01.02.2013 - 21:06 Uhr

Über 30 Tote bei Explosion in Wolkenkratzer in Mexiko

Bei einer Explosion in einem Wolkenkratzer des Ölkonzerns Pemex
in Mexiko-Stadt sind 32 Menschen getötet worden, hundert weitere
wurden verletzt. Ursache könnte möglicherweise ein Gasaustritt in
einer elektrischen Anlage gewesen sein.
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Bei einer Explosion in einem Wolkenkratzer des Ölkonzerns Pemex in Mexiko-Stadt sind 32 Menschen getötet worden, hundert weitere wurden verletzt. Ursache könnte möglicherweise ein Gasaustritt in einer elektrischen Anlage gewesen sein.

© Yuri Cortez - AFP

Bei einer schweren Explosion im Hauptsitz des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex in Mexiko-Stadt sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer befänden sich zudem 52 der mehr als 120 Verletzten im Krankenhaus, sagte der Generaldirektor von Pemex, Emilio Lozoya Austin. Die Suche nach möglichen Überlebenden dauert an.

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Hunderte Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten hatten die ganze Nacht hindurch die Trümmer durchsucht. Vor den Krankenhäusern harrten Angehörige der Pemex-Mitarbeiter aus. Mehrere Krankenwagen waren weiter vor Ort, für den Fall, dass noch Überlebende gefunden würden.

Die Ursache für die Explosion in dem 54-stöckigen Wolkenkratzer am Donnerstag war aber weiter unklar. Pemex-Chef Lozoya Austin zufolge verdichteten sich jedoch die Hinweise auf einen Unfall. "Es wird in jede Richtung ermittelt", sagte Lozoya Austin dem TV-Sender Televisa. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde hatte erklärt, die Explosion sei offenbar durch eine Gasansammlung in einer elektrischen Anlage des Gebäudes ausgelöst worden.

Ein Sprecher des mexikanischen Roten Kreuzes sagte, das Gebiet werde "Zentimeter für Zentimeter" abgesucht, um sicher zu sein, dass sich kein Mensch mehr im Gebäude befinde. Es sei eine "gefährliche" Arbeit. Eine Krankenschwester sagte indes, offenbar sei nun jeder aus dem Gebäude gebracht worden.

Die Polizei gab zudem den Verkehr in eine Richtung auf der vielbefahrenen Straße vor dem Gebäude wieder frei. Der Katastrophenschutzbehörde zufolge sollten die Rettungsarbeiten noch im Tagesverlauf abgeschlossen werden. Auf die Produktion von Pemex habe das Unglück keine Auswirkungen, sagte der Konzernchef.

Nach Berichten örtlicher Medien hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks rund 3500 Menschen in dem Gebäude auf. Tausende wurden in Sicherheit gebracht. "Wir hatten zwei Minuten, um das Gebäude zu verlassen", berichtete Astrid García Treviño, die in einem Anbau arbeitete. "Es war ein ohrenbetäubender Lärm. Der Boden wackelte wie bei einem Erdbeben." Ein Pemex-Mitarbeiter sagte, es sei "dramatisch" gewesen: "Das Gebäude schwankte, und plötzlich gab es Trümmer.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto erklärte nach einem Besuch der Unglücksstelle über den Kurznachrichtendienst Twitter, die Ursache der Explosion sei noch unklar. Er wolle deshalb nicht spekulieren.

Das Pemex-Gebäude war bei der Eröffnung in den 1980er Jahren der höchste Wolkenkratzer Lateinamerikas. Pemex ist der viertgrößte Rohölproduzent der Welt und fördert pro Tag rund 2,5 Millionen Barrel. In der Vergangenheit gab es an den Anlagen des Unternehmens immer wieder tödliche Unfälle. Im vergangenen Jahr starben etwa bei einer Explosion in einer Gas-Förderanlage nahe der Grenze zu den USA 30 Menschen.

Quelle: 2013 AFP
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