Pleite bei Eiswall für verseuchtes Wasser in Fukushima

Der Fukushima-Betreiber Tepco arbeitet an einem unterirdischen
Wall aus gefrorenem Wasser, um die verseuchten Abwässer aus dem
Atomkraftwerk aufzuhalten - doch der Boden gefriert nicht. Dafür
war eigens ein weites Röhrensystem ausgehoben worden.
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Der Fukushima-Betreiber Tepco arbeitet an einem unterirdischen Wall aus gefrorenem Wasser, um die verseuchten Abwässer aus dem Atomkraftwerk aufzuhalten - doch der Boden gefriert nicht. Dafür war eigens ein weites Röhrensystem ausgehoben worden.

 © Tepco - TEPCO/AFP
17.06.2014 - 15:45 Uhr

Das Projekt eines unterirdischen Eiswalls zur Eindämmung radioaktiven Wassers an der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima stößt auf Schwierigkeiten. Wie die Betreibergesellschaft Tepco mitteilte, gelang es nicht, das dafür vorgesehene Wasser zum Gefrieren zu bringen. Ein Tepco-Sprecher sagte, es seien bereits zusätzliche Maßnahmen ergriffen worden, darunter die Verlegung weiterer Röhren unter der Erde. Im kommenden Monat könne damit begonnen werden, kontaminiertes Wasser zu entsorgen.

Die Firma hat damit begonnen, Gräben für ein weitverzweigtes Röhrensystem auszuheben. Die Röhren sollen mit einem Kühlmittel gefüllt werden, dessen Temperatur 30 Grad unter dem Gefrierpunkt liegt. Durch dieses System soll der gesamte Boden gefrieren. Die dadurch gebildete Barriere soll verhindern, dass sauberes Grundwasser sich mit radioaktiv verseuchtem Wasser aus den Fukushima-Reaktoren vermischt und dieses Gemisch in großen Mengen in den Pazifischen Ozean strömt.

Nach einem Erdbeben und Tsunami war es im März 2011 in drei der vier Fukushima-Reaktoren an der Pazifik-Küste zur Kernschmelze gekommen. Es war die weltweit größte Atomkatastrophe seit Tschernobyl.

Quelle: 2014 AFP
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