15.04.2013 - 12:00 Uhr

Sex-Signale der Frauen

Was denken Sie, was sie möchte?
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Was denken Sie, was sie möchte?

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Sie verstehen die Frauen nicht? Kennen wir! Deshalb haben wir die drängendsten Fragen zusammengetragen und unseren Expertinnen vorgelegt. Hier die neun Antworten der Fachfrauen.

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Männer wollen Sex, Frauen auch. Das sind doch wunderbare Voraussetzungen! Warum dann all diese Irritationen? Nun ja, Männer und Frauen ticken leider nicht ganz im Einklang. Während Sie, liebe Leser, die Frauenwelt als Buch mit sieben Siegeln betrachten, fragen wir Frauen uns, warum Kerle alles so kompliziert machen müssen – obwohl sie angeblich so einfach gestrickt sind. Bevor ich jetzt gleich alle Ihre Fragen beantworte, das Wichtigste vorweg: Ohne Gefühl geht es nicht. Keine Angst, ich spreche hier nicht von Liebe. Auch Frauen wissen, dass sie keine Voraussetzung für Sex ist. Aber keine wird mit Ihnen ins Bett hüpfen, wenn Sie ihr nicht zumindest ein paar nette Worte ins Ohr säuseln. Haben Sie das verstanden? Dann mögen Ihre Fragen beantwortet werden. Bitte schön!
1. Wie spricht man eine Frau an?
Mit einem "Hallo!" liegen Sie in jedem Fall richtig. Das kriegen Sie hin, oder? Schließlich haben Sie dieses Wörtchen schon billionenmal gesagt. Und vergessen Sie dabei nicht zu lächeln – das bricht das Eis. Wie Sie danach weiter verfahren, ist natürlich situationsabhängig. Auf der Straße können Sie nach dem nächsten Café fragen, im Café nach dem Weg ins Museum, im Museum nach dem Ausgang. Meine Freundin Anna wurde letztens bei H&M angesprochen: "Entschuldigen Sie, ich brauche eine zweite Meinung. Welche Farbe gefällt Ihnen besser?" Darauf hatte Anna keine Antwort, aber sie wusste, dass ihr der Mann gefiel. Auf Partys können Sie auch einen Spruch wie "Na, heute Nacht noch was vor?" loslassen und es später auf den Alkohol schieben. Aber Vorsicht: Wenn das Gespräch mal am Laufen ist, texten Sie die Frau nicht vor Begeisterung zu. Beenden Sie das erste Gespräch nach spätestens zehn Minuten. Sagen Sie so etwas wie: "Entschuldigung, ich muss leider los. Ich fand unser Gespräch sehr nett, vielleicht können wir es fortsetzen?"
2. Wohin nach dem Date?
Der Klassiker unter den Date-Fragen: zu mir oder zu dir? Ist Ihre Wohnung aufgeräumt? Ist Ihr Bett frisch bezogen? Haben Sie das Bad geputzt? Kann sie den Spiegelschrank öffnen, ohne auf eine zweite Zahnbürste zu stoßen? Liegen Kondome unter dem Bett bereit? Können Sie einen Kaffee anbieten? Alles mit ja beantwortet? Wunderbar, dann rufen Sie ein Taxi! Der große Vorteil der eigenen Wohnung: Sie verleiht Ihnen das Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit. Sie wissen, welche Musik Sie auflegen müssen und welchen Drink Sie ihr mixen können. Der kleine Nachteil: Sie können nicht einfach abhauen, wenn es nicht so läuft wie gewünscht. Und rauswerfen geht auch nicht, denn Frauen verlassen das Haus nur ungern während der Nacht. Dann also doch lieber zu ihr? Warum nicht? Wenn Sie neugierig genug sind, wenn Sie davon ausgehen, dass auch ihr Laken frühlingsfrisch duftet, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Außerdem können Sie dann das Weite suchen, wenn es Ihnen passt. Und ein Zettelchen mit freundlichen Worten hinterlassen – oder auch nicht. Aber streichen Sie in dem Fall auch gleich die Telefonnummer der Frau aus Ihrem Adressbüchlein.
3. Sex gleich bei der ersten Verabredung – ja oder nein?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Ob es dazu kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Moralische Bedenken, Schüchternheit oder ein leichter Hang zur Romantik Ihrerseits sind das eine. Niemand zwingt Sie, die erste Nacht gemeinsam zu verbringen. Es hat einiges für sich, einander erst einmal näher kennenzulernen. Moralische Bedenken, Schüchternheit oder ein ausgeprägter Hang zur Romantik seitens der Frau sind das andere. Es nützt nichts, wenn Sie bereit sind, sie es aber nicht ist. Fallen Sie also bloß nicht mit der Tür ins Haus, dann ist die Frau schneller weg, als Sie gucken können. "Wieder einer, der nur das Eine wollte", wird sie denken. Also, nur Geduld! Wenn der kleine Funke überspringt, positive Signale ausgesandt und auch empfangen werden, steht einer gemeinsamen Nacht nichts im Wege. Ihr generelles Motto sollte lauten: Alles kann, nichts muss.
4. Woran merkt man, dass die Frau geküsst werden will?
Die meisten Frauen küssen für ihr Leben gern. Natürlich nicht jeden. Aber wenn sich eine Frau schon auf ein Date mit Ihnen eingelassen hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie gegen einen Kuss nichts einzuwenden hat. Im Gegenteil, jede Frau, die bei ihrer ersten Verabredung nicht geküsst worden ist, kommt in ernsthafte Erklärungsnot ihren Freundinnen gegenüber. Anna fragt dann immer: "Was ist das für eine Lusche?" Heimlich fragt sich die Frau dann das Gleiche und hat keine Lust, noch mal mit Ihnen auszugehen. Ziel des ersten Abends sollte ein gelungener Abschiedskuss sein. Das kriegen Sie hin. Vorteil: Sie können sich auf den Abend und die Frau konzentrieren, ohne Gedanken an den richtigen Zeitpunkt zu verschwenden. Die Herausforderung besteht darin, beim Abschied den richtigen Moment abzupassen. Am besten bringen Sie die Dame bis vor die Haustür. Dort stellen Sie sich ihr gegenüber, tasten sich mit Blicken vor, nähern sich ihr, berühren vorsichtig ihre Lippen – aber nur kurz, zum Test. Verharren Sie einen Moment. Nun noch mal, etwas bestimmter.
Empfangen Sie beim besten Willen keine Signale, die "Küss mich!" sagen, bleiben zwei Möglichkeiten. Zum einen die Gentleman-Variante: Fragen Sie schlicht und ergreifend "Darf ich dich küssen?" Das sieht nach alter Schule aus, macht richtig Eindruck. Oder Sie wählen die Draufgänger-Methode: Nehmen Sie das Zepter in die Hand beziehungsweise die Frau in den Arm. Nun sanft, aber bestimmt küssen, direkt auf den Mund. Das trägt Ihnen womöglich eine Ohrfeige ein – oder aber lebenslangen Respekt. Für Anna jedenfalls ist dies der romantischste aller ersten Küsse.
5. Woran merkt man, dass die Frau Sex will?
Es stimmt. Frauen halten selten Schilder hoch, auf denen steht: "Achtung, ich will jetzt Sex!" Schön, wenn es so einfach wäre. Bei einem Mann weist eine Beule in der Hose ziemlich eindeutig darauf hin, dass er Lust hat. Das ist praktisch. Bei den Frauen sind die körperlichen Merkmale lustvoller Erregung weniger auffällig. Puls und Blutdruck steigen, Klitoris und Schamlippen schwellen an, die Frau wird feucht. Aber welcher Mann sieht das schon? Harte Brustwarzen sind auch nicht aussagekräftig. Das kann aus diversen Gründen geschehen, oft merken wir es nicht mal.
Trotzdem: Wenn eine Frau zum Sex bereit ist, werden Sie es merken, machen Sie sich darüber keine Sorgen. Sie wird sich an Sie schmiegen, wird ein langes "Hmm" oder leise, kehlige Laute ausstoßen. Sie wird sich vielleicht spielerisch winden, Sie dann aber nach kurzer Zeit Richtung Schlafzimmer zerren.
6. Wie lange sollte das Vorspiel dauern?
"Das Vorspiel wird total überbewertet", ist die Überzeugung meiner Freundin Anna. Stundenlanges Herumfummeln, ehe es zur Sache geht, ist nicht ihr Ding. Dabei heißt es doch immer, dass sich der Mann dem Frauenkörper erst ausreichend widmen muss, bis sie bereit für ihn ist. Aber Anna sagt: "Er soll bloß nicht an mir rumwerkeln wie an seiner Playstation." Trotzdem denke ich, nein, ich weiß, dass Anna eine Ausnahme ist. Ein Mann ist in der Regel ziemlich schnell erregt und kann direkt zur Tat schreiten, die Frau ist darüber eher nicht so beglückt. Ganz ohne Anbahnung läuft es bei uns nicht. Die meisten müssen erst einmal in Fahrt kommen, und das dauert erwiesenermaßen länger als beim männlichen Geschlecht. Streicheleinheiten und Küsse sind eine gute Einstimmung, ebenso ein paar liebevolle Worte und Blicke. Aber natürlich hängt es ganz von der Partnerin ab, wie lange die Aufwärmphase letztlich dauern soll. Eine Regel gibt es nicht. Manche sagen zehn Minuten, manche 20. Einer internationalen Umfrage zufolge dauert das Vorspiel in deutschen Betten immerhin 19,59 Minuten. Damit liegen wir deutlich über dem globalen Durchschnitt von 15,78 Minuten.
Im Übrigen gefällt mir das Wort Vorspiel nicht besonders, suggeriert es doch, dass es eine strikte Trennung zwischen den einzelnen Aktionen beim Sex gibt. Vorspiel, Hauptteil, Schluss. Was genau ist denn der Schluss? Ihr Orgasmus, sein Orgasmus, die Zigarette danach oder das Frühstück? Sehen Sie Sex eher als All-inclusive-Paket. Alles ist drin, wie viel Sie jeweils vom einen oder anderen wählen, dürfen Sie jedes Mal neu entscheiden.
7. Welche sind die erogenen Zonen der Frau?
Schön, dass Sie fragen. Ich nehme an, auf die Brüste wären Sie von selbst gekommen? Aber der weibliche Körper bietet weit mehr. Dazu gehören Mund, Augenbrauen, die Achselhöhlen, der Damm und der Anus. Weitere mögliche erogene Zonen sind die Außenseiten des Halses, quasi unter den Ohren, die Füße und Fußsohlen, die Innenseiten der Arme und Oberschenkel, der Rücken und die Lenden, außerdem Bauch und Po. "Viel bleibt nun nicht mehr", werden Sie sagen – stimmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Berührung dieser erogenen Zonen die Lust einer Frau steigert, ist relativ hoch. Frauen lieben es, gestreichelt zu werden. Sie schätzen es sehr, wenn Sie sich Mühe geben und sie verwöhnen. Wichtig ist, dass alles, was Sie tun, zärtlich beginnt. Streicheln Sie ihr Gesicht, ihre Haare. Ihre Partnerin möchte das Gefühl haben, mit Ihnen verbunden zu sein. Achtung: Viele Menschen massieren den anderen so, wie sie selbst es gerne hätten! Sie werden die Berührungen Ihrer Partnerin manchmal als zu zaghaft empfinden – Ihrer Liebsten sind Ihre Griffe vielleicht zu hart. Beachten Sie ihre Reaktionen. Oder fragen Sie nach. Ein leises "Schööön" kann nur heißen: weiter!
8. In welcher Stellung kommt sie am besten zum Orgasmus?
Worauf die jeweilige Frau mit einem Orgasmus reagiert, ist sehr unterschiedlich. Unser Allerheiligstes ist nicht überall gleich empfindlich, daher spielt die Stellung eine große Rolle. Aber die eine Orgasmus-Position gibt es nicht. Jede Frau hat andere Vorlieben. Neben Ihrem Einfühlungsvermögen spielen auch die Tiefe und die Geschwindigkeit sowie der Einfallswinkel eine Rolle. Am ehesten kann Ihnen Ihre Partnerin sagen, wie es ihr am besten gefällt. Vermutlich wird nicht nur eine einzige Stellung sie zum Höhepunkt bringen. Am beliebtesten sind Missionars- und Reiterstellung sowie Doggy-Style.
Jede dieser Positionen hat Vor- und Nachteile. Bei der Missionarsstellung schauen sich Mann und Frau optimalerweise an, sind sich sehr nah, das ist uns Frauen wichtig. Den berühmten G-Punkt treffen Sie so jedoch nicht. Bei der Reiterstellung hockt oder liegt die Frau auf dem Mann, entweder wendet sie ihm das Gesicht zu oder den Rücken, beides geht. Sie ist dort oben recht flexibel, kann ihre Hüften und den Oberkörper frei bewegen und hat die Kontrolle über das Geschehen. Der Mann kann dabei tief eindringen, was allerdings nicht von allen als angenehm empfunden wird. Beim Doggy-Style, auch a Tergo genannt, kniet sie auf allen vieren, und der Mann kommt von hinten. Er dringt tief in sie ein – die Position empfiehlt sich für nicht so gut bestückte Herren. Sollte der G-Punkt existieren – und darüber streiten sich die Fachleute und die Frauen noch –, dann finden Sie ihn auf diese Art und Weise. Schön ist auch die Löffelchen-Position, da Sie die Frau von hinten umarmen und sie sich so sehr geborgen fühlt. Einfach mal ausprobieren!
9. Wie erkennt man einen vorgetäuschten Orgasmus?
Sie? Gar nicht. Zumindest nicht, wenn eine Frau sich Mühe gibt. Eine Studie der Berliner Charité hat gezeigt, dass 90 Prozent der Frauen ihrem Partner schon einmal einen Orgasmus vorgetäuscht haben. Und zwar dem Mann zuliebe. Ein Großteil der Studienteilnehmerinnen wollte damit ihren Partner bestätigen, ein Viertel nutzte das Schauspiel, um den männlichen Orgasmus zu beschleunigen. Einige Frauen waren der Meinung, es ihrem Partner schuldig zu sein, oder trauten sich nicht, dem Mann zu sagen, dass sie keinen Orgasmus hatten. "Männer messen dem weiblichen Orgasmus einen höheren Stellenwert bei, als die Frauen selbst es tun. Das führt dazu, dass Frauen sich unter Druck gesetzt fühlen", sagt Diplom-Psychologin Anja Lehmann, die an der Studie mitgearbeitet hat. Anna sagt das übrigens auch. Ein Großteil von Ihnen, liebe Leser, glaubt offensichtlich, dass Ihre Liebste nur Spaß hat, wenn sie auch zum Orgasmus kommt. Aber das ist ein Irrtum! Eine Frau muss nicht unbedingt Halleluja schreien, um den Sex toll zu finden. Ich wünschte mir in dieser Hinsicht mehr Lockerheit – auf beiden Seiten. Niemand muss im Bett Höchstleistungen vollbringen. Sex ist kein Wettstreit, bei dem jeder die Ziellinie überquert haben muss. Denn der Weg ist das Ziel. Noch Fragen, meine Herren?

Quelle: 2013 Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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