichtigt werden, die wir im Folgenden erläutern.

Ein großer Vorteil beim Surfen über WLAN ist, dass das Datenvolumen des Smartphones unangetastet bleibt. Zudem ist eine WLAN-Verbindung meist stabiler und zuverlässiger als ein Mobilfunk-Zugang ins Internet. Damit das funktioniert, muss das Drahtlosnetzwerk allerdings richtig konfiguriert werden. Wir erläutern Ihnen daher im Folgenden zunächst, wie das WLAN auf dem Smartphone eingerichtet wird, wie sich Hotspots nutzen lassen und was das Besondere an Wi-Fi Direct ist. Anschließend stellen wir einige der gängigsten WLAN-Probleme vor und erläutern, wie sich diese am besten beheben lassen.

So richten Sie das Smartphone richtig ein:

  1. Die Auswahl des passenden Netzwerks

    Konfigurationen am WLAN lassen sich über den Punkt "Drahtlos & Netzwerke" in den Smartphone-Einstellungen vornehmen. Zunächst muss das WLAN über einen Schieberegler eingeschaltet werden. Anschließend erhalten Sie eine Übersicht über alle WLANs in Ihrer Umgebung. Hierbei zeigt ein Schloss-Icon, welche dieser Netzwerke mit einem Passwort gesichert sind. Wählen Sie Ihr persönliches WLAN aus und geben Sie die Zugangsdaten und das Passwort ein. Falls Sie Ihr WLAN in der Liste nicht finden, können Sie entweder erneut nach Netzwerken suchen lassen oder das WLAN manuell ergänzen. Hierfür müssen Ihnen aber der Netzwerkname und die Sicherheitseinstellungen bekannt sein. Dieses Vorgehen ist auch immer dann nötig, wenn Sie Ihrem WLAN die Eigenschaft "unsichtbar" zugeordnet haben.
  2. Der richtige Einsatz von Hotspots

    Hotspots sind vor allem an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Flughäfen zu finden. Wenn Sie sich mit einem solchen Hotspot verbinden wollen, müssen Sie das entsprechende WLAN wie oben beschrieben in der Liste auswählen. Bei offenen WLANs ohne Schloss-Icon erfolgt die Verbindung direkt nach dem Tippen auf den WLAN-Namen. Bei geschützten Hotspots ist ein Passwort erforderlich. Dieses erhalten Sie vom jeweiligen Anbieter des Hotspots. Ein solches Passwort wird aber nicht im WLAN-Menü, sondern im Browser eingegeben. Hierfür ist es erforderlich, die Zugangsdaten einzugeben und die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Bitte beachten Sie, dass viele solcher Hotspots gebührenpflichtig sind. Die Höhe der Kosten und die Zahlungsoptionen werden Ihnen beim Eingeben der Zugangsdaten genannt.
  3. Aus dem Smartphone einen mobilen Hotspot machen

    Durch bestimmte Konfigurationen ist es möglich, aus Ihrem Smartphone einen mobilen Hotspot werden zu lassen. Über diesen ist es anderen Geräten dann möglich, ins Internet zu gelangen. Hierdurch reduziert sich das Datenvolumen Ihres Smartphones allerdings massiv. Um aus Ihrem Smartphone einen Hotspot zu machen, gehen Sie in den Bereich "Drahtlos & Netzwerke" in den Smartphone-Einstellungen. Hier tippen Sie auf die Schaltflächen "Mehr" und "Anbindung & mobiler Hotspot". Anschließend folgen Sie dem Pfad "Tethering & mobiler Hotspot". Jetzt befinden Sie sich in den WLAN-Hotspot-Optionen. Hier wird zunächst der Hotspot via Schieberegler eingeschaltet. Über "WLAN-Hotspot einrichten" können Sie den Netzwerknamen eingeben und diesem ein Passwort zuordnen. Als Sicherheitsprotokoll empfiehlt sich WPA2 PSK. Auf Wunsch können Sie einen Stromsparmodus aktivieren, der das Gerät abschaltet, wenn es eine vorgegebene Zeit lang nicht verwendet wird. Das ist praktisch, weil der Hotspotmodus sehr viel Strom schluckt.
  4. Wi-Fi Direct zur Datenübertragung nutzen

    Der Übertragungsstandard Wi-Fi Direct dient der kabellosen Datenübertragung von einem Gerät auf ein anderes. Die jeweiligen Geräte dürfen hierbei höchstens 90 Meter innen und 500 draußen voneinander entfernt sein. Praktisch ist, dass hierfür kein Router benötigt wird, sondern die Norm IEEE 802.11 zum Einsatz kommt. Um Wi-Fi Direct einzuschalten, müssen Sie sich über das WLAN-Menü zu den WLAN-Einstellungen begeben. Anschließend wählen Sie den Befehl "Wi-Fi Direct" aus und gelangen so zu einer Übersicht. Hier sehen Sie alle mit Wi-Fi Direct laufenden Geräte und können dasjenige auswählen, mit dem Sie sich verbinden wollen. Sobald das andere Gerät den Zugriff erlaubt hat, können Daten untereinander ausgetauscht werden. Das gilt beispielsweise für Fotos, Musikdateien und Dokumente.

WLAN-Probleme

Immer wieder kommt es beim Einsatz von WLAN auf dem Smartphone zu Problemen. Wir stellen die beiden gängigsten vor und bieten geeignete Lösungen:

Zu schwache Verbindung

  1. Gelegentlich kommt es vor, dass eine bestehende WLAN Verbindung zu schwach ist. In diesem Fall sind Tools wie der "Wi-Fi Manager" hilfreich. Eine solche App zeigt Ihnen, wie stark die einzelnen Signale sind, welche Verschlüsselungstypen zum Einsatz kommen und welche lokalen WLANs Ihrem Smartphone zur Verfügung stehen. Über eine Kanalanalyse erfahren Sie so, ob zwei Netzwerke denselben Kanal zur Übertragung von Daten nutzen. Ein solches Problem ist schnell behoben, indem am Router ein Kanalwechsel vorgenommen wird.
  2. Eine weitere nützliche App ist der "Wi-Fi Speed Test". Diese zeigt Ihnen an, welche Stärken und Schwächen das von Ihnen verwendete WLAN besitzt. Zu diesem Zweck wird unter anderem die Datenrate zwischen Smartphone und Router gemessen. Somit ist es Ihnen an jeder Stelle der Wohnung möglich, das jeweils zur Verfügung stehende WLAN-Tempo zu ermitteln.
  3. Ebenfalls interessant zu wissen ist, welche Kanäle die Drahtlosnetzwerke in Ihrer Umgebung verwenden. Hierbei leistet die App "Inssider" gute Dienste. Hierdurch vermeiden Sie, dass Ihr WLAN dadurch verlangsamt wird, dass es denselben Funkkanal wie ein anderes WLAN nutzt. Gelegentlich werden Netzwerke auch dadurch verlangsamt, dass sie auf benachbarten Funkkanälen senden. Das gilt vor allem für WLANs im Frequenzbereich 2,4 GHz. Hier senden die Netzwerke nämlich gleichzeitig, was sich negativ auf die Signalqualität auswirkt.
  4. Im Bereich 2,4 GHz liegen nur bei den Kanälen 1, 6 und 11 keine Überlappungen vor. Entsprechend muss der Kanal gewählt werden, der von den wenigsten Routern genutzt wird und an den möglichst wenig Kanäle grenzen, von denen gesendet wird. Im Bereich 5 GHz ist die Auswahl mit 19 Kanälen ohne Überlappungen deutlich größer. Zudem bietet der 5-GHz-Bereich Geschwindigkeitsvorteile, weil ein entsprechender Router bis zu vier Kanäle zusammenfassen kann.
  5. Somit ist es in diesem Bereich prinzipiell möglich, vier WLANs ohne Geschwindigkeitsverlust parallel laufen zu lassen. Allerdings sind viele Router nicht mit den Funktionen Dynamic Frequency Selection (DFS) und Transmit Control Power (TCP) ausgestattet. Entsprechend können Sie nur die unteren Kanäle verwenden. Diese Funktionen dienen dazu, höhere Kanäle zu prüfen und gegebenenfalls den Funkkanal zu wechseln. Wählen Sie von den zur Verfügung stehenden Kanälen diejenigen aus, die von den wenigsten Routern genutzt werden. Dass es hierbei zu Störpotenzialen kommt, ist viel unwahrscheinlicher als bei 2,4 GHz.
  6. Um "Wi-Fi Speed Test" optimal nutzen zu können, sollte ein Notebook per LAN-Kabel an den Router angeschlossen werden. Hierfür muss das Windows-Programm der App auf das Notebook geladen werden. Sobald dieses Programm gestartet wird, wartet das Notebook darauf, dass die App eine Verbindung zu ihm herstellt. In der App selbst muss die SSID des WLANs zu finden sein. Wenn dem so ist, muss über "More Options → Transfer Settings → Transferred Data Size: Limitless until stop" eine unbegrenzte Übertragungsdauer ausgewählt werden.
  7. Anschließend muss "TCP Client" ausgewählt, in die "Remote server address" die IP-Adresse des Notebooks eingetragen und die Einstellung "Current Speed" markiert werden. Anschließend wird Ihnen angezeigt, wie die Datenrate steigt oder fällt, je nachdem in welcher Entfernung sie sich zum Router befindet. Hierbei sind zwei Anzeigen zu sehen. "Upload" zeigt an, mit welcher Geschwindigkeit Daten zum Router geschickt werden. "Download" veranschaulicht, welche Daten vom Server an das Smartphone gesendet werden.

Akku-Probleme durch das WLAN

  1. Außer dem GPS verbraucht auf dem Smartphone nichts so viel Akkuladung wie das WLAN. Das liegt unter anderem an den sogenannten Komfortfunktionen. Deswegen sollten einige Maßnahmen ergriffen werden, um den Stromverbrauch zu reduzieren, ohne auf das WLAN zu verzichten.
  2. Hierfür muss zunächst die Funktion "WLAN in Standby aktiv lassen" deaktiviert werden. Das ist über die erweiterten WLAN-Einstellungen möglich. Hierdurch wird die WLAN-Verbindung automatisch getrennt, wenn das Smartphone in den Standbymodus übergeht. Sie haben hier die Wahl zwischen den Funktionen "immer" und "nur wenn angeschlossen". Im zweiten Fall wird die Verbindung zum WLAN nicht getrennt, wenn das Smartphone aufgeladen wird.
  3. Ebenfalls schädlich für den Akku ist die Tatsache, dass immer wieder nach neuen WLANs gesucht wird. Um dies zu verhindern, begeben Sie sich in die erweiterten WLAN-Einstellungen und deaktivieren das Feld "Suche immer erlauben".
  4. Hierdurch ist es Google und einigen anderen Apps untersagt, nach verfügbaren WLANs zu suchen, wenn Sie das nicht ausdrücklich wünschen. Allerdings besteht diese Option seit Android 6 nicht mehr. Hier lässt sich eine Suche nach WLANs nur durch eine vollständige WLAN-Deaktivierung verhindern. Bei Samsung gibt es zudem noch die Option, einen Timer zu aktivieren, der das WLAN zu festgelegten Zeitpunkten aktiviert beziehungsweise deaktiviert.

Signalverstärker als Lösungsoption bei WLAN-Problemen

Gelegentlich sind nicht einmal Diagnosetools in der Lage, die Ursache für ein zu schwaches WLAN-Signal zu ermitteln. In diesem Fall hilft nur noch der Griff zu einer ergänzenden Hardware. Eine Lösung besteht in einem sogenannten WLAN-Access-Point. Dieser erhält ein Internetsignal via Kabel und wandelt dieses in ein WLAN-Netzwerk um. Das ist allerdings nur mit einem LAN-Anschluss möglich. Dieses wird auf klassische Weise konfiguriert. Wer in keinen Access Point investieren möchte, kann auch einen alten Router in einen solchen verwandeln. Dies erfolgt über eine Änderung des Betriebsmodus in der Router-Benutzeroberfläche. Bei einigen Modellen gibt es die Option "Internetzugang über LAN". Bei allen anderen müssen DHCP und alle anderen Funktionen bis auf das WLAN ausgeschaltet werden, sobald der Router mit einem LAN-Anschluss verbunden wurde. Allerdings sollte hierbei bedacht werden, dass alte Router häufig mit einem veralteten Funkstandard arbeiten.

Anstelle eines Access Points kann Powerline zum Einsatz kommen. Die Daten werden dabei mittels Powerline-Stecker über das Stromnetz übertragen. Hierfür muss lediglich ein passender Adapter in eine Wandsteckdose gesteckt werden, der dann einen oder mehrere LAN-Anschlüsse bereitstellt. Einige solcher Geräte können auf Wunsch als WLAN-Access-Point verwendet werden, um so eine Drahtlosübertragung des Internetsignals im gesamten Wohnbereich zu ermöglichen.

Eine weitere Möglichkeit, um die Reichweite des Funksignals zu vergrößern, ist ein sogenannter WLAN-Repeater. Über diesen ist es möglich, Geräte mit dem Internet zu verbinden, bei denen das WLAN-Signal kaum oder gar nicht ankommt. Der beste Ort, um den Repeater aufzustellen, lässt sich in der Regel über LEDs am Repeater-Gehäuse ermitteln. Der Repeater wird ungefähr in der Mitte zwischen Router und Gegenstelle in eine Steckdose gesteckt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Repeater sowohl auf 2,4 als auch auf 5 GHz sendet. Die eine Frequenz nutzt er für eine Verbindung mit dem Router und die andere für eine Verbindung mit der Gegenstelle. Über diese als Crossband-Technik bekannte Methode kann er die Höchstgeschwindigkeit auf beiden Frequenzen nutzen. Hierbei ist aber zu beachten, dass der Repeater lediglich die Reichweite des WLANs, nicht aber dessen Geschwindigkeit erhöht. Folglich ist es auch möglich, dass die WLAN-Geschwindigkeit durch Störnetzwerke in der Umgebung verlangsamt wird.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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