24.04.2012 - 10:37 Uhr

Kim Schmitz kommt vielleicht mit blauem Auge davon

Die neuseeländische Justiz hat den aus Deutschland stammenden
Megaupload-Gründer Kim Schmitz gegen Kaution auf freien Fuß
gesetzt. Als Auflage darf der 38-Jährige nicht ins Internet gehen
und muss in seinem Anwesen in Auckland bleiben. Megaupload soll
sich massiver Internetpiraterie schuldig gemacht haben.
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Die neuseeländische Justiz hat den aus Deutschland stammenden Megaupload-Gründer Kim Schmitz gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Als Auflage darf der 38-Jährige nicht ins Internet gehen und muss in seinem Anwesen in Auckland bleiben. Megaupload soll sich massiver Internetpiraterie schuldig gemacht haben.

© Michael Bradley - AFP

Der Megaupload-Gründer Kim Schmitz könnte Glück haben und nicht an die USA ausgeliefert werden. Dafür sorgen Verfahrensfehler und andere Hürden.

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Wie die Zeitung The New Zealand Herald berichtet, wird es vielleicht keinen Strafprozess in den USA gegen Kim „Dotcom“ Schmitz geben. Das soll der US-Richter Liam O’Grady gesagt haben. Schuld an dem Zweifel sind unter anderem Verfahrensfehler. So soll es beim Einreichen eines Antrages auf Beschlagnahme von Dotcoms Vermögen durch die Behörden Fehler gegeben haben. Aufgrund dieses Fehlers sollen Kim Schmitzs Anwälte derzeit verhandeln, das beschlagnahmte Vermögen zurückzugewinnen.

Ein weiteres Problem der US-Behörden: Kim Schmitz befindet sich derzeit in Neuseeland. Um an ein US-Gericht ausgeliefert zu werden, muss Dotcom jedoch eine Straftat angelastet werden, die mindestens eine fünfjährige Strafe vorsieht. Copyright-Verletzungen werden in Neuseeland aber nur mit maximal vier Jahren Haft bestraft. Die US-Behörden versuchen darum, so die Zeitung weiter, Kim Schmitz als Mitglied einer Gruppierung des organisierten Verbrechens anzuklagen. Damit würden sie auf die erforderlichen fünf Jahre kommen.

Der Fall „Megaupload“ – was bisher geschah:

Im Januar 2012 wurde der Megaupload-Gründer Kim „Dotcom“ Schmitz in seiner Villa in Neuseeland von der Polizei festgenommen. Mit seinem Filehoster Megaupload soll Schmitz Urheberrechtsverletzungen begangen haben, wirft ihm die USA vor. Außerdem habe er Geldwäsche und andere kriminelle Geschäfte betrieben. Erst nach einem zweiten Antrag durfte Schmitz gegen Kaution gehen, weil keine Fluchtgefahr bestehe. Seitdem taucht Schmitz immer wieder in den Medien auf. Etwa weil er 220.000 Dollar monatlich zum Leben brauche. Oder weil er wieder surfen und schwimmen darf. Megaupload gibt es zwar nicht mehr, aber im Netz finden Sie jede Menge kostenloser Alternativen.

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