13.02.2012 - 16:20 Uhr

So entfernen Sie peinliche Informationen aus dem Web

So entfernen Sie peinliche Informationen aus dem Web (c)
iStockphoto.com/Günay Mutlu
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So entfernen Sie peinliche Informationen aus dem Web (c) iStockphoto.com/Günay Mutlu

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Facebook, Twitter, Youtube oder Internet-Foren – einmal nicht aufgepasst und schon steht ein peinlicher Eintrag online, den man unbedingt wieder entfernen möchte. PC-WELT zeigt, wie Sie Ihre Social-Media-Einträge säubern und wieder eine weiße Weste bekommen.

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Einer aktuellen US-Umfrage zufolge bedauern es immer mehr Menschen, peinliche Kommentare oder Bilder bei Facebook, Twitter oder in Online-Foren hinterlassen zu haben. Kein Wunder, denn aus einem Image-Schaden kann schnell ein Karriere-Dämpfer werden - Unternehmen analysieren zunehmend die sozialen Profile Ihrer Bewerber im Netz. Gerade unter beruflichen Aspekten ist es wichtig, dass man eine weiße Weste im Web besitzt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie unerwünschte oder peinliche Einträge wieder entfernen und Ihr Online-Image von seinen Altlasten befreien.

Auf Seiten wie www.socialfail.de oder www.Failbook.com werden die peinlichsten Fauxpas der Nutzer sozialer Netzwerke vor großem Publikum zum Besten geben. Dort finden Sie misslungene Statusnachrichten wie diese: „Kann mich nicht auf die Arbeit konzentrieren, der neue Kollege ist soooo sexy.“ Kommentar darauf: „ Kerstin, lösch das sofort. So findest du nie einen Freund! Ich mache mir Sorgen. Gruß, Mama.“

Der beste Schutz gegen solche Peinlichkeiten besteht darin, derartige Nachricht erst gar nicht zu schreiben. Zu oft wird einem das Ausmaß einer Blamage aber erst bewusst, wenn es zu spät ist. Eine kleine Unachtsamkeit kann so schnell zum großen Problem werden, denn das Internet vergisst nicht - da hilft nur noch löschen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie peinliche Einträge, Videos oder Postings bei Facebook, Twitter, Youtube und Co. wieder los werden.

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Unerwünschte Einträge auf Facebook löschen

Alte Einträge verstecken

Facebook erlaubt es Ihnen, alte Einträge nur noch für Ihre Freunde anzeigen zu lassen. Wenn Sie schon etwas länger dabei sind und sich manchmal reumütig fragen, was Sie zu dem einen oder anderen Kommentar bewogen hat, ist das eine sehr nützliche Funktion. Um die Profil-Beschränkung zu aktivieren, klicken Sie zunächst auf den kleinen Pfeil neben „Startseite“ ganz oben rechts in der Menü-Leiste (siehe Bild). Wählen Sie den Eintrag „ Privatsphäre-Einstellungen“ und hier den Punkt „Sichtbarkeit für ältere Beiträge verwalten“. Im nächsten Fenster müssen bestätigen Sie mit einem Klick auf „alte Beiträge beschränken“. Jetzt haben nur noch Ihre direkten Freunde Zugriff auf Ihre Facebook-Vergangenheit.

Facebook-Fotos entfernen

Peinlich oder nicht, Sie können auf Facebook nur Bilder löschen, die Sie selber hochgeladen haben. Bei anderen Fotos lässt sich lediglich Ihre Verlinkung entfernen - Ihr Profil steht dann nicht mehr in direkter Verbindung mit dem Bild. Dazu klicken Sie auf die Option „Markierung melden/entfernen“, die Sie rechts unter der Bildansicht finden. Sollten Bilder von Dritten Ihr Image ruinieren, müssen Sie Facebook selbst zu Rate ziehen: mit der Melden-Funktion. Dazu klicken Sie einfach auf „Foto melden“, ebenfalls auf der rechten Seite unter der Bildansicht. Geben Sie jetzt noch an, warum das Bild Ihre Privatsphäre verletzt - dabei reicht es schon, wenn Ihnen ein Foto (auf dem Sie selbst zu sehen sind) nicht gefällt. Sie können auch Bilder melden, die Ihre Freunde negativ darstellen. Danach können Sie allerdings nur hoffen, dass Facebook Ihre Argumentation nachvollzieht und die betroffenen Fotos entfernt.

Youtube-Videos entfernen

Jede Minute werden bei YouTube 60 Stunden Filmmaterial hochgeladen. Das macht es unmöglich, alle Video-Schnipsel auf Angemessenheit hin zu prüfen. Wenn Sie ein Video entfernen möchten, dass Sie nicht selber hochgeladen haben, geht das nur über die Melden-Funktion. Achtung: Um das Feature nutzen zu können, benötigen Sie zunächst einen YouTube-Account und müssen eingeloggt sein. Klicken Sie dann unter dem Video auf das Flaggen-Symbol (siehe Bild). Ein Fenster öffnet sich in dem Sie den Grund für Ihr Missfallen angeben müssen. Es reicht wenn Sie angeben, dass ein Video Ihre Privatsphäre verletzt. Anschließend heißt es abwarten wie YouTube auf Ihre Beschwerde reagiert. Sollten Sie auf diesem Wege nicht zu Ihrem Recht kommen, müssen Sie direkt mit der Kundenbetreuung in Verbindung treten. Die Kontaktdetails finden Sie hier.

Leider bietet Twitter keine Möglichkeit, mehrere alte Tweets auf einmal zu löschen. Sollten Sie eine überschaubare Twitter-Vergangenheit haben, können Sie Ihre Nachrichten manuell und einzeln löschen. Wenn Sie aber schon länger dabei sind und fleißig gezwitschert haben, kommen Sie mit dieser Methode nur sehr beschwerlich ans Ziel. Einfacher ist das mit dem kostenlosen Service von TwitWipe. Der Dienst ist zwar auf Englisch, damit können Sie aber alle Ihre Nachrichten im Handumdrehen beseitigen. Dazu melden Sie sich lediglich mit Ihrem Twitter-Account auf der Homepage von Twitwipe an und klicken dort auf „Start Wiping“. Doch aufgepasst: Gelöschte Tweets können Sie nicht wiederherstellen, das gilt auch für persönliche Nachrichten, die Sie entfernen - diese verschwinden auch aus dem Posteingang Ihrer Kontakte.

Einträge aus dem Google-Suche-Cache löschen

Wenn Sie über ein Google-Konto verfügen, werden automatisch alle Ihre Suchanfragen sowie jede besuchte Seite in Googles Webprotokoll abgespeichert. Mit der Zeit entsteht so ein sehr genaues Profil Ihrer Internet-Aktivitäten. Mit nur wenigen Klicks können Sie dieses Protokoll löschen und dauerhaft deaktivieren. Melden Sie sich dafür bei Ihrem Google-Konto an und besuchen Sie www.google.com/history. Klicken Sie hier auf „Gesamtes Webprotokoll löschen“ um alle Einträge aus dem Register zu entfernen. Mit einem Klick auf „Pausieren“ deaktivieren Sie das Protokoll dauerhaft. Besuchte Seiten und Sucheinträge werden dann nicht mehr in Verbindung mit Ihrem Profil abgespeichert.

Spuren verwischen in Online-Foren

Die schlechte Nachricht gleich vorneweg: Wenn Sie in einem Online-Forum peinliche Kommentare entfernen möchten, dann haben Sie nicht die besten Karten. In den meisten Foren gibt es die Funktion zum Löschen nämlich gar nicht. Jedes seriöse Forum bietet Ihnen aber die Möglichkeit, mit den Moderatoren in Verbindung zu treten: Erklären Sie diesen ruhig und gelassen, warum Sie einen Eintrag gerne wieder entfernen möchten. In der Regel haben Moderatoren ein offenes Ohr für Ihre Belange und lassen mit sich reden.

Ihre größten digitalen Fingerabdrücke auf den wichtigsten Seiten im Internet haben Sie nun entfernt, bleibt nur noch ihr eigener Computer. Es gibt diverse Verlaufs-Ordner in denen jede Menge Daten über Ihre Bewegungen im Netz abgespeichert werden. Diese per Hand zu löschen ist aufwendig und umständlich - der praktische CCleaner schafft hier bequeme Abhilfe. Verlaufs-Ordner und Cookies löscht das Tool im Handumdrehen.

Quelle: www.pcwelt.de
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