Öffentliche Haushalte sparen Milliarden durch EZB-Zinspolitik

Die Finanztransaktionssteuer ist seit Jahren in der EU
umstritten.
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Die Finanztransaktionssteuer ist seit Jahren in der EU umstritten.

 © Jens Büttner - dpa/AFP
31.01.2016 - 14:39 Uhr

Die öffentlichen Haushalte in Deutschland sparen aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Milliardensummen: Im vergangenen Jahr mussten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen 43 Milliarden Euro weniger für Zinszahlungen ausgeben verglichen mit dem Zinsniveau vor Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Berechnungen der Deutschen Bundesbank berichtete.

Insgesamt sparten die öffentlichem Haushalte demnach seit 2008 rund 193 Milliarden Euro an Zinsausgaben. Die Einsparungen sind so groß, weil die EZB im Zuge der Finanz- und Staatsschuldenkrise ihre Leitzinsen fast auf null gesenkt hat. Außerdem gelten deutsche Staatsanleihen als sichere Geldanlage: Während der deutsche Staat 2007 noch über vier Prozent Zinsen zahlen musste, kann er sich nun nahezu zum Nulltarif verschulden.

Der Bund erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss von 12,1 Milliarden Euro. "Notenbankpräsident Mario Draghi hat mit seiner Niedrigzinspolitik deutlich mehr für den ausgeglichenen Haushalt geleistet als Schäuble selbst", kritisierte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler.

Quelle: 2016 AFP
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