So wird das Auto fit für den Frühling

Im Frühjahr sollten Sie Staub und Schmutz auch im Auto den Kampf ansagen.
Bild 1 von 3

Im Frühjahr sollten Sie Staub und Schmutz auch im Auto den Kampf ansagen.

© Nomad Soul / Shutterstock
09.01.2018 - 08:00 Uhr von MR

Der Frühling steht vor der Türe: Die Tage werden langsam wieder länger und die Sonne zeigt sich öfter. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Vorbei sind die frostigen Tage und damit auch die Zeit der Winterräumdienste, die Salz auf den Straßen verteilen. Deshalb lohnt sich ein Frühjahrsputz nicht nur im Haus, sondern auch an und im Auto.

Auch dieses sollte von den Altlasten des Winters befreit werden und hat nach den kalten Monaten eine intensive Pflege dringend nötig. Dann kann es unter den warmen Sonnenstrahlen des Frühjahrs wieder blitzen. Doch was ist dabei genau zu tun?

Innenraum säubern

Zunächst einmal ist es sinnvoll, das Auto von innen von sämtlichem Schmutz zu befreien. Dafür benötigen Sie:

  • einen Staubsauger
  • einen Eimer mit lauwarmer Seifenlauge
  • einen Putzlappen
  • ein trockenes Tuch

Zuerst können Sie direkt alle Winter-Utensilien wie Eiskratzer, Schneeketten, Scheibenenteiser oder Ihre Frostschutzfolie wegräumen und für die nächste kalte Saison einlagern. Des Weiteren ist es sinnvoll, alle losen Dinge, die sich im Auto befinden, herauszunehmen. So können Sie putzen, ohne ständig etwas hin und her zu räumen. Auch die Teppiche bzw. Matten sollten Sie herausnehmen und absaugen oder abwischen. Sinnvoll ist es, zunächst den kompletten Wagen gründlich auszusaugen.

Im Anschluss daran sollten Sie den Innenraum mit einem feuchten Lappen abwaschen. Dieser sollte auf keinen Fall zu nass sein, da die Feuchtigkeit sonst Schäden anrichten könnte. Trocknen Sie deshalb alles gründlich nach. Wichtig ist, dass Sie auch die Fenster von innen reinigen. Denn gute Sicht ist das A und O für die Verkehrssicherheit. Im Anschluss lüften Sie den PKW ausgiebig und räumen alle nötigen Dinge wieder ein.

Außenreinigung des Wagens

Vor allem von außen hat Ihr Auto eine gründliche Reinigung nach dem Winter dringend nötig. Schmutz und insbesondere Streusalzrückstände müssen beseitigt werden. Diese können sonst für Rostfraß sorgen. Deshalb muss der Wagen unbedingt abgewaschen werden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, eine Waschstraße auszusuchen, sollten Sie Ihr Fahrzeug zunächst unbedingt mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. So vermeiden Sie das Verbleiben von Schmutzpartikeln zwischen Bürsten und Lack, das für unschöne Kratzer sorgen kann. Wichtig ist es jedoch, dabei ausreichend Abstand zu bewahren, um weder das Blech noch die Elektronik zu beschädigen. Im Anschluss können Sie mit Ihrem Wagen durch die Waschanlage fahren.

Macht eine Unterbodenwäsche Sinn?

Nach dem Winter sollten Sie zwar unbedingt eine Unterbodenwäsche an Ihrem Fahrzeug vornehmen, um Salzablagerungen den Kampf anzusagen. Diese sollte aber besser nicht durch ein maschinelles Waschprogramm durchgeführt werden, da es Schaden am Kfz anrichten kann. Bei einer solchen Reinigung wird Wasser mit hohem Druck auf den Unterboden gespritzt. Dies kann zur Folge haben, dass elektrische Teile oder mechanische Komponenten kaputt gehen. Zudem werden schwer zugängliche Stellen meist nicht erwischt.

Außerdem findet dabei oft Brauchwasser Verwendung. In diesem sind Salze aus dem Winter gelöst, die die Gefahr der Korrosionsbildung erhöhen. Aufgrund dieser negativen Aspekte ist es sinnvoll, die Wäsche des Unterbodens mit der Hand zu erledigen. Dafür verwenden Sie einen Dampfreiniger, mit dem Sie auf mittlerer Stufe reinigen. An empfindlichen Stellen empfiehlt sich die Nutzung von Druckluft auf geringster Stufe.

Reinigungsarbeiten nach der Waschanlage

Auch wenn Sie zum Reinigen Ihres Autos in eine Waschstraße fahren, sollten Sie anschließend noch selbst Hand bei der Säuberung des Wagens von außen anlegen. Gewisse Stellen werden bei der maschinellen Wäsche nicht erreicht. Deshalb müssen Sie Spiegel, Innenflanken sowie Türrahmen separat abwischen. Dafür benötigen Sie einen Schwamm, einen Eimer mit lauwarmer Seifenlauge und trockene Tücher. Beseitigen Sie zunächst alle Schmutzrückstände mit dem feuchten Schwamm. Im Anschluss sollten Sie die betroffenen Stellen gut nachtrocknen.

Das Ausbessern von Kratzern

Wenn Ihr Auto sauber ist, sollten Sie es unbedingt gründlich auf kleine Kratzer und Steinschläge untersuchen. Um die Bildung von Rost zu vermeiden, muss direkt eine Ausbesserung mit einem Lackstift oder Wachs erfolgen. Dafür ist die betroffene Stelle zunächst von Fettrückständen oder Schmutz zu befreien. Für diese Tätigkeit eignet sich haushaltsübliches Spülmittel. Erst dann können die Ausbesserungsarbeiten erfolgen. Ist der Lack trocken, so können Sie die Oberfläche polieren. Finden Sie besonders tiefe Kratzer an Ihrem Fahrzeug, sollten Sie für deren Behebung eine Werkstatt aufsuchen. Diese kann Ihnen ein Angebot für eine Teillackierung machen. Im Anschluss können Sie entscheiden, ob Sie eine solche durchführen lassen.

Flüssigkeiten prüfen

Essentiell ist es auch, sämtliche Flüssigkeiten zu checken. Füllen Sie das Spritzwasser auf und verwenden Sie dabei die Variante für den Sommer. Diese hilft bei der Entfernung hartnäckiger Insektenrückstände. Weiterhin sollten Sie die Füllbestände von Kühl- und Bremsflüssigkeit überprüfen. Passen diese nicht, müssen Sie eine Werkstatt aufsuchen. Diese kontrolliert, ob eventuell ein Leck vorhanden ist. Zudem werden die Flüssigkeiten dort wieder aufgefüllt. Wichtig ist es zudem, den Ölstand Ihres Wagens in Augenschein zu nehmen. Ist dieser zu niedrig, sollten Sie unbedingt für Nachschub sorgen. Hierzu bieten sich Händler vor Ort oder Onlineshops, wie beispielsweise Autodoc.de, an. Nur so verhindern Sie schwerwiegende Schäden an Ihrem KFZ.

Beleuchtung und Scheibenwischer checken

Auch die Beleuchtung sollte im Frühjahr kontrolliert werden. Dabei sind sämtliche Lichter wie Blinker, Fernlicht, Nebelschlussleuchte oder Bremslicht zu überprüfen. Holen Sie sich dabei am besten eine zweite Person zu Hilfe. So kann einer die Lichter betätigen und der andere deren Funktionsfähigkeit checken. Dies spart viel Zeit. Ist eine Birne defekt, sollten Sie direkt eine Neue besorgen. Zudem machen Eis und Schnee häufig den Scheibenwischern zu schaffen. Tauschen Sie deshalb beschädigte Wischer aus.

Das Aufziehen von Sommerreifen

Es ist sinnvoll, bei wärmeren Temperaturen auf Sommerreifen umzusteigen, da diese eine andere Gummimischung als die Varianten für den Winter besitzen. Sie ist härter und dadurch sind diese besser an die Straßenbedingungen in dem warmen Monaten angepasst. Durch die höheren Temperaturen findet mehr Abrieb statt. So würden Winterreifen schnell verschleißen. Zudem haben die Ausführungen für den Sommer ein Profil, das bei nasser und trockner Fahrbahn für ausreichend Grip sorgt. So wird nicht nur der Bremsweg reduziert, sondern auch die Fahrstabilität ist bei heißen Temperaturen gewährleistet.

Der perfekte Zeitpunkt für den Wechsel ist dann gegeben, wenn Frost auszuschließen ist. In der Regel können Sie ab Ostern Ihre Sommerreifen montieren. Achten Sie jedoch auf die Profiltiefe. Ist Sie geringer als drei Millimeter, ist der Zeitpunkt für eine Neuanschaffung gekommen. Zudem ist es sinnvoll, auch das Profil der Winterräder zu kontrollieren. So können Sie es sich direkt vermerken, wenn Sie in der nächsten Saison neue Ausführungen benötigen und diese rechtzeitig bestellen.

Quelle: freenet.de
Kommentare
Top-Themen
Nach eigenen Angaben ist die Veterama der größte Teilemarkt Europas. Die Kollegen von auto motor und sport haben sich ...mehr
Kennen Sie den Teilhol Tangara? Oder den Hopestar ON 4WD? Wir haben in den Archiven gestöbert und die abgefahrensten ...mehr
Am Montagmorgen haben Ermittler des LKA Hessen und der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine Razzia an zwei ...mehr
Auto Motor und Sport
Anzeige
Video
Tankstellen-Suche
Hier finden Sie günstige Tankstellen in Ihrer Nähe
Highlights
Die Rollen bei den sportlichen Kleinwagen sind klar verteilt: Der VW Polo GTI mimt den gepflegten Kraftzwerg, der Ford Fiesta ST den Rabauken. Sein Turbomotor hat zwar einen ...mehr
Nach eigenen Angaben ist die Veterama der größte Teilemarkt Europas. Die Kollegen von auto motor und sport haben sich am Wochenende umgeschaut und die besten Eindrücke gesammelt.mehr
E-Mobilität
Jaguar soll angeblich reine E-Marke werden
Berichten zufolge könnte sich Jaguar in den kommenden Jahren vom Verbrennungsmotor verabschieden.mehr