Der Wochenrückblick vom 15. bis zum 20.2.

Leichtbau-Spaßmaschine: Die Lotus Elise, hier die MK II-Version,
erfährt anlässlich des Genfer Autosalons eine Auffrischung. Wir
zeigen in unserer Fotoshow noch einmal die bisherigen Elise-Modelle
inklusive der Neuauflage.
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Leichtbau-Spaßmaschine: Die Lotus Elise, hier die MK II-Version, erfährt anlässlich des Genfer Autosalons eine Auffrischung. Wir zeigen in unserer Fotoshow noch einmal die bisherigen Elise-Modelle inklusive der Neuauflage.

Der Blick in den Rückspiegel lässt in dieser Woche Erinnerungen wach werden an das Erlebnis Lotus Elise. Außerdem beschäftigen wir uns mit einem Rennwagen für die Straße, dem Test des Opel Insignia OPC, Erlkönigen, kompakten Sportlern im Vergleichstest und vielem mehr.

"Da simmer dabei! Dat is prima!" Verzeihung, werte User! Letzte Nachwirkungen des Karnevals, die uns just in dem Moment überkommen, in dem wir wie üblich die vergangene Woche Revue passieren lassen. Jene Woche, die ohne Frage den Höhepunkt der tollen Tage darstellte.

Die schönsten Karnevals-Prunkwagen und Mosler MT900 GTR XX im Fahrbericht

Denn wie jedes Jahr zogen am Rosenmontag zahllose Faschingsumzüge quer durch die Republik. Und wenn wir dem Karneval  auch eigentlich noch nie etwas abgewinnen konnten, so übt er doch alljährlich ein gewisses Faszinationspotenzial auf uns aus. Wer einmal in Köln gelebt hat, wird dies sicher verstehen. So zogen also am Montag Millionen von Jecken durch die dahinsiechende Republik und ließen fast vergessen, dass Deutschland in Zeiten von Rekord-Neuverschuldung, Terrorismusbedrohung und dem nicht enden wollenden Niveau- und Sittenverfall auf den apokalyptischen Abgrund zurast. Aber dazu ist sie ja schließlich auch da, die fünfte Jahreszeit. Einmal Fünfe gerade sein lassen, alles nicht so ernst nehmen. "Jedem Dierche sing Pläsierche", wie der Kölner sagt. Denn schließlich "iss ett noch immer jot jejange". Dass der Karneval in manchen Mitmenschen ungeahntes Kreativitätspotenzial freisetzt, bewies auch in diesem Jahr so mancher Umzugswagen. Da wurden Merkel, Westerwelle, Obama und Co. mit einer kräftigen Portion Sarkasmus gehörig auf die Schippe genommen. Und wie in jedem Jahr präsentierte auto-motor-und-sport.de wieder die schönsten Prunkwagen der Umzüge aus Köln, Mainz und naja, auch aus Düsseldorf. Wir haben eben ein Herz für alle Fahrzeug-Sparten.

Doch unser Herz gehört eigentlich, das verhehlen wir nicht, den sportlichen Geschossen. Porsche, Ferrari, Lamborghini, Apollo und Mosler. Mosler - noch nie gehört? Hinter dem Namen mit dem Klang eines Zwetschgenschnapses verbirgt sich ein schwerreicher Amerikaner, der sich seinen Traum vom eigenen Sportwagen erfüllt hat. Ach was, Sportwagen ist heillos untertrieben. Im Grunde handelt es sich beim Mosler MT900 um einen reinrassigen Rennwagen mit Straßenzulassung. Mittelmotor-Bauweise, sieben Liter Hubraum, 600 PS, ein Monocoque schützt die beiden Insassen in bester Formel1-Manier. Marcus Peters führte das giftgrüne Biest aus, durfte den Hammerschlag der 791 Newtonmeter am eigenen Leib erfahren und musste seine sieben Sinne stets beisammen halten. Denn der Mosler MT900 GTR XX stellt gerne mal unvermittelt sein Heck aus und erweist sich auch sonst als zickiger Spielgefährte.

Die neue Lotus Elise - Erinnerungen werden wach

Ganz persönliche Erinnerungen an einen anderen Spielgefährten wurden in dieser Woche wach, als Lotus die neue Elise präsentierte. Erinnerungen an einen heißen Ritt über 800 Autobahn- und Landstraßen-Kilometer mit der Lotus Elise SC. 220 Kompressor-PS verteilt auf 911 Kilogramm. Servolenkung? Pah! Komfortsitze? Ach was! Stattdessen gibt es bei Lotus Leichtbau, Kraft in jeder Lebenslage und eine Lenkung, die schon den bloßen Gedanken an einen Richtungswechsel zum Anlass nimmt, um die Elli in die gewünschte Bahn zu dirigieren. Knappe 13 Zentimeter über dem Asphalt führt jeder Lkw-Überholvorgang in einer Baustelle unweigerlich zum Adrenalin-Schock. Sehen und Gesehen-werden erhält in diesem Fall eine ganz neue Bedeutung. Tacho 220 fühlt sich an wie Lichtgeschwindigkeit, die unabdingbaren Ohrenstöpsel bewahren das Gehör vor bleibenden Schäden, wenn der 1,8-Liter-Vierzylinder bei über 8.000 Touren sein hohes Lied herausbrüllt. Und dann der Muskelkater im Gesicht. Unaufhörliches Grinsen fordert eben seinen Tribut, den wir nur zu gerne zahlen. Nun also stellte die britische Marke des Firmengründers und Leichtbaufanatikers Colin Chapman anlässlich des Genfer Autosalons die dritte Generation der Lotus Elise vor. Wirklich einschneidende Veränderungen gab es nicht – bis auf den neuen Basismotor, der bei gleicher Leistung weniger CO2 emittieren soll. Und ach ja: Das Gesicht der Elli zieren nun nicht mehr die markanten Doppelscheinwerfer im Hornissen-Look, sondern Leuchteinheiten im Stile des Lotus Evora. Dem Fahrspaß dürfte dies indes keinen Abbruch tun. Und sollte sich wieder einmal die Gelegenheit zu einem heißen Ritt mit der forschen Britin ergeben, stimmen wir eiligst den alt bekannten Klassiker an: "Da simmer dabei! Dat is prima!"

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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