Suzuki Jimny Tuning

01/2019, Shibata R31 Roadhouse Suzuki Jimny
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01/2019, Shibata R31 Roadhouse Suzuki Jimny

© CEN Racing
16.01.2019 - 15:21 Uhr von Thomas Harloff

Immer mehr japanische Tuner kümmern sich liebevoll um den neuen Suzuki Jimny. Der Tokyo Auto Salon 2019, Japans Tuningmesse schlechthin, zeigt die volle Bandbreite: vom Monster Truck über eine G-Klasse-Kopie bis hin zum Land-Rover-Klon.

Die japanischen Tuner haben ein neues Lieblingsobjekt: den Suzuki Jimny. Nachdem DAMD ihn bereits in eine kleine Mercedes G-Klasse oder einen Land Rover Defender verwandelt (siehe unten), legte Wald International mit seinem Programm nach. Auch Kult-Tuner Liberty Walk hat bereits ein Bodykit für den kleinen Offroader gestaltet. Der erste Eindruck: Die Japaner haben die Teile für den G 63 AMG direkt zweitverwertet.

Jimny im Monster-Truck-Style

Das Shibata R31 House ist eigentlich auf Performance-Umbauten des Nissan Skyline spezialisiert. Doch für den diesjährigen Tokyo Auto Salon werden sich die Japaner untreu. Nicht nur, dass sie ein Auto gebaut haben, das garantiert nichts auf einer Rennstrecke verloren hat – es ist auch noch ein Fremdfabrikat. Um welches Modell es sich handelt, dürfte klar sein, schließlich ist es nicht umsonst in dieser Tuning-Übersicht zum Suzuki Jimny gelandet. Aber mit welcher Konsequenz Shibata den knuffigen Geländewagen zum Monster Truck umgebaut hat, ist wahrlich beeindruckend. Es bedurfte schon einer stattlichen Höherlegung per Hilfsrahmen um 40 Zentimeter, um die Riesen-Beadlock-Räder mit Grobstollen-Bereifung unter das Auto zu bekommen. Darüberhinaus hat sich an der Jimny-Karosserie gar nicht so viel geändert. Gleiches gilt bislang für den Motorraum, in den in absehbarer Zeit aber ein Nissan-V8 einziehen soll.

Als wäre das nicht schon genug, hat sich Shibata für seinen Messeauftritt mit CEN Racing zusammengetan. Die Amerikaner liefern das sehr detailgetreue funkferngesteuerte Pendant zum echten Monster Jimny im Maßstab 1:12, das im März sogar in den Handel kommt.

Bodykit in dreifacher Ausführung

Frappierende Ähnlichkeiten zeigen sich auch beim Suzuki Jimny von Liberty Walk. Allerdings nicht zu einem Spielzeugauto, sondern zum Mercedes-AMG G 63 aus eben jenem Hause. Die Stoßstange weist an den Seiten fast dieselben sechseckigen Lufteinlässe auf. Auch der Kühlergrill mit den beiden Querstreben samt Liberty Walk-Logo erinnert stark an den Mercedes, genau wie die eckigen Kotflügelverbreiterungen. Nur bei den Blinkern zeigt sich ein Unterschied: Beim G 63 AMG sitzen sie typisch oben auf dem Kotflügel, beim Jimny seitlich versetzt neben den Scheinwerfern.

Die bisher erwähnten Teile gehören zum Bodykit namens „G Mini Works Light“, das 2.970 US-Dollar (aktuell etwa 2.585 Euro) kostet. Wer auf das Komplettpaket upgraded, zu dem zusätzlich ein Heckflügel gehört, zahlt 3.510 Dollar (rund 3.050 Euro). Aber nur das Premiumpaket macht den G 63 AMG-Look perfekt. Es umfasst obendrein den markanten Front-Dachspoiler mit LED-Beleuchtung und den Motorhaubenaufsatz. Kostenpunkt: 5.570 Dollar bzw. 4.850 Euro.

Grobstollen-Räder und breite Kotflügel von Wald

Wald International verspricht mit seiner Bezeichnung „Black Bison Edition“ nicht zu viel, schließlich legt der Jimny nach seiner Verwandlung einen wahrlich imposanten Auftritt hin. Wer sich an den Mercedes G 500 4x4² erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch. Das gilt vor allem von vorne betrachtet und liegt nicht nur am neuen Kühlergrill mit zehn Längsstreben, von dem die Scheinwerfer nun optisch getrennt sind. Oder an der neuen Frontstoßstange mit ihren vierteiligen LED-Leuchten. Sondern in erster Linie an der neuen Motorhaube im Lufthutzen-Style, die aufgesetzte Blinker à la Mercedes G-Klasse trägt. Das Anbauteil am vorderen Dachende, das ebenfalls einige LED-Lämpchen beheimatet, macht den kernigen Look perfekt.

Hinten ändert sich – vom innen abgeflachten Dachspoiler abgesehen – nicht so viel. Dezente optische Retuschen betreibt Wald an der Reserveradabdeckung und an den seitlichen Enden der Heckstoßstange, die an die verbreiterten Kotflügelaufsätze angepasst werden. Darunter rotieren Sieben-Speichen-Räder mit üppig bemessener Grobstollen-Bereifung, und die haben dank massiver Höherlegung auch genug Platz dafür. Die Preise für sein Black-Bison-Programm gibt Wald erst später bekannt.

DAMD Jimny im Look der AMG-G-Klasse

Konkurrent DAMD hat sein „Little G“-Bodykit etwas dezenter gestylt, macht aber erst recht keinen Hehl daraus, dass man sich bei dessen Design die Mercedes G-Klasse zum Vorbild genommen hat. Da ist zum Beispiel die Front: Statt fünf vertikaler Lufteinlässe gibt es einen Gittergrill mit dicker Querstrebe, in dessen Zentrum ein rundes Logo prangt, das gut und gerne einen Stern präsentieren könnte. Die Stoßstange weist nun jene blockige Dreiteilung auf, die wir bis heute vom G 55 oder G 63 AMG kennen. Sogar den mittigen Unterfahrschutz reproduziert DAMD, wenn auch auf etwas hemdsärmelige Art per gelochtem Blech. Die runden Jimny-Blinker ersetzt der Tuner durch vertikal angeordnete Signalleuchten.

Die bei Suzukis Original angeschrägten Kotflügelverbreiterungen sind beim DAMD-Jimny gerade ausgeführt; so ähnlich ist es schließlich bei der G-Klasse. Dazwischen befindet sich ein Trittbrett, unter dem das wohl witzigste Detail hervorschaut: als Sidepipe ausgeführte Doppel-Endrohre, wie sie der G 63 AMG auch heute noch hat. Die schmalen Zwölfspeichen-Felgen und die am Heck angebrachte Reserveradabdeckung in G-Klasse-Optik machen die Illusion perfekt. Nun ja, zumindest fast.

DAMD Little D als Defender-Kopie

Wo DAMD schon mal beim Kop…, sorry, Zitieren war, haben sie den Jimny direkt in die Reinkarnation einer anderen Geländewagen-Ikone verwandelt. Es ist nicht schwer zu erraten, an wen sich der „Little D“ anlehnt: Klar, an den Land Rover Defender. Auch hier hat der Tuner den Kühlergrill und den Stoßfänger geändert, außerdem die Motorhaube neu modelliert. An der Seite bleibt alles gleich, sieht man einmal von den robust wirkenden Felgen samt kerniger Offroad-Bereifung ab.

Das an der Heckklappe angebrachte Reserverad trägt beim Little D keine Abdeckung – beim Defender ist das schließlich auch so. Die Heckstoßstange mit den typischen Rundleuchten sieht ebenfalls aus wie beim britischen Vorbild. Und was beim Little G die Sidepipes sind, sind hier die Spritzlappen hinter den Rädern. Einfach ein Ausdruck der Liebe zum Detail, die DAMD bei seinen Jimny-Umbauten walten lässt.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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