Opel-Beschäftigte fordern von Peugeot Garantie für Jobs und Standorte

Die Arbeitnehmervertreter bei Opel verlangen für den Fall einer
Übernahme durch den französischen Konzern PSA umfassende Garantien
für die Mitarbeiter. Alle Tarifverträge, Standorte und
Arbeitsplätze müssten gesichert werden.
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Die Arbeitnehmervertreter bei Opel verlangen für den Fall einer Übernahme durch den französischen Konzern PSA umfassende Garantien für die Mitarbeiter. Alle Tarifverträge, Standorte und Arbeitsplätze müssten gesichert werden.

 © Andreas Arnold - dpa/AFP
Fri Feb 17 14:15:06 CET 2017 - Fri Feb 17 14:15:06 CET 2017 Uhr

Die Arbeitnehmervertreter bei Opel verlangen für den Fall einer Übernahme durch den französischen Konzern PSA umfassende Garantien für die Mitarbeiter. "Wir erwarten, dass alle Tarifverträge im Falle eines Kaufs ihre Gültigkeit behalten, dass alle Standorte und Arbeitsplätze gesichert bleiben", erklärte Jörg Köhlinger von der IG Metall. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte den Beschäftigten Unterstützung zu.

In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigten sich die IG Metall, der Opel-Gesamtbetriebsrat und der europäische Betriebsrat für Opel und die britische Schwester Vauxhall am Freitag grundsätzlich bereit für "konstruktive Gespräche" mit PSA. Grundlage dafür seien "Anerkennung und Erfüllung der bestehenden Verträge" und insbesondere die darin festgehaltenen "Beschäftigungs- und Investitionszusagen".

Eine mögliche Übernahme durch PSA und damit die Schaffung des zweitgrößten Autoherstellers in Europa biete durchaus auch "Chancen", erklärten die Arbeitnehmervertreter nach einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim. Der Vorsitzende des europäischen Betriebsrats, Wolfgang Schäfer-Klug, wandte sich gegen Schwarzmalerei: "Wichtiger, als Horroszenarien an die Wand zu malen und Opel/Vauxhall kaputt zu schreiben, ist es, für ein gutes Ergebnis zu kämpfen."

Der Mutterkonzern von Opel und Vauxhall, General Motors (GM) aus den USA, und PSA mit den Marken Peugeot, Citroën und DS hatten am Dienstag bekanntgegeben, dass sie über einen Eigentümerwechsel für das defizitäre GM-Europageschäft von GM verhandeln. Die Nachricht löste in Deutschland umgehend Sorgen um die Arbeitsplätze bei Opel aus.

Bundeskanzlerin Merkel sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau in Berlin, die Regierung werde ihr Möglichstes tun, um die Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland zu sichern. Die Gespräche seien im Gange.

Der Opel-Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann meldete sich am Freitag auf Twitter zu Wort. "Ein Zusammengehen mit PSA ist prinzipiell sinnvoll", schrieb er dort. "Wir setzen alles daran, die Zukunft von Opel nachhaltig erfolgreich zu gestalten." Außerdem äußerte Neumann "großes Verständnis für die vielen Fragen unserer Mitarbeiter und Kunden".

GM-Chefin Mary Barra versicherte Opel einem Bericht zufolge, dass das Unternehmen auch nach einem Verkauf erhalten bleibe. Dies habe Barra bei einem Besuch in Rüsselsheim am Mittwoch zugesagt, berichtete das "Manager-Magazin". Barra habe versichert, das PSA-Chef Carlos Tavares "zunächst auf Kontinuität" setzen wolle. Auch der Opel-Vorstand solle im Amt bleiben. Ein Opel-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Quelle: 2017 AFP
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