Uni, Metallic oder Matt: Was Sie bei der Wahl des Autolacks bedenken sollten

Uni, Metallic oder Matt: Was Sie bei der Wahl des Autolacks bedenken sollten
Der Lackierungstyp macht einen großen Unterschied für Optik, Pflege und Schutz des Fahrzeugs.
Lieber günstig oder lieber besonders farbbeständig? Das sind nur zwei der Fragen, die Sie sich bei der Auswahl der Lackierung stellen sollten. Die Vor- und Nachteile von drei gängigen Lacktypen im Überblick.
Welche Aufgaben übernehmen Fahrzeuglacke?
Nicht nur die Farbwahl spielt beim Autokauf eine entscheidende Rolle. Vielmehr ist es so, dass noch zentraler die Frage ist, welche Art der Lackierung das neue Fahrzeug für den Fuhrpark bekommen soll. Denn Lack ist keineswegs gleich Lack, was man schon daran sieht, dass für einige Lacke stolze Aufpreise verlangt werden.
Grundsätzlich sorgt jede Lackierung dafür, dass ihre vier verschiedenen Schichten (Grundierung, Füller, Basislack, Klarlack) die Karosserie vor Rost, aber auch vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung schützen und das Auto leichter gereinigt werden kann. Mal ganz davon abgesehen, dass ein toller Lack natürlich gut aussieht und das Fahrzeug aufwertet. Im Einzelnen gibt es jedoch je nach Lacktyp durchaus Unterschiede, die man bei der Auswahl bedenken sollte.
Unilack als kostengünstige Option
Der Unilack ist die klassische Variante, die in der Regel zur Serienausstattung gehört: Er ist einfarbig, bietet eine gleichmäßig Optik und geringe Kosten. Sein Vorteil ist, dass er pflegeleicht ist und auch kleine Reparaturen sehr einfach macht. Dafür ist er andererseits recht empfindlich, was gerade in Waschstraßen schnell Spuren hinterlässt, und bietet vergleichsweise wenig Farbvarianten und -effekte.
Metalliclack für mehr Widerstandsfähigkeit
Teurer, dafür aber farbbeständiger und optisch vielseitiger ist der Metalliclack. Hier sind der Farbe kleine Metallicpartikel beigemischt, was dazu führt dass die Lackierung besonders brillant glänzt und so je nach Lichteinfall schöne Effekte entstehen. Anders als der Unilack ist er strapazierfähiger und verschluckt kleine Kratzer förmlich. Die Kehrseite der Medaille: Wenn der Metalliclack eine deutliche Beschädigung hat, muss sehr umfangreich repariert werden, weil man sonst kein einheitliches Erscheinungsbild mehr hinbekommt. Auch der Pflegeaufwand ist höher.
Mattlack als schmutzresistente Wahl
Noch teurer ist Mattlack. Da er das Licht nicht reflektiert, betont er besonders die Formen des Fahrzeugs, was sich besonders bei Sportwagen optisch gut macht. Dieser Lacktyp ist sehr individuell und markant, allerdings selten, was unter anderem an den Kosten von schnell mehreren Tausend Euro liegt. Auch kleinere Schäden verzeiht Mattlack nicht, meistens muss dann das ganze Bauteil neu lackiert werden. So schmutzunempfindlich Mattlack einerseits ist, so ungünstig ist es, ihn der Waschstraße auszusetzen.