E-Bikes – Auf die richtige Pflege darf im Winter nicht verzichtet werden

Wie man auch im Winter problemlos mit dem E-Bike fahren kann. Bildquelle: J. Marijs – 352727498 / Shutterstock.com
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Wie man auch im Winter problemlos mit dem E-Bike fahren kann. Bildquelle: J. Marijs – 352727498 / Shutterstock.com

12.12.2017 - 08:00 Uhr von MR

Viele Menschen setzen auch in der kalten Jahreszeit auf das Fahrrad, um voranzukommen. Hierzu zählen auch die immer beliebteren E-Bikes. Zwar gibt es vieles, was man einfach von der Pflege eines normalen Fahrrads übernehmen kann, allerdings gibt es auch einige Aspekte, die beachtet werden sollten, wenn man auch im Winter nicht die Freude an seinem Gefährt verlieren möchte.

E-Bikes – Unterstützung beim Fahren

Immer mehr Menschen steigen für kürzere Strecken vom Auto auf das Fahrrad um. Der Schwung auf das Fahrrad ist zum einen deutlich besser für die Umwelt und zum anderen ist die sportliche Betätigung gut für die Gesundheit. Darüber hinaus sind die Kosten gegenüber dem Autofahren erheblich geringer. Die Treibstoffkosten entfallen vollständig und die Instandhaltungskosten fallen deutlich geringer aus.

Unter den Fahrradbegeisterten entscheiden sich immer mehr für ein E-Bike. Bei einem solchen Elektrofahrrad wird das Strampeln von einem kleinen Motor unterstützt, der elektrisch betrieben wird. Somit entstehen auch bei diesem Fahrrad keinerlei Kosten für Benzin oder andere Treibstoffe. Man muss lediglich regelmäßig den Akku des Motors aufladen, um das unterstützende Element einsetzen zu können. Dies heißt aber nicht, dass das Fahrrad bei einem leeren Akku nicht mehr gefahren werden kann.

Da es sich bei dem Motor nur um eine Unterstützung beim Treten der Pedale handelt, kann das Fahrrad auch ohne diese motorisierte Hilfe im ursprünglichen Sinne genutzt werden. Um mit einem E-Bike voranzukommen, muss man also trotzdem noch aktiv in die Pedale treten, da sich dieses  nicht ohne Zutun vom Fahrer vorwärts bewegt. Und so ist der Elektromotor nur eine optionale Unterstützung und kein alleiniger Antrieb.

E-Bikes – Ein wahrer Hype

Mittlerweile gibt es über 2 Millionen E-Bikes in deutschen Haushalten und somit auch auf den Straßen. Und dabei hat der Hype um die motorisierten Fahrräder erst im Jahre 2015 so richtig eingesetzt. Seitdem hat die Vielfalt an verschiedenen E-Bikes beträchtlich zugenommen und so interessieren sich immer mehr Menschen dafür, da die Hersteller zunehmend auf verschiedene Vorlieben von Radfahrern eingehen. Im angewandten Testverfahren kann man leicht verschiedene Modelle vergleichen und somit einfach das richtige Modell für sich auswählen.

So war anfangs das Angebot noch stark limitiert und meist nur auf Fahrräder für den täglichen Gebrauch beschränkt. Inzwischen gibt es auch für speziellere Bikes den elektrischen Zusatzmotor:

  • sportliche E-Bikes
  • Mountainbikes
  • Transporträder
  • Familienräder

Sogar das eine oder andere Rennrad ist mittlerweile mit einem E-Motor versehen. Dieses wachsende Angebot hat die Zahl von potenziellen Interessenten in die Höhe getrieben und somit den Trend noch verstärkt.

Gerade im Winter bietet das E-Bike entscheidende Vorteile gegenüber einem normalen Fahrrad. Bei schlechtem oder kaltem Wetter ist es wesentlich einfacher, die passende Kleidung zu tragen. Oft wird einem in dicker Kleidung schon nach kurzer Zeit sehr warm und man fängt an zu schwitzen. Wenn man die Fahrt beendet hat, ist das Risiko groß, sich eine Erkältung einzufangen, da der Schweiß den Körper herunter kühlt. Da man mit einem E-Bike aber ohne größere Anstrengung schnell vorankommen kann, kommt man selbst in einer dicken Winterjacke nicht so schnell ins Schwitzen.

Der richtige Stellplatz

Wie bei allen Fahrrädern sollte man auch bei E-Bikes darauf achten, dass das Rad nicht schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die besten Stellplätze für Fahrräder sind beispielsweise:

  • Carports
  • Vordächer
  • Schuppen
  • Kellerräume

Sie sollten also an einem trockenen Ort stehen, der ausreichend belüftet ist. Man kann seinen Drahtesel auch problemlos mit einer Plane bedecken, sollte nicht die Möglichkeit bestehen, es unter einem der genannten Plätze abstellen zu können.

Die Garage ist nicht immer ein guter Stellplatz

Gerne werden E-Bikes auch zusammen mit dem Auto in der Garage geparkt. Hier ist es zwar trocken, aber vor allem im Winter entsteht durch die Wärme des Autos viel Feuchtigkeit im Raum, wodurch die Korrosion am Rad begünstigt wird. Darüber hinaus bringt ein Auto im Winter auch sehr viel Salz mit in die Garage, da dieses gerne verwendet wird, um die Straßen vor Glätte zu schützen. Auch das Salz verstärkt den Rost zusätzlich. Somit ist also vom Abstellen in der Garage eindeutig abzuraten, wenn es um ein E-Bike oder Fahrräder im Allgemeinen geht.

Ist ein E-Bike den Launen des Wetters aber ungeschützt aussetzt, erhöht sich das Risiko, dass es schnell Rost ansetzt. Da alle Teile des Fahrrads im Winter ständig Kälte und oftmals auch Feuchtigkeit ausgesetzt sind, können diese nicht anständig trocken und sind somit äußerst anfällig, was die Korrosion betrifft. So können sich schnell die, das E-Bike betreffenden, Kosten häufen, da die Radfahrer des Öfteren gezwungen sind, defekte Teile auszubessern oder sie durch neue Teile zu ersetzen.

Wer sein E-Bike pflegt, hat länger Freude daran

Die richtige Unterbringung und Pflege hat nicht zwingend etwas mit übertriebener Begeisterung oder Hingabe zu tun, sondern sollte vielmehr eine Selbstverständlichkeit für alle E-Bike-Besitzer darstellen. So hat man erstens länger Freude am Fahrrad und zweitens kann man sich so viele, unnötige Reparaturkosten ersparen. Zudem sollte auch der Werterhalt eine Rolle spielen. Schaut man beispielsweise auf das BVMW Cruise E-Bike mit einem Preis von knapp 3.000 Euro, so dürfte klar sein, warum eine ordentliche Pflege und Instandhaltung auch aus finanziellen Gründen zu empfehlen ist. Falls man die anfallenden nötigen Reparaturen gerne selbst erledigt, um den Kosten für den Arbeitsaufwand einer Fahrradwerkstatt aus dem Weg zu gehen, kann mit der vorbeugenden Pflege allerdings ebenso viel Zeit einsparen.

Der Akku ist das A und O

Vor allem im Winter gilt es, dem Akku des Elektromotors besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bei Temperaturen, die zwischen fünf und 30 Grad Celsius liegen, funktioniert der Akku ohne jegliche Probleme. Wenn das der Fall ist, muss man sich also keine Gedanken um die Elektrik machen, da man eigentlich nichts bei der Benutzung beachten muss, außer der ausreichenden Ladung.   

Akku sollte in Räumen mit Zimmertemperatur aufbewahrt werden

Da es im Winter aber oft wesentlich kälter ist, sollte man einige Dinge beachten, wenn es um den Akku eines E-Bikes geht. Zwar hat man beim Fahren auch bei minus zehn Grad Celsius keine Probleme mit diesem, aber nach dem Ende der Fahrt sollte man ihn nicht am Fahrrad lassen und schutzlos der Kälte aussetzen. Bei Minustemperaturen ist es also ratsam, den Akku mit ins Haus oder Büro zu nehmen, da er sonst leicht Schaden nehmen kann.

Die Zellen in der Batterie sind in der Regel von einer dünnen Folie eingewickelt, die sich unter dem Einfluss von kalten Temperaturen erhärtet. Beim Losfahren wird der Akku jedoch relativ schnell wieder durch die Benutzung erwärmt. Dieser rasche Temperaturwechsel kann dazu führen, dass diese Folien reißen. In diesem Fall muss der Akku erneuert werden und somit würden Kosten anfallen, die man sich leicht hätte ersparen können.  

Während der Fahrt stellen niedrige Temperaturen kein Problem für den Akku dar, solange man ihn nach der letzten Fahrt nicht am E-Bike gelassen hat. So ist die Temperatur im Akku nicht gefährlich gesunken und sobald man auf dem Rad sitzt, hält er sich durch den laufenden Betrieb ganz von alleine warm.

Auch wenn Niederschlag oder Wasserspritzer kein Problem für die Elektrik darstellen, sollte man dennoch darauf achten, dass diese niemals komplett unter Wasser gerät. Tiefe Pfützen sollten in der kalten und feuchten Jahreszeit also tunlichst vermieden werden, da die Elektrik ansonsten schnell beschädigt oder zerstört werden kann.

E-Bikes sind auch im Winter problemlos nutzbar

E-Bikes sind uneingeschränkt für den ganzjährigen Gebrauch gebaut, weswegen man auch problemlos im Winter mit der motorisierten Hilfe zu seinem Ziel kommen kann. Allerdings ist es empfehlenswert, sich intensiver um die Pflege des Fahrrads zu kümmern. Ansonsten kann es schnell passieren, dass kleinere oder auch größere Schäden entstehen. Diese können einfach mit etwas zusätzlichem Aufwand vermieden werden.

Vergleichbar mit normalen Fahrrädern sollte man auch bei einem E-Bike regelmäßig überprüfen, ob es den vorgegeben Anforderungen entspricht. So sollte zum Beispiel immer sichergestellt sein, dass die Lichtanlage intakt ist, um kein Risiko einzugehen, in der dunklen Jahreszeit übersehen zu werden. Zudem erspart man sich die fällige Strafe, sollte man von der Polizei angehalten werden.

Genauso wichtig ist es, die volle Funktionsfähigkeit der Bremsen regelmäßig zu überprüfen, da ohne diese die Sicherheit beim Fahren nicht gewährleistet werden kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kette des E-Bikes. Hier sollte man ebenfalls regelmäßig überprüfen, ob diese noch ausreichend geölt ist. Eine trockene Kette kann nämlich ebenfalls für Schäden oder Unfälle verantwortlich sein.

Im Grunde genommen verändert sich die Pflege des E-Bikes im Winter aber nicht sonderlich im Vergleich zum Frühling oder Sommer. Man sollte diese jedoch intensiver betreiben, als in den warmen Jahreszeiten, da die Kälte und die ständige Feuchtigkeit den Verschleiß des Fahrrads erheblich beschleunigen können. Solange man sich aber entsprechend um sein Gefährt kümmert, ist keine schnellere Abnutzung zu befürchten.

Die richtige Winterruhe

Auch wenn das E-Bike problemlos im Winter genutzt werden kann, gibt es dennoch viele Menschen, die das Fahrrad während der kalten Jahreszeit lieber stehen lassen. Neben einem geeigneten Abstellplatz ist es ratsam, das Fahrrad noch einmal gründlich zu waschen, damit etwaiger Schmutz keinen Schaden verursachen kann. Darüber hinaus sollte man noch einmal ordentlich die Kette ölen. Danach kann das E-Bike guten Gewissens über den Winter hinweg einquartiert werden. 

Allerdings sollte man den Akku des E-Bikes entfernen, falls an dem Abstellplatz die Temperaturen stark sinken können. Bevor man den Akku lagert, sollte dieser noch einmal aufgeladen werden. Wird die neue E-Bike-Saison dann eingeleitet, ist ein erneuter Ladevorgang zu empfehlen. Wenn man diese Tipps beherzigt, kann man sich leicht unnötigen Ärger und überflüssige Kosten sparen. Vor allem aber verlängert man die Lebenszeit des E-Bikes deutlich.

Quelle: freenet.de
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