Kein Sex mit Ehefrau: 10.000 Euro Strafe!

Weil ein Mann über mehrere Jahre hinweg seine Frau sexuell vernachlässigte, wurde er von einem Gericht in Aix-en-Provence zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.
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Weil ein Mann über mehrere Jahre hinweg seine Frau sexuell vernachlässigte, wurde er von einem Gericht in Aix-en-Provence zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

 © Thinkstock (Symbolbild)
06.09.2011 - 09:00 Uhr

Eine Ehefrau verklagte ihren Gatten wegen Vernachlässigung ehelicher Pflichten und bekam Recht.

Wenn es nach dem französischen Gericht in Aix-en-Provence geht, dürfte der Satz: "Schatz, ich bin heut nicht in Stimmung", bald der Vergangenheit angehören. Denn das dort ansässige Gericht verurteilte jetzt einen Ehemann zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro, für die Vernachlässigung seiner ehelichen Pflichten über den Zeitraum von mehreren Jahren.

Einem Bericht der "Daily Mail" zu Folge wurde ein lediglich als Jean-Louis bezeichnete Ehemann von seiner unbefriedigten Gattin Monique nach 21 Ehejahren wegen sexueller Vernachlässigung auf Schadensersatz verklagt. Nebenbei reichte sie auch gleich die Scheidung ein. Das Paar hat bereits zwei Kinder in Nizza großgezogen, also müsste es auch einmal sexuell erfülltere Zeiten gegeben haben.

Der Anwalt des 51-Jährigen erhob den Einwand, dass durch die Arbeitstätigkeit seines Mandanten Stress und Krankheit verursacht worden seien, die ihn von der Erfüllung seiner ehelichen Pflichten abgehalten hätten. Doch der Richter ließ keinen Einwand gelten: Bei der Verkündung des Rechtsspruchs zitierte er aus dem französischen Zivil- und Strafrecht, dass es von beiden Parteien gefordert sei, die "lebenslange Gemeinschaft" einer Ehe zu respektieren. Nach Auslegung des Gerichts von Aix-en-Provence beinhalte dies eine per Gesetz angeordnete sexuelle Beziehung der Ehepartner.

Obwohl sexuelle Vernachlässigung, gemeinsam mit häuslicher Gewalt und Untreue, einen der häufigsten Scheidungsgründe in Frankreich darstellt, ist eine Verurteilung zu Schadensersatz gegenüber dem betroffenen Partner extrem selten. Zuletzt kam es im Jahr 2000 zu einem ähnlichen Urteil.

Quelle: freenet.de
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