Bericht: Industriespionage anderer Staaten kostet deutsche Wirtschaft Milliarden

Die Industriespionage durch Geheimdienste anderer Staaten
verursacht bei deutschen Unternehmen jährlich einen Schaden in
zweistelliger Milliardenhöhe. Das geht aus einer Studie des
Beratungsunternehmens Corporate Trust hervor. 
Bild 1 von 1

Die Industriespionage durch Geheimdienste anderer Staaten verursacht bei deutschen Unternehmen jährlich einen Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Corporate Trust hervor. 

 © NSA/AFP
Sun Feb 19 11:18:25 CET 2017 - Sun Feb 19 11:18:25 CET 2017 Uhr

Die Industriespionage durch Geheimdienste anderer Staaten verursacht bei deutschen Unternehmen jährlich einen Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Corporate Trust hervor, wie die "Welt am Sonntag" berichtete. Die Firma, die ihre Kunden in Fragen der Netzwerksicherheit berät, analysierte dem Bericht zufolge die von dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente.

Der Studie zufolge ist die deutsche Wirtschaft nicht ausreichend gegen Spionage geschützt. In der Vergangenheit seien "fast alle deutschen Großkonzerne von solchen Angriffen schon betroffen" gewesen, zitierte die Zeitung Florian Oelmaier von Corporate Trust. Auch das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum gehöre dazu. Zudem sei davon auszugehen, dass jede Firma im Bereich alternativer Antriebe schon Opfer der NSA-Angriffe wurde.

"Teile der deutschen Wirtschaft sind explizit Aufklärungsziel von NSA und Co.", sagte Oelmaier. Er habe in den NSA-Unterlagen Belege dafür gefunden, dass geheimdienstlich gewonnene Firmengeheimnisse etwa an US-Handelskammern überreicht oder US-Lobbyisten über die neuesten Technologien und Strategien eines deutschen Konkurrenten unterrichtet worden seien.

Auch Konstantin von Notz, Obmann der Grünen im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages, ist überzeugt, dass Geheimdienste deutsche Firmen ausforschen. "Unternehmen wie Volkswagen wissen inzwischen ganz genau, was es bedeutet, wenn jede Mail und jeder Anruf abgehört werden kann", sagte von Notz der Zeitung. "Wir brauchen im Bereich IT-Sicherheit und Infrastruktur zwingend mehr und besseres Personal."

Quelle: 2017 AFP
Top-Artikel
"Die Klobürste bitte nicht für die Körperhygiene benutzen": Wir haben für Sie die skurrilsten Warnhinweise gesammelt! mehr
Jetzt die neuesten Schnäppchen sichern: Wir stellen Ihnen die besten Angebote ab Montag, den 27. März 2017 vor.mehr
Schreibkräfte, Versicherungsvertreter und sogar Programmierer: Diese Berufe sollten Sie vielleicht besser nicht ergreifen!mehr
Anzeige
Börse
DAX
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Top-Artikel
Jetzt die neuesten Schnäppchen sichern: Wir stellen Ihnen die besten Angebote ab Montag, den 27. März 2017 vor.mehr
"Ich bin doch nicht blöd" oder "Bin ich schon drin?": Spielen Sie unser Quiz und erraten Sie, welcher Slogan zu welcher Marke gehört! mehr
Eine wichtige Zusatz-Qualifikation: Lernen Sie schnell und einfach das Zehn-Finger-Tippsystem!mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige