Wie lange lohnt sich die Vollkasko?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat die
neue Regionalstatistik für 2010 veröffentlicht.
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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat die neue Regionalstatistik für 2010 veröffentlicht.

31.08.2010 - 08:30 Uhr von Brigitte Haschek

Die Vollkasko-Versicherung federt das finanzielle Risiko von Fahrzeug-Totalschäden oder teuren Werkstatt-Reparaturen bei selbst verschuldeten Unfällen ab. Doch wie lange nach dem Neuwagenkauf lohnt sich der Rundum-Schutz fürs Auto?

Für Hartmut Schmid vom Augsburger Marktbeobachter Aspect Online ist die Sache klar: "Fahrer etwas älterer Autos sollten nicht wegen 100 Euro pro Jahr am falschen Ende sparen, um dann vielleicht auf einem Totalschaden in Höhe von 10.000 Euro sitzen zu bleiben."

Nach vier bis fünf Jahren hat sich der Wert des Autos halbiert

Ist etwa ein vier Jahre alter Audi A6 Avant nach einem Unfall irreparabel, müssen auf dem Gebrauchtmarkt mindestens 18.500 Euro für den Ersatz bezahlt werden. Ein Mini One gleichen Alters ist nicht unter 10.000 Euro zu haben. Für Neuwagenkäufer ist das wichtigste Argument bei Abschluss einer Vollkasko-Versicherung, kein Finanz-Desaster zu erleben, weil der Wagen nur noch Schrott ist oder teuer repariert werden muss, wenn sie den Unfall verschuldet haben. Doch nach etwa vier bis fünf Jahren hat sich in der Regel der Wert des Wagens halbiert. Lohnt sich dann noch das im Vergleich zur Teilkasko-Versicherung teurere Rundum-sorglos-Paket? Für die Beantwortung dieser Frage sind verschiedene Faktoren wichtig.

Ob sich die Vollkasko lohnt, kommt auf das Auto an

Je höher der Schadenfreiheitsrabatt ist, desto wahrscheinlicher ist es, längere Zeit günstiger mit Vollkasko zu fahren, denn bei Teilkasko fallen immer 100 Prozent Prämie an. Auch die jeweilige Typklasse ist ein Aspekt, weil es gewaltige Unterschiede zwischen Teil- und Vollkasko-Einstufung geben kann - etwa bei Cabrios, die aufgrund des hohen Teilediebstahl-Risikos und den meist damit verbundenen Verdeckschäden bei der Teilkasko oft schlechter dastehen. "Auch Kriterien wie Fahrleistung oder Garagenbesitz spielen eine Rolle", weiß Aspect-Online-Experte Schmid. Bei den Musterrechnungen hat er folgendes Profil unterstellt: Erstzulassung am 8. Februar 2006 auf einen jetzt 60-jährigen Mann in Augsburg, der 12.000 Kilometer pro Jahr fährt und eine Garage hat. Der gewählte Tarif sieht keine Werkstattbindung vor, schließt grobe Fahrlässigkeit aus und beinhaltet Mallorca-Police sowie erweiterten Teilkasko-Wildschadenschutz. 

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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