Alltagsfrage: Ab wann wird Winterdiesel nötig?

Alltagsfrage: Ab wann wird Winterdiesel nötig?
Diesel-Kraftstoff braucht in den kalten Monaten ein Tuning. Die wichtigsten Fakten zum Winterdiesel.
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Alltagsfrage: Ab wann wird Winterdiesel nötig?

Diesel-Kraftstoff braucht in den kalten Monaten ein Tuning. Die wichtigsten Fakten zum Winterdiesel.

 © Getty Images

Kälte ist der Feind von Diesel. Darum gibt es in der kalten Jahreszeit den sogenannten Winterdiesel. Das sollten Sie hierzu wissen. 

Winterdiesel bietet mehr Frostschutz 

Minustemperaturen mag normaler Diesel nicht. Der Kraftstoff enthält nämlich Paraffine, und die flocken bei Kälte aus und verstopfen Treibstofffilter und Leitungen. Damit die in die kostenlose Software Ihres Fuhrparkmanagements eingebuchten Diesel-Fahrzeugen also an klirrend kalten Tagen nicht den Dienst versagen, gibt es den sogenannten Winterdiesel. Er enthält schützende Additive und Fließverbesserer, die ihn kälteresistenter machen. 

Feste Zeiten für Winterdiesel

Die Frage, ab wann Sie ihn tanken müssen, ist dabei relativ überflüssig. Zwischen dem 16. November und 28. Februar bekommen Sie in Deutschland an der Tankstelle nämlich automatisch Winterdiesel. Er sorgt dafür, dass der Motor auch bei -20 Grad Celsius noch problemlos startet. Da es natürlich vor und nach diesem Zeitraum speziell nachts ebenfalls nicht gleich warm ist, gibt es außerdem noch den sogenannten Übergangsdiesel. Er wird vom 1. Oktober bis 15. November sowie vom 1. März bis 14. April an den Zapfsäulen angeboten. Der Kälte kann er bis -10 Grad Celsius trotzen.

Der Sommerdiesel hat dann schließlich vom 15. April bis 30. September Saison und arbeitet lediglich bis 0 Grad zuverlässig. Bei unseren europäischen Nachbarn ist das Prinzip ähnlich, es gibt jedoch gewisse Abweichungen bei den Daten sowie der Temperaturfestigkeit. So ist der Winterdiesel in der Schweiz etwa sogar ganzjährig verfügbar und in Frankreich oder Belgien lediglich bis -15 Grad Celsius frostsicher. 

Was, wenn Diesel doch einmal gefriert?

Sofern Sie ein Diesel-Fahrzeug fahren, sollten Sie den Winterdiesel möglichst früh tanken. Am besten ist der Tank dabei relativ leer, so mischt er sich nicht mit Sommer- oder Übergangsdiesel und Sie erreichen die maximalen Kälteresistenz.

Kommt es dennoch einmal zu einem extremen Temperatursturz und der Diesel gefriert Ihnen im Kraftstofffilter, ist das Beste, was Sie tun können: das Auto in eine warme Garage schieben oder abschleppen und in Ruhe auftauen lassen. Absolut tabu dagegen ist es, den Tank oder andere Teile der Kraftstoffanlage mit einer offenen Flamme zu erwärmen. Das ist extrem gefährlich. 

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