VW ID. Crozz aka ID.4 (2021)

VW ID.4 Erlkönig
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VW ID.4 Erlkönig

© Stefan Baldauf

VW arbeitet weiter an der Elektrifizierung seiner Modellpalette und testet aktuell den VW ID.4 im hohen Norden. Laut VW Amerika-Chef Scott Keogh soll der E-Tiguan, vor Abzug der amerikanischen E-Autoförderungen, knapp 40.000 Dollar kosten.

VW rollt den Modularen Elektro-Baukasten (MEB) breit aus. Darauf aufbauen sollen diverse Modelle, unter anderem ein kompakter SUV, der dem erfolgreichen VW Tiguan entspricht. Schließlich plant VW von den erfolgreichen Modellen mit konventionellen Antrieben auch Elektro-Entsprechungen an den Start zu bringen. Der Bestseller VW Golf entspricht dem ID.3, die zweitbestverkaufte Baureihe VW Tiguan kommt als ID.4 – entsprechende Modellbezeichnungen hat sich VW schützen lassen (ID.1 bis ID.9 sowie ID.1X bis ID.9X). Mit rund 4,60 Meter Länge liegt das Modell zwischen Tiguan und Tiguan Allspace.

Bereits 2017 hatte VW mit dem VW ID. Crozz und ID.Crozz II einen Ausblick auf ein solches Modell gegeben. Der Crozz ist allerdings als SUV-Coupé ausgelegt, doch gerade in diesem Segment verkaufen sich konventionelle Steilheckversionen besonders gut. Entsprechend ist es mehr als wahrscheinlich, dass VW dem ID. Crozz auch eine Variante mit einem ebensolchen Heck zu Seite stellen wird, vermutlich sogar früher als ein SUV-Coupé. Laut eines Interviews von Automotive News mit dem VW Amerika-Chef Scott Keogh soll der E-Tiguan, vor Abzug der amerikanischen E-Autoförderungen, knapp 40.000 Dollar, sprich umgerechnet 36.000 Euro kosten.

Elektro-Tiguan mit gut 300 PS

Unserem Erlkönigjäger ist der ID.4 jetzt bei Testfahrten im hohen Norden vor die Linse gefahren – fast ungetarnt. Und was VW an Tarnung am Auto belassen hat, soll Beobachter mit einem Opel-Look täuschen. Netter Versuch. Dennoch zeigen die Erlkönig-Bilder ganz klar die Unterschiede zu den Crozz-Studien. Der Heckabschluss ist steiler, ein großer Dachkantenspoiler beschirmt die schmale Heckscheibe. Am Heck zeigen sich niedrige Leuchten sowie eine massige Schürze. Dazu gesellt sich eine starke C-Säule und auf dem Dach die Reling. Ähnlich wie bei den Studien ist die geschwungene untere Fensterlinie zu erkennen, die dem Modell eine gewisse Dynamik verleiht. Die starken Sicken an der Seite dürften in der Serie nicht ganz so heftig ausfallen, auch thronen auf der Türbrüstung konventionelle Außenspiegel – die Studie hatte ausklappbare Kameras in den Kotflügeln. In der Serie sind zudem die hinteren Türen an der B-Säule angeschlagen, alle vier Pforten öffnen sich über klassische Bügelgriffe. Die Front des VW ID. 4X gibt sich mit kurzem Überhang und steilstehender Frontpartie. Augenfällig ist die untere ausgeprägte Schürze. Dazu vollenden die typischen ID-Scheinwerfer mit LED-Leuchtbändern das Design.

Der VW ID. Crozz als Steilheck-SUV baut wie der ID.3 auf dem MEB-Baukasten der Wolfsburger auf. Dessen Konfiguration dürfte im Elektro-Tiguan über einen permanenten Allradantrieb verfügen, vielleicht in der Basisversion nur als Hecktriebler. Bei den Eckdaten orientieren wir uns am ID.3. Der Elektromotor an der Vorderachse stellt 80 kW (110 PS) bereit, an der Hinterhand sind es 150 kW (204 PS) mit 310 Nm. Als Gesamtleistung kommt der E-SUV auf 225 kW (306 PS).

Akkus in drei möglichen Größen dürften im Boden des E-SUV untergebracht sein. Das ist die kleine 45 kWh-Batterie mit einer Reichweite von 330 Kilometer oder aber das 58-kWh-Pendant mit 420 Kilometer Reichweite an Bord. Als Top-Akku kommt mit 550 Kilometer Reichweite die Batterie mit 77 kWh daher.

Neben dem ID.3 X plant Volkswagen noch weitere Modelle, unter anderem ein elektrisches Pendant des VW T-Cross. Außérdem kommen noch der elektrische VW Bus (ID. Buzz) ab 2022, der ID. Aero 2023 als Passat-Pendant sowie ebenfalls 2023 der ID.Lounge, der dem VW Atlas entspricht.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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