Das ABC der Kfz-Versicherung

Wer ein Auto anmeldet, braucht eine Versicherung. Man kann zwischen Haftpflicht, Teil- und Vollkasko wählen.
Bild 1 von 3

Wer ein Auto anmeldet, braucht eine Versicherung. Man kann zwischen Haftpflicht, Teil- und Vollkasko wählen.

© Flickr Car Insurance Pictures of Money CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
14.12.2018 - 08:00 Uhr

Die Angebote an Autoversicherungen sind ebenso vielseitig wie die Klauseln, Zusatzleistungen und Fachbegriffe, die in Verbindung mit einer Kfz-Police stehen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Begriffe erklärt.

Wer ein Auto anmeldet, der braucht eine Versicherung. Pkw-Fahrer auf der Suche nach einer Police stolpern dabei über zahlreiche Fachbegriffe. Was ist die Telematik-Klausel, und worin liegt der Unterschied zwischen Rabattschutz und Rabattretter?

Haftpflicht und Kasko
Es gibt drei Arten der Kfz-Versicherung: Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Eine dieser KFZ-Versicherungen muss jeder Autobesitzer abschließen. Möglich ist das unter anderem bei der Naspa.

  • Die Haftpflicht umfasst eine grundlegende Absicherung, die fremde Schäden absichert. Die Reparaturkosten am eigenen Auto hingegen muss man selbst bezahlen.
  • Die Teilkasko bietet ein umfassenderes Versicherungspaket und bezahlt zum Beispiel bei Schäden durch Unwetter wie Sturm oder Hagel. Auch bei Einbruch und Diebstahl aus dem Fahrzeug ist man abgesichert. Nicht inkludiert sind Schäden am eigenen Fahrzeug bei einem Unfall, den man selbst verschuldet.
  • Das übernimmt allein die Vollkaskoversicherung. Sie zahlt zudem bei Unfällen mit Nutztieren, bei Marderschäden sowie bei Vandalismus.

Regionalklasse
Die Regionalklasse ist ein wichtiges Kriterium für den Versicherer zur Berechnung des Versicherungsbeitrags. Jede Region wird anhand ihrer Unfalldichte und der Zahl der dort verübten Diebstähle in eine Klasse eingeteilt. Je höher die Kriminalitätsrate, desto höher die Regionalklasse und desto teurer der Versicherungssatz. Der Grund: Bei einer hohen Kriminalitätsrate steigt das Risiko für den Versicherer, dass ein Schaden entsteht und er dafür zahlen muss. Folglich verlangt er mehr Prämiengeld vom Autobesitzer.

Typklasse
Auch die Typklasse entscheidet über die Beitragshöhe beim Versicherer. Die Einteilung in die jeweilige Klasse basiert auf Statistiken zu Schäden, die bei bestimmten Fahrzeugmodellen (Typen) entstehen. Je häufiger ein bestimmtes Automodell Schäden hat, desto höher ist seine Typklasse und desto teurer ist der Versicherungsbeitrag.

Schadenfreiheitsklasse
Autofahrer mit Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung werden in eine Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Für jedes Jahr, das man unfallfrei fährt, wird man in eine höhere und damit bessere Schadenfreiheitsklasse gestuft. Je höher die Klasse, desto geringer ist der Versicherungsbeitrag. Verursacht man einen Unfall, wird man wieder eine Klasse zurückgestuft. Je nach Stufe kann sich dadurch der Versicherungsbeitrag wieder erhöhen.

Rabattretter/Rabattschutz
Der Rabattschutz verhindert, dass man nach einem Unfall in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft wird. Bei den meisten Versicherungen handelt es sich hierbei um eine Zusatzleistung, die extra kostet. Wie sinnvoll diese Zusatzleistung ist, muss jeder selbst entscheiden. Vor allem für diejenigen, die sich in einer niedrigen Schadensfreiheitsklasse befinden, kann sich dieser Schutz aber durchaus rentieren.

Manche Versicherungen bieten auch den sogenannten Rabattretter an. Er gilt meist automatisch, wenn man eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse erreicht hat. Verursacht man einen Unfall, wird man nur so weit zurückgestuft, wie es ohne eine Beitragserhöhung möglich ist. Da Autofahrer vom Rabattretter enorm profitieren, findet man ihn nur noch selten im Portfolio der Anbieter. Zu den Versicherungen, die noch einen Rabattretter anbieten, gehören unter anderem die Allianz und die DEVK.

Neuwertentschädigung
Neuwagen sind meist sehr teuer, verlieren aber bereits innerhalb der ersten Monate enorm an Wert. Wird der Wagen gestohlen oder kommt es bei einem Unfall zu einem Totalschaden, erhalten Versicherte meist nur den Restwert des Fahrzeugs erstattet. Die Klausel Neuwertentschädigung schützt in diesem Fall vor dem enormen finanziellen Verlust, denn sie besagt, dass man innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens den vollständigen Neupreiswert des Fahrzeugs erstattet bekommt. In der Regel umfasst diese Klausel die ersten drei bis 18 Monate.

Telematik-Klausel
Telematik ist ein modernes Kontrollsystem, das den Fahrstil des Autofahrers überwacht, analysiert und die Ergebnisse an den Versicherer schickt. Wer sich darauf einlässt, bekommt Vergünstigungen bei der Versicherung. Wer umsichtig fährt, erhält Punkte im Telematik-System. Je mehr Punkte man sammelt, desto mehr spart man. Vor allem Fahranfänger können davon enorm profitieren, denn sie steigen in der Regel mit einem sehr hohen Versicherungsbeitrag ein. Laut Stiftung Warentest ist mit der Telematik-Klausel eine Ersparnis von über 300 Euro möglich.

Quelle: freenet.de
Top-Themen
Zum Frühjahr 2019 greifen bei verschiedenen BMW-Modellen kleinere Pflegemaßnahmen. Überwiegend geht es um neue ...mehr
Der aktuelle 7er und sein SUV-Pendant X7 zeigen eindrucksvoll, wie groß so eine Niere am BMW-Bug sein kann. Wir ...mehr
Das französische Auktionshaus Interencheres hat einen Lamborghini Miura versteigert, der mit 80 anderen Autos offenbar ...mehr
Ähnliche Artikel
Anzeige
Auto Motor und Sport
Video
Tankstellen-Suche
Hier finden Sie günstige Tankstellen in Ihrer Nähe
Anzeige
Anzeige
Highlights
Cruzzer aus Belgien baut individuelle Wohnmobile auf Lkw-Chassis. Auf der CMT steht ein schwarzer Riese auf Volvo-Basis, das als Wohn- und Werkstattfahrzeug für den Moto GP ...mehr
Im kommenden Jahr knacken wieder einige Autos die 30er-Marke und qualifizieren sich somit für ein H-Kennzeichen. Wir haben die coolsten Anwärter ausgesucht. So viel vorab: 2019 ...mehr
E-Mobilität
BMW sieht sich als Marktführer bei E-Autos
Die BMW Group konnte auch 2018 den Absatz von E-Fahrzeugen in Deutschland steigern.mehr