Warum LED-Scheinwerfer schnell zur Kostenfalle werden

Warum LED-Scheinwerfer schnell zur Kostenfalle werden
LED-Leuchten sind bei Autos heute Standard. Doch ihr Austausch kann richtig ins Geld gehen. 
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Warum LED-Scheinwerfer schnell zur Kostenfalle werden

LED-Leuchten sind bei Autos heute Standard. Doch ihr Austausch kann richtig ins Geld gehen. 

© Getty Images

Die Hersteller versprechen zwar, dass LED-Leuchten ein Auto-Leben lang halten. Der ADAC kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass 15 Jahre realistisch sind. Und dann wird der Austausch der Lichtquellen teuer. 

Die Leuchtkraft nimmt im Laufe der Zeit ab

Reparaturkosten muss jede Fuhrparkverwaltung im Blick haben. Und das Scheinwerferlicht ist schon im Sinne der UVV sicherheitsrelevant. Insofern sollten Sie für Ihre Firmenwagen unbedingt beachten, worauf der ADAC jetzt hinweist: Der Automobilclub hat nämlich recherchiert, dass LED-Leuchten in Scheinwerfern, Brems- und Rückleuchten nicht ein Auto-Leben lang halten, wie viele Hersteller versprechen. Tatsächlich sind sie laut ADAC auf eine Lebenszeit von 15 Jahren ausgelegt, im Laufe der Zeit setzt der Verschleiß ein und die Leuchtkraft nimmt ab. Das wird dann gerade für ältere Fahrzeuge relevant, denn immerhin dauert es in Deutschland rund 18 Jahre, bis ein Auto stillgelegt wird. 

Reparaturen sind fast nie möglich

Was also tun, wenn die LED-Leuchten des Autos vorher defekt werden und man so auch die Hauptuntersuchung nicht mehr schafft? Genau da setzt das Problem ein. Denn egal, ob die Leuchten ihren Zenit überschritten haben oder bei einem Unfall beschädigt werden – einfach so reparieren lassen sie sich nicht. Nur die Leuchter-Halter können nach einem kleinen Rempler mit Reparaturkits wieder in Ordnung gebracht werden. Voraussetzung dafür: Leuchte und die Abdeckscheibe müssen noch intakt sein. Hat es sie erwischt, muss in der Regel ein Komplettaustausch der ganzen Einheit erfolgen. Grundsätzlich sind Reparaturen sowieso nur möglich, wenn das in der Typgenehmigung des Scheinwerfers oder der Leuchte vorgesehen ist. Bei den allermeisten LED-Lichtern ist das nicht der Fall.

Bis zu 4.800 Euro für den Austausch

Der Austausch, der dann nötig wird, kann richtig ins Geld gehen. Nach ADAC-Recherchen haben Scheinwerfer eine Betriebszeit von 3.000 bis 10.000 Stunden, Rücklichter halten länger. Der Tausch von Hightech-LED-Scheinwerfern in einer Vertragswerkstatt kostet nach Angaben des ADAC bis zu 4.800 Euro. Damit kann gerade bei älteren Fahrzeugen schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden entstehen. Rückleuchten sind zwar grundsätzlich billiger, schlagen aber ebenfalls noch mit 200 bis 600 Euro zu Buche. Deshalb fordert der Automobilclub, dass Fahrzeughersteller die LED-Technik für die tatsächliche Lebenszeit des Fahrzeugs auslegen sowie Reparaturkonzepte entwickeln sollten. 

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