Saufgelage: Polizisten randalieren in Vier-Sterne-Hotel

Randale: Betrunken Polizisten bepöbelten in einem Hamburger Hotel Gäste und Angestellte.
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Randale: Betrunken Polizisten bepöbelten in einem Hamburger Hotel Gäste und Angestellte.

 © iStockphoto
29.07.2010 - 12:30 Uhr von Anna-Lena Rawe

Nach ihrem Einsatz bei einer Demonstration in Hamburg betranken sich die Polizisten und bepöbelten andere Gäste ihres Hotels.

Nach ihrem Einsatz bei einer Demonstration in Hamburg ging für eine Polizeihundertschaft die Action im Hotel anscheinend noch weiter: Sie betranken sich und zogen randalierend durch die Flure des Vier-Sterne-Hauses.

Die Beamten aus Sachsen-Anhalt waren am vergangenen Wochenende nach Hamburg gerufen worden, um ihre Kollegen dort bei einem Einsatz auf einer Demonstration zu unterstützen.

Wie die “Hamburger Morgenpost” berichtet, kehrten die rund hundert Polizisten gegen 23 Uhr in das Vier-Sterne-Hotel “Steigenberger” zurück, in dem sie einquartiert worden waren, und feierten dort feucht-fröhlich das Ende ihres Einsatzes.

Zeugenaussagen zufolge zogen die Beamten trinkend und torkelnd durch die Flure der Nobel-Herberge. In ihrem Rausch sollen sie Gäste einer Hochzeitsgesellschaft bepöbelt und Angestellte beleidigt haben.

"Dass sich Polizisten, die bei uns zu Gast sind, so undiszipliniert verhalten, habe ich noch nie erlebt", sagt Rolf Haug, Direktor des noblen Hotels gegenüber dem “Hamburger Abendblatt

Neben einem vermutlich gehörigen Kater am darauffolgenden Morgen wird das Saufgelage für die Polizisten aus Sachsen-Anhalt wohl auch berufliche Konsequenzen haben.  Wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet, hat sich die Hamburger Polizeiführung bereits beim Innenministerium von Sachsen-Anhalt beschwert.

Der Magdeburger Polizeidirektor entschuldigte sich bereits schriftlich für das schwere Fehlverhalten der Männer. "Es wird ein Disziplinarverfahren geprüft und gegebenenfalls eingeleitet", gab ein Sprecher des Innenministeriums bekannt.

Zwar hatten die Polizisten in der fraglichen Nacht keine Rufbereitschaft mehr, was bedeutet hätte, dass die Männer jederzeit wieder einsatzbereit hätten sein müssen. Jedoch muss laut Polizeijargon die "Funktionsfähigkeit" der Beamten gewährleistet werden. Ein Bier nach Feierabend sei also durchaus erlaubt - wahre Saufgelage, die in Pöbeleien enden natürlich nicht.

Die Demonstration in Hamburg, auf der auch die Hundertschaft aus Sachsen-Anhalt im Einsatz war, richtete sich gegen Polizeigewalt.

Das Polizisten, die in einem anderen Bundesland zu einem Einsatz herangezogen werden, in Vier-Sterne-Hotels untergebracht werden, ist nach Aussage von Polizeisprecher Mirko Streiber nicht die Regel. Das Hamburger "Steigenberger" sei gewählt worden, weil kein günstigeres an dem Wochenende derart viele Beamte samt Einsatzfahrzeugen hätte aufnehmen können. Nach Recherchen des "Hamburger Abendblatt" hat der Aufenthalt der Beamten in dem Hotel für eine Nacht 4.950 Euro gekostet.

Früher wurden Polizisten, die von einem anderen Bundesland zur Unterstützung angefordert werden, kostengünstig in Turnhallen oder Kasernen untergebracht. Dies wird heute nicht mehr so gehandhabt. Die Unterkünfte der auswärtigen Beamten müssen mittlerweile einen gewissen Standard haben, so Streiber weiter.

Quelle: freenet.de
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