Darauf sollten Sie bei einem E-Auto mit Heckantrieb achten
Darauf sollten Sie bei einem E-Auto mit Heckantrieb achten
E-Autos haben oft einen Heckantrieb. Das hat Vor-, aber auch Nachteile.
Viele E-Autos werden gerade ab dem Mittelklassesegment mit Heckantrieb angeboten. Das wirkt sich positiv auf die Fahrdynamik aus, erfordert aber in manchen Situationen mehr Vorsicht.
Welche Vorteile bietet der Heckantrieb beim E-Auto?
Kleinere E-Autos haben zwar meist einen Frontantrieb, doch es gibt gute Gründe, warum ein E-Auto im Fuhrpark ab der Mittelklasse in der Regel einen Heckantrieb hat. Da Motor und Antrieb beim E-Auto vergleichsweise leicht sind, ist für sie der Gewichtsvorteil, den Verbrenner durch einen Frontantrieb erfahren, weniger interessant. Dafür hat der Heckantrieb einige Vorteile: Das Gewicht wird gleichmäßig verteilt, das Fahrzeug hat beim Beschleunigen mehr Power sowie Grip und kann seine Leistung besser abrufen. Zudem ist das Kurven- sowie Lenkverhalten besser. Damit entsteht ein gutes Fahrgefühl, man ist insgesamt sportlicher und dynamischer unterwegs.
Was passiert beim E-Auto mit Heckantrieb bei Glätte?
Vorsicht ist bei einem E-Auto mit Heckantrieb jedoch vor allem im Winter geboten. Dann ist das Bremsen in Kurven eine Angelegenheit, die mit Heckantrieb gefährlicher werden kann. Und da viele E-Autos die Rekuperation – also dass beim Bremsen Energie freigesetzt wird, die wieder dem Fahrzeug zugeführt werden und somit die Akkulaufzeit verlängern kann – laufend nutzen, gilt das umso mehr.
Diesbezüglich hat Nextmove bei einem Test im ADAC-Verkehrssicherheitszentrum interessante Erkenntnisse gewonnen: Getestet wurde, wie sich verschiedene E-Autos bei der Rekuperation in der Kurve bei winterlich glatten Straßenverhältnissen verhalten. Entscheidend war hier, wie schnell das Auto fuhr. Bei bis zu 40 km/h wirkte sich die Rekuperation auch auf glattem Untergrund nicht groß aus. Ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h zeigten sich deutliche Auswirkungen.
Man sollte im Winter beachten, dass vor allem der Heckantrieb dazu führen kann, dass ein Fahrzeug in einer solchen Situation eben auch über das Heck ausbricht. Insofern empfiehlt es sich, im Winter bei höheren Geschwindigkeiten und Heckantrieb besonders vorsichtig mit der Bremse umzugehen sowie die Rekuperationsleistung zu reduzieren bzw. auszusetzen.
