Fünftes U-Boot aus Deutschland nach Israel aufgebrochen

Das fünfte in Deutschland für Israel gebaute und aus dem
Bundeshaushalt mitfinanzierte Unterseeboot ist in See gestochen.
Die "Rahav" wurde von der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems
gebaut.
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Das fünfte in Deutschland für Israel gebaute und aus dem Bundeshaushalt mitfinanzierte Unterseeboot ist in See gestochen. Die "Rahav" wurde von der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems gebaut.

 © Matthias Hoenig - dpa/AFP
Thu Dec 17 12:45:33 CET 2015 - Thu Dec 17 12:45:33 CET 2015 Uhr

Das fünfte in Deutschland für Israel gebaute und aus dem Bundeshaushalt mitfinanzierte Unterseeboot ist in See gestochen. Die "Rahav" werde die 3000 Seemeilen binnen weniger Wochen zurücklegen und im Januar in ihrem künftigen Heimathafen Haifa erwartet, teilte ein Führungsoffizier der israelischen Marine bei einer telefonischen Pressekonferenz mit.

Wie seine vier Vorgänger gehört die auf den Namen eines biblischen Seeungeheuers getaufte "Rahav" der Dolphin-Klasse an und wurde von der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems gebaut. Ein Drittel der auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzten Baukosten finanzierte die Bundesregierung als Militärhilfe für Israel. Die 50-köpfige Besatzung trainierte vor der Überfahrt in Nord- und Ostsee.

Das neue Boot und sein vor 15 Monaten eingetroffenes Schwesterschiff "Tanin" (Krokodil) verfügen über ein von Außenluft unabhängiges Antriebssystem. Diese hochmoderne Technologie verleiht dem Wasserfahrzeug eine größere Reichweite. "Das bringt uns ein weiteres hochmodernes Einsatzmittel, um die See zu beherrschen und Israel gegen zahllose Bedrohungen zu verteidigen", sagte der Marineoffizier.

Nach Angaben israelischer Militärexperten könnte das Boot für Gegenangriffe eingesetzt werden, sollte Israel beispielsweise vom Iran mit nicht-konventionellen Waffen angegriffen werden. Die Unterseeboote der Dolphin-Klasse können von Israel mit Nuklearwaffen nachgerüstet werden, weshalb ihre Lieferung in die Krisenregion Nahost in Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt. Israel bestätigte zwar den Besitz von Atomwaffen offiziell nie, verfügt nach einer kürzlich veröffentlichten Expertenschätzung aber über 115 atomare Sprengköpfe.

Für den Schutz der israelischen Gasförderanlagen im Mittelmeer, die gegenwärtig als besonders bedroht gelten, bestellte Israel im Mai zudem bei derselben Kieler Werft vier Korvetten. Diese sollen binnen fünf Jahren geliefert werden. Das Auftragsvolumen liegt laut israelischen Medien bei 430 Millionen Euro. Deutschland trägt nach Angaben Israels auch hier etwa ein Drittel der Kosten.

Quelle: 2015 AFP
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