Ist Telepathie möglich?

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18.05.2003 - 22:00 Uhr

Im Jahre 1882 prägt der Cambridge-Wissenschaftler H. Meyers einen bis heute gültigen Begriff: Telepathie, zu Deutsch bekannt als Gedankenlesen. Eines der bekanntesten Phänomene der Parawissenschaft und zugleich auch eines der am besten erforschten.

Schon im Jahre 1965 machte die damalige Sowjetunion umfassende Versuche mit so genannten Telepathen, jenen Menschen, die die Gedanken anderer Personen "lesen" können. Dabei ist es vollkommen belanglos, wo sich die Personen befinden. Telepathie ist weltweit und grenzenlos möglich. Und damit ist die Telepathie ein potenzielles und willkommenes Instrument für die Geheimdienste dieser Welt. Es ist somit verständlich, dass die USA und die Sowjetunion im Zuge des gegenseitigen Misstrauens im Kalten Krieg ein solches Instrument gerne für sich nutzen wollten.

Auch nach dem Ende des Kalten Krieges wird an der noch immer geheimnisvollen Telepathie geforscht. Zahlreiche Experimente veranlassten ebenso viele Forscher zu der Überzeugung, dass es Gedankenlesen tatsächlich gibt. Doch die Ursache, die Funktionsweise dieses seltsamen Phänomens ist dabei noch immer in den unergründlichen Weiten des Unbekannten verborgen.

Eine seit über zehn Jahren diskutierte These über die Funktionsweise der Telepathie ist von [LINK "http://www.sheldrake.org" ]Rupert Sheldrake (rechts) verfasst worden. Der brillante Wissenschaftler ist der Überzeugung, dass unsere Welt so genannte morphogenetische Felder besitzt, sie unsichtbar alles und jeden miteinander verbinden.

Beispielsweise verweist er gerne auf die Tatsache, dass englische Meisen in kurzer Zeit gelernt haben, wie man die Aluminiumdeckel von Milchflaschen öffnet. Diese Erkenntnis breitete sich unter den Tiere aus, so dass auch Meisen auf weit entfernten Inseln Englands diese Fähigkeit besitzen. Sheldrake glaubt, dass die von ihm postulierten morphogenetischen Felder diese Fertigkeit den Meisen "mitteilten".

Telepathie ist heute nicht so umstritten wie andere Phänomene der Grenzwissenschaft. Das liegt sicher auch daran, dass viele Menschen mehr oder weniger intensive Erfahrungen mit Telepathie selber erlebt haben.

Ein anderer Grund ist sicher der, dass Experimente in Laboratorien und Instituten oftmals erstaunliche Ergebnisse erbrachten. Als "Standardversuch" könnte man folgendes, sehr einfaches Experiment ansehen: ein telepathisch veranlagter Proband sitzt einem Prüfer gegenüber.

Letzterer sieht sich beispielsweise an einem Monitor Karten oder Bilder an, die durch einen Zufallsgenerator nur für ihn sichtbar ausgewählt werden. Der Telepath muss dabei entweder sagen, welche Karten gerade vom Prüfer angesehen werden, oder aber das Motiv aufzeichnen. Hierbei kam es im Laufe der Jahrzehnte immer wieder zu wirklich beeindruckenden Ergebnissen.

Viele – nicht alle – Versuche ergaben, dass einige Menschen mehr, andere weniger, offenbar tatsächlich über die Fähigkeit des Gedankenlesens verfügen.

Eine Reihe von Forschern, so auch Rupert Sheldrake, ist der Überzeugung, dass jeder Mensch telepathische Fähigkeiten hat. Und dieser berühmte Siebte Sinn kann durch solche Versuche trainiert werden.

Auch Tiere haben offenbar diese erstaunliche Fähigkeit. Nach den Thesen der morphogenetischen Felder, die Mensch und Tier gleichermaßen umgeben, wäre dies auch nicht weiter verwunderlich. Ein sensationelles Experiment hat Sheldrake mit einem Papagei und seiner Besitzerin hierzu durchgeführt.

Das Tier war in der Lage, über 500 Wörter und auch ganze Sätze zu sprechen. Vor laufenden Kameras platzierte der Forscher den Papagei in einem Zimmer und seine Besitzerin Aimee zwei Stockwerke tiefer in einen Raum. Nun öffnete Aimee Umschläge mit Bildern, die sie zuvor nicht sehen durfte. Dabei ergaben sich erstaunliche Ergebnisse, denn das Tier schien die Gedanken seines Besitzers zu empfangen.

Sheldrake:

Das Bemerkenswerte an diesem Film ist, dass der Papagei sagt, was sein Frauchen betrachtet. Irgendwie empfängt der Papagei ihre Gedanken, ihre Vorstellungen. Und er gibt sie in Englisch weiter. Das ist etwas ganz besonderes, denn in vielen anderen Fällen von Telepathie bei Tieren, Hunden oder Katzen, können wir nur indirekt durch ihr Verhalten Rückschlüsse auf ihre telepathischen Fähigkeiten ziehen.

Die hier angesprochenen anderen Versuche wurden zum Beispiel von der BBC dokumentiert. Dabei wurde ein Hund von einer Kamera gefilmt, während sein Herrchen aus dem Haus war. Der Besitzer schlenderte unter Beobachtung durch die Stadt, bis er zu einem unvermittelten Zeitpunkt das Signal bekam, wieder nach Hause und somit zu seinem Hund zurückzukehren.

Die Kameras dokumentierten, dass exakt zu diesem Zeitpunkt, als der Besitzer wusste, er geht wieder nach Hause, der Hund aufstand und zur Tür ging um auf sein Herrchen zu warten. Das war kein Zufall, denn Wiederholungen dieses Experimentes ergaben identische Ergebnisse.

Die Resultate bei Versuchen mit Menschen sind mit Tierversuchen durchaus zu vergleichen. Natürlich ist es bei telepathischen Versuchspersonen so, dass diese offensichtlich "lesen" können, was andere Menschen denken. Sie können Bilder von dem malen, was der andere gerade sieht. Nicht immer sind diese Versuche von Erfolg gekrönt, doch ist die Liste der positiven Versuchsreihen lang. Und sie wird immer länger.

Für Geheimdienste ist das eine interessante Möglichkeit der Spionage. Hier spricht man gerne von den PSI-Agenten. Heute jedoch scheint der Begriff Telepathie mehr und mehr ausgedient zu haben. Seit einigen Jahren kursiert die Bezeichnung Remote Viewing, eine Art der Fernwahrnehmung. Dabei versuchen Agenten, mittels "Gedanken" Orte und Gegenstände zu beschreiben. Teilweise mit erstaunlichen Resuldaten (siehe die Bilder oben).

Eigentlich könnte man den Beginn von Remote Viewing zum Beispiel in der Sowjetunion schon im Jahre 1940 ansiedeln. Damals wurde im Auftrag des Diktators Stalin der Telepath Wolf Gregorewitsch Messing während einem seiner Auftritte von der Polizei fortgeführt und zu Josef Stalin persönlich gebracht. Sicherlich der Beginn der ernsthaften Auseinandersetzung der Regierung Russlands mit den Chancen und Nutzen der Telepathie.

Gleichzeitig wurde aber auch im Westen an der Telepathie geforscht. Etwa schon in den Jahren zwischen 1934 und 1939 von S. G. Soal, Professor für Mathematik an der Universität London, der 160 Personen in 100.000 Einzelversuchen testete. Oder die Versuche von Basil Shackleton und Rita Elliot im Jahre 1941, dessen Resultate weit jenseits der Zufallsrate lagen.

Bis heute ist ungeklärt, wie Telepathie wirklich funktioniert. Sicher scheint indes seit den vielen Jahren der Forschung zumindest, dass dieses Phänomen existiert. Es wird sicher noch viele Experimente geben, die aber eigentlich nichts an der bisherigen Forschung ändern dürften. Vielmehr ist die Ursachenfrage inzwischen weit mehr von Interesse. Es ist in der Tat eines der Rätsel der Welt.

Quelle: freenet.de
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