Jeder zweite Autofahrer ist gegen Verbot von Verbrennungsmotoren

Jeder zweite Autofahrer ist gegen Verbot von Verbrennungsmotoren
Diesel- und Benzin-Autos ganz verbannen? Das findet die Mehrheit der Autofahrer gar nicht gut. 
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Jeder zweite Autofahrer ist gegen Verbot von Verbrennungsmotoren

Diesel- und Benzin-Autos ganz verbannen? Das findet die Mehrheit der Autofahrer gar nicht gut. 

 © Getty Images

Alternative Antriebe wie Elektromotoren boomen. Doch das heißt (noch) nicht, dass alle Autofahrer Diesel- und Benzin-Autos gänzlich verbannen wollen. 

41 Prozent wollen Verbot von Verbrennern

Auch wenn Sie in den nächsten Jahren sicher verstärkt Elektroautos oder andere alternative Antriebe in die Software Ihrer Fuhrparkverwaltung aufnehmen werden, können Sie die Sache langsam angehen. Bei allem Boom der emissionsärmeren Modelle ist eine Mehrheit der Autofahrer nicht für eine radikale Veränderung. Jeder zweite Autofahrer spricht sich gegen ein Verbot von Verbrennern aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Auto-Verkaufsplattform mobile.de. 

Faktisch sieht es für Verbrenner seitens der Politik gerade schlecht aus. Neben dem Run auf den Umweltbonus, der alternative Antriebsarten fördern soll, verheißt auch die ab 2025 geplante Euro-7-Norm mit ihren strengen Abgasregeln für Verbrennungsmo­to­ren keine rosige Zukunft. Die Meinungen darüber gehen stark auseinander. Während 48,2 Prozent der Autofahrer laut der Umfrage für mobile.de gegen ein Verbot von Verbrennermotoren sind, sind 41 Prozent dafür. Die restlichen zehn Prozent enthalten sich der Meinung. Bei den Befragten, die das Ende von Diesel- und Benzin-Fahrzeugen befürworten, ist jeder Vierte dafür, dass das Aus bereits 2025 kommt. Jeder Dritte spricht sich für spätestens 2030 aus. 

Glaube an natürliche Entwicklung

Deutlicher für ein Verbot fallen die Umfrageergebnisse bei den jüngeren zwischen 18 und 34 Jahren aus. Hier ist mehr als die Hälfte (51,5 Prozent) für ein Verbot und nur jeder Dritte (32,1 Prozent) dagegen. Immerhin 37 Prozent derer, die in dieser Altersklasse das Verbot fordern, wollen es schon in den kommenden fünf Jahren umsetzen. 

Bei der Einführung neuer Technologien wie alterna­tiven Antrieben oder synthetischen Kraft­stoffen bzw. E-Fuels setzen 40,1 Prozent der Deutschen auf eine natürliche Entwicklung. Sie glauben laut der Umfrage, dass diese Innovationen sich von alleine durchsetzen, wenn die Menschen dafür bereit sind. Weitere 30,5 Prozent finden, es brauche zwar keine Verbote, aber Regelungen wie Verbotszonen, um der Zukunft der Mobilität auf die Sprünge zu helfen. Auch hier sind die die 18 bis 34-Jährigen stärker für eine Reglementierung (60,1 Prozent), während die über 55-Jährigen zu 48,4 Prozent ein Eingreifen des Staates nicht nötig finden. 

Bei gleicher Abgas-Bilanz: Verbrenner bevorzugt

Deutlich erkennbar ist anhand der mobile.de-Umfrage, dass das Herz der Autofahrer insgesamt immer noch klar für den Verbrenner schlägt. Bei gleicher Umweltbilanz würden 55,9 Prozent der Befragten einen Verbren­ner mit E-Fuels einem E-Auto vorziehen. Nur 20,4 Prozent würde bei vergleichbaren CO2-Emissionen das E-Auto wählen. Und selbst falls tatsächlich das Verbrenner-Verbot käme, würden sich immerhin 40,7 Prozent der Autofah­rer jetzt trotzdem noch ein Auto mit Diesel- oder Benzinmotor zulegen. 

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