Autoreifen: Das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Autos

Die  Reifen sind das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Autos.
Bild 1 von 4

Die  Reifen sind das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Autos.

© Piyadapr25 / Shutterstock
12.02.2018 - 08:00 Uhr von MR

Woran machen Fahrzeuginhaber die Sicherheit ihres Autos fest? In der Regel an den Bremsen und den Reifen. Beides sind wichtige Bestandteile sowie Sicherheitsmerkmale eines Fahrzeug. Daher ist es enorm wichtig, vernünftige Reifen zu kaufen und diese gut zu pflegen. Doch worauf müssen Sie achten? Und wann sollten Sie Ihre Pneus wechseln? Diese und andere Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Artikel.

Die wichtigsten Funktionen eines Autoreifens

In erster Linie sind Pneus für die sichere sowie kontinuierliche Beweglichkeit eines Autos zuständig – schließlich sind sie die Kontaktstelle zwischen Fahrzeug und Fahrbahn. Daher ist eine Funktion des Autoreifens, dafür zu sorgen, die Spurtreue zu gewährleisten. Nur so bleibt ein Auto auf seiner Fahrbahn, ohne unsicher hin- und herzuschlingern. Weiterhin sind Reifen unabdingbar für den Komfort der Insassen. Sie gleichen nämlich auftretende Bodenunebenheiten gekonnt aus und dämpfen somit die Stöße, die durch Straßenschäden, Schlaglöcher sowie andere Unebenheiten auftreten.

Beim Reifenkauf sollte man daher besonders auf diese zentralen Eigenschaften achten:

  • Tragfähigkeit
  • Rollwiderstandsoptimierung
  • Laufleistung
  • Lenkung
  • Dämpfung
  • Kraftübertragung

Verschiedene Arten von Reifen

Je nach Einsatzzweck gibt es verschiedene Arten von Reifen für Ihr Fahrzeug:

  1. Sommerreifen
    Diese Modelle besitzen einen einheitlichen Profilblock, wodurch sie für mehr Grip auf trockenen Straßen und für eine bessere Abführung des Regenwassers bei Nässe sorgen. Weiterhin hält die Gummimischung den hohen Temperaturen des Sommers problemlos stand, ohne weich zu werden. Sommerreifen werden im Zeitraum zwischen Ostern und Ende September genutzt.
  2. Winterreifen
    Ab Oktober empfehlen Experten, die Winterreifen aufzuziehen. Ab diesem Zeitpunkt kann schließlich mit feuchterem Wetter, schlechteren Witterungsbedingungen sowie Schnee und Eis gerechnet werden. Obwohl es prinzipiell kein Problem darstellt, Winterreifen auch im Sommer zu nutzen, raten Experten davon ab, da sich der Bremsweg deutlich verlängert. Der Vorteil von Winterreifen ist die Gummimischung, die auch bei kälteren Temperaturen ihre Elastizität behält. Während Sommerreifen über einheitliche Profilblöcke verfügen, sind die alpinen Modelle mit zusätzlichen Lamellen ausgestattet. Dies sorgt für eine bessere Verzahnung mit dem Untergrund.
  3. Ganzjahresreifen
    Wer keinen Aufwand durch den Wechsel der Reifen betreiben möchte, kann sich für Allwetterreifen entscheiden. Bei ihnen werden die Vorteile beider Reifenarten miteinander kombiniert: Die Längsrillen der Sommerreifen eignen sich für hohe Temperaturen oder auftretende Nässe, während die Verzahnung der Winterreifen für einen sicheren Halt bei Schnee, Eis und Glätte sorgt. Trotzdem haben sie gegenüber den anderen Modellen einige Nachteile: höherer Abrieb, höherer Verschleiß und höheren Kraftstoffverbrauch.

Wann müssen Sie Ihre Reifen wechseln?

Experten empfehlen, dass Autoreifen spätestens nach zehn Jahren ausgewechselt werden sollten oder wenn sie über deutliche Verschleißerscheinungen verfügen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Profil weniger als 1,6 Millimeter beträgt. Bei dieser Angabe handelt es sich um das gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofil, über das ein Reifen verfügen muss. Fachleute vom ADAC sind jedoch der Meinung, dass das Profil bei Sommerreifen mindestens drei Millimeter, bei Winterreifen vier Millimeter betragen soll. Die Profiltiefe lässt sich übrigens ganz einfach selbst messen. Dafür benötigen Sie lediglich eine 1-Euro-Münze, die Sie sowohl in der Mitte als auch am Rand des Reifens ins Profil stecken. Sofern der goldene Ring verschwindet, verfügt Ihr Autoreifen noch über drei Millimeter Profiltiefe. Die Haltbarkeit von Autoreifen lässt sich außerdem durch eine adäquate Lagerung maßgeblich verlängern. Sie sollten sie daher kühl, dunkel und vor allem trocken lagern.

Wieso ist der Reifendruck so wichtig?

Ist der Druck zu hoch oder zu niedrig, gerät das Fahrzeug aus der Balance, wodurch es zu einer Instabilität und somit zu einem erhöhten Unfallrisiko kommt, denn der Bodenkontakt wird nicht mehr richtig hergestellt. Daher ist es wichtig, dass Sie alle zwei, spätestens aber alle vier Wochen Ihre Reifen überprüfen. Dies betrifft nicht nur den Reifendruck, sondern ebenfalls die Suche nach Fremdkörpern. Nägel, Schrauben oder Glasscheiben können in den Reifen eindringen, wodurch er langsam Luft verliert und sich der Druck senkt. Zwar gibt es bei neuen Fahrzeugen meistens ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS), welches vor niedrigem Druck warnt, aber Vorsicht ist generell besser als Nachsicht.

  • Zu niedriger Reifendruck führt zu einem höheren Rollwiderstand und zu einer größeren Auflagefläche. Der Reifen erwärmt sich dadurch bei der Fahrt, was die Gefahr eines geplatzten Pneus enorm vergrößert.
  • Zu hoher Reifendruck führt hingegen zu einer geringeren Auflagefläche ebenso wie zu einer schlechteren Stabilität. Außerdem werden Bodenwellen nicht mehr so gut abgefedert.

Bedenken Sie außerdem, dass alleine 0,2 bar zu geringen Drucks bereits zu einem Mehrverbrauch von einem Prozent führt. Die Werte Ihres Fahrzeugs finden Sie übrigens in der Bedienungsanleitung Ihres Autos.

Welche Reifengröße benötigen Sie?

Die Größe ist abhängig von Ihrem Fahrzeug. Angaben dazu finden Sie:

  1. In Ihren Fahrzeugschein – sofern es sich um ein älteres Auto handelt. Die zulässigen Werte finden Sie dort bei Ziffer 20 und 21 oder 22 und 23.
  2. In Ihrer Zulassungsbescheinigung I. Diese gibt es seit 2005. Allerdings ist hier das Problem, dass darin lediglich die kleinste zulässige Größe vermerkt ist.

Vielen Fahrzeuginhabern stellt sich beim Kauf die Frage, ob breitere Reifen wirklich die bessere Option sind. Prinzipiell sind größere Felgen ebenso wie breitere Reifen durchaus besser als die schmaleren Modelle. Denn Sie bieten folgende Vorteile:

  • Besseres Bremsen auf trockenem Gelände
  • Höhere Kurvenstabilität

Gleichzeitig verfügen sie über Nachteile, die Sie durchaus in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen sollten:

  • Höhere Anfälligkeit für Aquaplaning
  • Höherer Verbrauch
  • Weniger Federungskomfort

Außerdem sind sie teurer als die herkömmlichen Modelle. Letztendlich ist es aber eine Frage des Geldes und des persönlichen Geschmacks.

Quelle: freenet.de
Kommentare
Top-Themen
Der nächste Winter kommt bestimmt. Wer auf Eis und Schnee das überlegene Antriebskonzept erleben, aber kein Vermögen ...mehr
Bei den Zulassungszahlen der Wohnmobile geht es auch 2017 weiterhin bergauf: Insgesamt gab es ein Plus von 15,5 Prozent.mehr
Die Caravaning-Branche hört nicht auf zu wachsen: Das Jahr 2018 schlägt auf ein weiteres die Rekordzahlen von 2017. In ...mehr
Ähnliche Artikel
Anzeige
Auto Motor und Sport
Anzeige
Video
Tankstellen-Suche
Hier finden Sie günstige Tankstellen in Ihrer Nähe
Highlights
Leistungs- und Beschleunigungswerte sind für Sportwagen eine harte Währung. Wer sind die besten Sprinter auf 100 km/h? Wir haben die Testdaten der sport auto-Kollegen analysiert ...mehr
Der nächste Winter kommt bestimmt. Wer auf Eis und Schnee das überlegene Antriebskonzept erleben, aber kein Vermögen ausgeben möchte, ist hier richtig: Alle SUV mit ...mehr
E-Mobilität
Analyse: Reine E-Autos treiben E-Mobilität voran
Die Nachfrage nach reinen E-Autos steigt schneller als die nach Hybriden, so eine aktuelle Analyse.mehr