Behandlung des Sommerekzems: Interview mit Tierärztin Lisa Butterweck

Sommer - Sonne - Weidezeit - Nicht für jedes Pferd ein Segen
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Sommer - Sonne - Weidezeit - Nicht für jedes Pferd ein Segen

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Fri Jul 01 12:30:56 CEST 2016 - Fri Jul 01 12:30:56 CEST 2016 Uhr

Der Sommer ist endlich da, doch nicht für jedes Pferd ist die Weidezeit ein Segen. Die Mückensaison hat begonnen und mit ihr die Gefahr des drohenden Sommerekzems.

Wenn die warmen, lauen Sommerabende zu einem wohlverdienten Ausritt in die Natur einladen, wird so mancher Reiter von seinem ungewohnt nervösen Pferd überrascht. Nicht selten endet der Ausritt vorschnell und von Erholung kann für beide Seiten keine Rede mehr sein. Die Mückensaison hat begonnen und mit ihr die Gefahr des drohenden Sommerekzems.

LISTE Symptome Sommerekzem

Hautausschlag (Pusteln)

Starker Juckreiz, Unruhe und ständiges Scheuern

Haarlose Scheuerstellen

Hautverdickung

Verkrustungen und Schuppenbildung

Nässende Wunden

Sekundärinfektionen

Wie es der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Hauterkrankung des Pferdes, die im Frühling und Sommer zum Vorschein kommt. Im Winter gehen die Krankheitssymptome in der Regel vollständig zurück. Ausgelöst wird die überschießende Immunreaktion durch Insektenstiche, vornehmlich der Culicoides Mücken, welche beim Stechen bestimmte Eiweiße übertragen. Hierbei ist der Speichel der weiblichen Insekten für die Sensibilisierung verantwortlich. Pferde, die an einem Sommerekzem erkranken, reagieren somit allergisch auf die Insektenstiche und es kommt zu den charakteristischen Symptomen der Haut.

Viele unserer Leser haben berichtet, dass ihre Pferde unter dem Sommerekzem leiden. Frau Dr. Butterweck, woran kann ich als Pferdebesitzer erkennen, dass mein Pferd vom Sommerekzem betroffen ist? Was sind die Hauptsymptome?

Das Hauptsymptom ist sicherlich der Juckreiz, welcher sich vornehmlich an Mähnenkamm, Schweifrübe und Bauchnaht bemerkbar macht. Zusätzlich sind Schopf und teilweise die Ohren des Pferdes betroffen. Aufgrund des starken Juckreizes scheuern sich die Pferde unentwegt. Schuppenbildung, Haarausfall und blutige Stellen können die Folge sein. In chronischen Fällen verdickt sich die Haut an der Mähne so sehr, dass sie richtige Falten wirft. Die Diagnose wird meist aufgrund des klinischen Bildes gestellt, kann aber durch einen Allergietest bestätigt werden.

Ernährungsspezialisten weisen immer wieder auf die richtige Ernährung für Ekzemer hin. Eine bedarfsgerechte Fütterung wird empfohlen. Diese beinhaltet ggf. eine Beschränkung der Weidezeit, angepasste Mengen in Bezug auf Bewegung des Tieres und eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen,- Mineralien, -und Spurenelementen. Das wichtigste Organ für ein intaktes Immunsystem ist der Darm. Da die Fütterung hier sozusagen direkt einwirken kann, ist eine Kontrolle und eine mögliche Futterumstellung zumindest ein weiterer Punkt in der ganzheitlichen Betrachtung bei der Behandlung des Sommerekzems und sollte zusätzlich zur symptomatischen Behandlung in Betracht gezogen werden.

Frau Dr. Butterweck: Viele besorgte Pferdebesitzer möchten alles tun, um ihrem Pferd so schnell wie nur möglich zu helfen. Sie möchten alle Erkenntnisse, die zu einem Erfolg beitragen, berücksichtigen. Aber jetzt aus lauter Verzweiflung alles in das Immunsystem reinzubuttern was geht, ist keine gute Idee, da es sich ja in diesem Fall schon um eine überschießende Immunreaktion handelt, oder?

Das ist richtig. Da es sich im Falle des Sommerekzems um eine allergische Reaktion handelt, macht es keinen Sinn, dem Pferd viele unterschiedliche Zusatzfuttermittel zu verabreichen. Eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement Zink ist für das Immunsystem allerdings sehr wichtig. Diesbezüglich ist eine Blutuntersuchung auch sinnvoll. Die Aufgabe des Darms in diesem Zusammenhang ist die Aufnahme des Zinks durch das Darmepithel.

Wie kann man den Stoffwechsel unserer Pferde unterstützen? Gibt es so etwas wie die vielumschriebenen Probiotika auch für den Darm unserer Pferde?

Ja es gibt Probiotika für Pferde, z.B. die Hefe Saccharomyces cerevisiae. Durch dessen Sauerstoffverbrauch schafft sie ein ungünstiges Milieu für aerobe Bakterien. Die anaerobe Flora wird gefördert und diese erhöht die Nährstoffverdaulichkeit (v.a. Rohfaser).

Wie werden Pferde mit einem Sommerekzem behandelt? Welches ist die beste Therapie?

Die eine Therapieform gibt es leider nicht, da die Pferde ganz unterschiedlich auf die Behandlungen ansprechen. Das Pferd als Individuum, was bei dem einen Pferd ganz wunderbar hilft, schlägt bei dem anderen leider gar nicht an. Es handelt sich um eine Allergie des Tieres, die leider nicht geheilt werden kann. Infolgedessen werden vornehmlich die Symptome behandelt. Die Therapie umfasst ein weites Spektrum. Es gibt zwei wichtige Ziele:

1. Den Kontakt mit den Insekten verhindern

Besitzer können sehr viel tun, um ihren Pferden Linderung zu verschaffen. Es gibt viele Maßnahmen, um die Auslöser des Unheils fernzuhalten, wie z.B. das Aufstallen der Pferde während der Morgen- und Abenddämmerung, also in Zeiten hoher Ansammlungen von Mückenschwärmen. Glücklicherweise halten sich die Mücken vom dunklen Stall fern. In schweren Fällen wäre auch eine Standortverlegung eine Möglichkeit. Zusätzlich kommen Insektenabwehrsprays (Repellentien) häufig zum Einsatz. Auch die sogenannten Ekzemerdecken und Kopfmasken verhindern ebenso den Kontakt zum Pferd, die Mücke kann also gar nicht erst stechen. Doch nicht jedes Tier lässt eine Rundumverpackung in der heißen Mittagssonne zu. Manchmal reißen die Decken auch, besonders in Gruppenhaltungen, und es ist ein teures Unterfangen. Zudem hängt der Erfolg stark von der Dauer der Erkrankung ab. So kann es sein, dass sich ein Pferd trotz Fliegendecke stark scheuert und aufkratzt. Normalerweise verschlimmert sich die Symptomatik im Laufe der Jahre.

Die Pflege ist ebenso ein wichtiger Aspekt in der Behandlung des Sommerekzems. Es gilt hierbei, offene, aufgescheuerte Stellen zu desinfizieren und diese Areale vor möglichen entzündlichen Reaktionen zu schützen. Außerdem soll die chronisch verdickte Haut geschmeidig gehalten werden. Sobald die Mückensaison begonnen hat und die Symptome des Sommerekzems auftreten, empfiehlt sich die Anwendung eines Produktes wie z.B. noJuck noSchupp 2-Phasen-Pflegekomplex. Die geschädigte Haut wird gepflegt, die Hautregeneration angeregt und der Juckreiz gelindert.

Bereits einige Wochen nach Veröffentlichung von noJuck noSchupp 2-Phasen-Pflegekomplex sind die ersten Erfahrungswerte eingegangen. VTG Tiergesundheit freut sich über die zahlreichen positiven Berichte, die durchweg überzeugen. So schreibt beispielsweise Sylvia: "Habe schon die zweite Flasche bestellt. Das Pflegeprodukt ist klasse! Mein Pferd scheuert sich fast überhaupt nicht mehr. Es ist gut verträglich und das Fell wächst auch wieder nach. Ich kann das Produkt nur empfehlen!"

2. Die Linderung der klinischen Symptomatik

Bewährt hat sich auf jeden Fall die Kombination mehrerer Maßnahmen. Zur Akuttherapie kommt häufig die klassische schulmedizinische Kortisontherapie zum Einsatz. Auch müssen sogenannte Sekundärinfektionen tierärztlich behandelt werden. Doch auch das ist nicht für jedes Pferd gleichermaßen geeignet. Besonders Besitzer rehekranker Pferde greifen lieber auf mildere Produkte zurück. Pflegeprodukte, wie noJuck noSchupp vereinen gleich mehrere wertvolle Aufgaben im Kampf gegen die Hautentzündungen. Sie können einzeln oder neben der systemischen Kortisontherapie angewendet werden. In erster Linie wird der Juckreiz gelindert, so dass sich auch die betroffenen, empfindlichen Hautbezirke erholen können und weiteren Infektionen grundlegend vorgebeugt werden kann. Des Weiteren lassen sich aufgrund der mineralischen Spezialöle Verkrustungen und Schuppen leichter ablösen, die Haut kann sich regenerieren. Der Geruch ist angenehm zitronig und Pferdehalter berichten, dass sich die Mücken erst einmal fernhalten. Die einzige kausale Behandlungsmöglichkeit des Sommerekzems ist die Hyposensibilisierung. Es wird die Ursache, also die Überreaktion des Immunsystems therapiert.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Pferden alles Gute! Wir hoffen, dass diese Informationen hilfreich waren und Sie gemeinsam mit Ihren Pferden ein paar Sonnenstrahlen genießen können!

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgenden Links:

Sommerekzem beim Pferd-Krankheitsbild erkennen

Das Sommerekzem beim Pferd behandeln

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Quelle: spot on news
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