Das H-Kennzeichen: Wann lohnt es sich wirklich?

Das H-Kennzeichen: Wann lohnt es sich wirklich?
Das H-Kennzeichen für Oldtimer ist beliebt, doch es macht nicht immer Sinn. Das müssen Sie wissen.
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Das H-Kennzeichen: Wann lohnt es sich wirklich?

Das H-Kennzeichen für Oldtimer ist beliebt, doch es macht nicht immer Sinn. Das müssen Sie wissen.

 © Getty Images

Ein Auto, dessen Erstzulassung mehr als 30 Jahre zurückliegt, kann ein H-Kennzeichen bekommen. Das bietet unter anderem steuerliche Vorteile – ist aber trotzdem nicht für jeden gleich sinnvoll. 

H-Kennzeichen – ja oder nein?

Wer einen Oldtimer fährt, kann sich überlegen, ihn mit einem H-Kennzeichen auszustatten. Zumindest, wenn der Wagen gut im Originalzustand erhalten ist und vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurde.

Auch wenn das bei den in der kostenlosen Software Ihres Fuhrparkmanagements verwalteten Fahrzeugen nicht allzu oft vorkommen wird, lohnt es sich, Bescheid zu wissen: Wann macht das H-Kennzeichen also wirklich Sinn? Und wer sollte lieber doch die Finger davon lassen?

Vor dem Kennzeichen liegt das Gutachten

Wer ein H-Kennzeichen möchte, braucht dafür neben einer bestandenen Hauptuntersuchung ein H-Gutachten, für das der Oldtimer genau unter die Lupe genommen wird. Das alles kostet erst einmal rund 200 Euro. Insofern ist es wichtig, dass Ihr Fahrzeug wirklich in einem guten und historisch korrekten Zustand ist.

Sprich: Bei einer alten Rostlaube mit technischen Mängeln, starken Gebrauchsspuren oder Unfallschäden und schlechter Restaurierung können Sie sich die Mühe sparen. Auch Umbauten sind nur in sehr begrenztem Maß erlaubt.

Benziner mit wenig Hubraum zahlen eher drauf

Wer einen Diesel fährt, spart hier meistens etwas ein, weil die Kfz-Steuer beim H-Kennzeichen nur 191,73 Euro beträgt – und zwar auch dann, wenn das Fahrzeug viel Hubraum und einen hohen Verbrauch aufweist. Außerdem dürfen Sie dann ohne Katalysator und grüne Plakette in Umweltzonen fahren.

Umgekehrt gilt: Haben Sie bislang weniger als die 191,73 Euro im Jahr bezahlt, ist der Umstieg auf das H-Kennzeichen nicht unbedingt so sinnvoll. Das ist vor allem bei Benzinern mit wenig Hubraum der Fall.

Zusätzlich bei der Kfz-Versicherung sparen

Lohnen kann sich außerdem, das H-Kennzeichen saisonal zu beantragen und nur für ein paar Monate im Jahr zu fahren. Dann muss die Kfz-Steuer nur anteilig entrichtet werden. Mindestens zwei und höchstens elf Monate sind mit dem saisonalen H-Kennzeichen möglich.

Erkundigen Sie sich außerdem bei der Kfz-Versicherung nach einem speziellen Oldtimer-Tarif. Dort liegt weiteres Sparpotential, weil Oldtimer meistens deutlich weniger und anders im Straßenverkehr eingesetzt werden. Beachten Sie jedoch, dass es hier mitunter bei der maximalen Kilometerleistung seitens des Versicherers Einschränkungen geben kann.

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