Grüne nennen Ministerin Schröder "Totalausfall"

Eisiger Wind für Familienministerin Schröder: Zahlreiche
Grünen-Politikerinnen fordern von Kanzlerin Merkel die Absetzung
der umstrittenen Ministerin. Schröder sei ein "Totalausfall",
beklagen die Politikerinnen in einem Dringlichkeitsantrag.
(Archivbild)
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Eisiger Wind für Familienministerin Schröder: Zahlreiche Grünen-Politikerinnen fordern von Kanzlerin Merkel die Absetzung der umstrittenen Ministerin. Schröder sei ein "Totalausfall", beklagen die Politikerinnen in einem Dringlichkeitsantrag. (Archivbild)

 © John Macdougall - AFP
Sun Apr 22 14:23:34 CEST 2012 - Sun Apr 22 14:23:34 CEST 2012 Uhr

Der Bundesfrauenrat der Grünen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Absetzung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) aufgefordert. Schröder, Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zeige sich als "Totalausfall im Kabinett", heißt es in einem Dringlichkeitsantrag des Gremiums. Nicht nur in den Bereichen Kampf gegen Rechtsextremismus, nachhaltige Jugendpolitik oder moderne Familienpolitik habe Schröder "versagt", sondern auch in der Frauen- und Gleichstellungspolitik.

Für Schröder scheine der Feminismus das zentrale Problem zu sein, "und nicht die Interessen von Menschen, die sich eine gleichberechtigte Partnerschaft und gleiche Chancen für ihre eigene Existenzsicherung wünschen", kritisierten die Antragstellerinnen, darunter Parteichefin Claudia Roth und Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke. Indem Merkel Schröder weiter gewähren lasse, opfere die Kanzlerin "mutwillig die Interessen von Millionen von Frauen".

Mit ihrem Konzept der Flexiquote bremse Schröder die gesellschaftlich breit getragene Forderung nach einer verlässlichen, gesetzlichen Quote in Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen aus. Zudem komme der Ausbau der Kleinkindbetreuung nicht voran, der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz könne vielerorts nicht eingehalten werden. Das Ministerium müsse mit einer Ministerin besetzt werden, die "den politischen Willen mitbringt, Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten abzubauen".

Quelle: 2012 AFP
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