24 h-Rennen in Le-Mans 2009

Nach 21 Rennstunden liegt Peugeot weit vorne.
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Nach 21 Rennstunden liegt Peugeot weit vorne.

© Peugot
14.06.2009 - 12:30 Uhr von Alexander Bloch

Das Rennen von Le Mans biegt langsam auf die Zielgerade ein, und die Positionen sind bezogen: Peugeot baute die Doppelführung auf Audi weiter aus und cruist wohl zum ersten Le Mans-Sieg seit 1993.

Vor 16 Jahren triumphierten Geoff Brabham, Christophe Bouchut und Eric Hélary mit dem unter der Regie von Sportchef Jean Todt eingesetzten 908 an der Sarthe. Heute hat Geoff Brabhams jüngerer  Bruder David beste Chancen, dieses Kunststück zusammen mit Alexander Wurz und Marc Gene zu wiederholen.

Audi bislang chancenlos

Der Audi mit der Startnummer eins von Tom Kristensen, Dindo Capello und Allan McNish hat auf die Spitze den aussichtslosen Rückstand von fünf, beziehungsweise sechs Runden. Die Gründe für die unerwartet farblose Vorstellung von Audi sind zahlreich: Zum einen fehlt es schlicht ein wenig an der Grundschnelligkeit, zum anderen haben die R15 TDI - anders als erhofft - gegenüber den Peugeot keinen Vorteil in Bezug auf Reifenverschleiß und Benzinverbrauch. Zudem wird Audi von einem Problemen geplagt, das 2008 vor allem den Peugeot zu schaffen machte: Immer wieder müssen die seitlichen Kühlluftschächte in zeitaufwendiger Arbeit gereinigt werden, um zu verhindern, dass die Turbolader überhitzen. Kurz vor der Mittagszeit verlor der Nummer 1-Audi deswegen erneut eine Runde. Und dass sich Dindo Capello gleich darauf in seiner ersten Runde einen Dreher leistete, passt ins Bild.

Lola Aston Martin kämpft um Platz drei

Audi muss seinerseits aufpassen, nicht auch noch den dritten Platz zu verlieren: Der Lola Aston Martin von Stefan Mücke, Thomas Enge und Jan Charouz liegt nur noch etwas mehr als eine Runde hinter dem R15 TDI.

Heiß umkämpft auch die GT1

Ein sehenswerter Kampf spielt sich in der GT1-Klasse ab: Die beiden Corvette sind nur durch wenige Sekunden getrennt und die Fahrer Johnny O´Connell und Marcel Fässler machen nicht den Eindruck, sich kampflos mit Platz zwei abfinden zu wollen.

Der um 4.00 Uhr in einen Unfall verwickelte Pescarolo-Pilot Benoit Tréluyer blieb unverletzt und wurde mittlerweile wieder aus dem Medical Centre entlassen. Er sorgte mit seinem Crash für eine Schrecksekunde an einem ansonsten recht ruhigen Sonntagmorgen.

Quelle: 2009 Motor-Presse Stuttgart
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