24h-Rennen Le Mans 2017 (3. Qualifying)

Sarrazin - Kobayashi - Conway - Toyota TS050 Hybrid -
Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying
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Sarrazin - Kobayashi - Conway - Toyota TS050 Hybrid - Startnummer #7 - 24h-Rennen Le Mans 2017 - Qualifying

© xpb
15.06.2017 - 23:59 Uhr von Andreas Haupt

Den ersten Startplatz hatte Toyota im zweiten Qualifying bereits fixiert. Im Abschlusstraining machte Kazuki Nakajima eine Doppelführung daraus. Porsche startet geschlossen aus der zweiten Reihe in die Mission 19. Titel.

Das ganz große Spektakel blieb im Abschlusstraining zum 24h-Rennen Le Mans 2017 aus. Die spannendsten Minuten im letzten Qualifying ereigneten sich gleich zu Beginn. Die beiden Porsche 919 Hybrid und die Toyota TS050 mit der Startnummer 8 und 9 begaben sich direkt nach der Freigabe durch die Rennleitung hinaus, um ihre Ausgangspositionen für den Marathon zwei Mal um die Uhr zu verbessern.

Porsche mit technischen Problemen

Die absolute Bestmarke, aufgestellt im zweiten Qualifying durch Kamui Kobayashi im Toyota TS050H mit der Startnummer 7, wackelte nicht. Dafür steigerte sich Kazuki Nakajima und bescherte seinen japanischen Landsleuten die Doppel-Pole für das 24h-Rennen Le Mans 2017. Auf die Bestzeit des Schwesterautos fehlten 2,337 Sekunden. Für Toyota ist es nach 1999 und 2014 das dritte Mal überhaupt, dass man sich den ersten Startplatz angelte.

Rivale Porsche gehört die zweite Startreihe. Im dritten Qualifying gelang keinem der beiden 919 Hybrid eine Verbesserung. Nach einem Quali-Versuch verlagerte das Team aus Weissach wie Toyota den Fokus auf die Rennvorbereitung. Allerdings ereignete sich ein technischer Zwischenfall: Etwa 50 Minuten vor Session-Ende rollte der Porsche 919 Hybrid mit Brendon Hartley am Steuer (Startnummer 2) ohne Vortrieb aus. Die Techniker machten ein Problem am Vierzylinder-Turbo aus. Die Motortemperaturen waren zu weit nach oben geklettert. Der Neuseeländer konnte seinen Rennwagen auch nicht mehr mit reiner Elektrokraft an die Box retten. Dafür waren die Batterien wohl nicht stark genug aufgelande. Hartley kam in Indianapolis zum Stehen, der 919 Hybrid musste abgeschleppt werden.

Oreca dominiert in LMP2

Mit der Abstimmung war Porsche bereits nach dem freien Training und dem ersten Qualifying zufrieden gewesen. Im dritten Qualifying trainierte man noch Reifenwechsel und erkundete in den späten Abendstunden während der Dunkelheit, wann der richtige Zeitpunkt für welche der drei Michelin-Mischungen ist. Sprich: Wie sind die Übergangsphasen zwischen Soft, Medium und den harten Reifen? Das herauszufinden beeinflusst wesentlich die Taktik. Ein schleichender Plattfuß bei einem Run von André Lotterer kostete ein wenig Trainingszeit.

Nicolas Lapierre glückte im dritten und laut Experten am schwächsten besetzten Toyota zwar ein Zeitensprung, zu mehr als dem fünften Platz reichte es jedoch nicht. Rückstand: 3,834 Sekunden. Dahinter platzierte sich der Rennwagen von Bykolles. Nach den ersten Qualifyings hatten sich Oliver Webb, Dominik Kraihamer und Marco Bonanomi noch hinter einem der LMP2-Rennwagen anstellen müssen.

Das Feld der Le Mans Prototypen 2 beherrschten wie schon beim Vortest die Autos mit einem Chassis von Oreca. Sie nahmen in der Klasse die ersten sieben Ränge ein. Die Konkurrenz von Dallara, Ligier und Riley-Mulitmatic erscheint fast schon chancenlos. Die LMP2-Rennwagen müssen mindestens 930 Kilogramm wiegen und sind allesamt mit einem Einheitsmotor von Gibson (Vierliter-V8) ausgerüstet.

Ford gibt endlich Gas

Viel Bewegung herrschte in der LMGTE. Porsche, Ford, Corvette und Aston Martin wechselten sich in der GT-Klasse für Profis an der Spitze ab. Mit dem besten Ende für die Briten. Darren Turner (Startnummer 97) umkurvte die 13,629 Kilometer lange Bahn um gut zwei Zehntel flotter als Teamkollege Richie Stanaway im Schwesterauto Vantage GTE. Dazwischen schob sich James Calado im Ferrari 488 GTE. Die Italiener hielten sich in den Qualifyings lange zurück und attackierten erst in den Schlussminuten. Sam Bird bestätigte als Viertplatzierter in der LMGTE die Ferrari-Pace.

Auch Ford gab nach bescheidenem Speed in den bisherigen Sitzungen endlich mehr Gas. Ryan Briscoe ließ als Klassenfünfter im Ford GT (Startnummer 69) die Corvette mit der 63 und den Porsche 911 RSR mit der 92 hinter sich. Die Zeitenabstände versprechen spannende und intensive Duelle über 24 Stunden: Die 13 Autos in der LMGTE Pro trennten gerade einmal 1,8 Sekunden. Bislang fassten ACO und FIA die Balance of Performance nicht an. Die letzte Änderung datiert vom 9. Juni. Als Reaktion auf die Ergebnisse vom Vortest.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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