Alfa Romeo behält Giovinazzi

Antonio Giovinazzi - Nico Hülkenberg - F1
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Antonio Giovinazzi - Nico Hülkenberg - F1

© Wilhelm

Antonio Giovinazzi kann aufatmen. Der 25-jährige Italiener darf auch 2020 für Alfa Romeo-Sauber fahren. Damit ist klar: Nico Hülkenberg wird die Formel 1 verlassen müssen.

Die Zitterpartie für Antonio Giovinazzi ist vorbei. Nach Wochen des Wartens erlöste Alfa Romeo seinen italienischen Fahrer. Giovinazzi darf auch im kommenden Jahr an der Seite von Kimi Räikkönen beim Rennstall aus dem Schweizer Hinwil fahren. Das bestätigte das Team am Montag nach dem GP USA.

2020 keine Ausreden mehr

Für Giovinazzi wird es 2020 die zweite volle Saison in der Königsklasse. Der WM-18. bestritt 2017 in Australien und China seine ersten beiden Rennen für den Sauber-Rennstall. Damals als Ersatz für den verletzten Pascal Wehrlein. Ein Stammcockpit bekam der Zweitplatzierte der GP2-Meisterschaft 2016 erst in dieser Saison.

Giovinazzi überzeugte eher selten. Der Italiener schaffte es drei Mal in die Punkteränge (Österreich, Italien, Singapur). Im Teamduell gegen Räikkönen steht es nach Punkten 31:4 für den finnischen Routinier. Das verdeutlicht, wo Giovinazzi ansetzen muss. Im Rennen fehlt ihm noch die Konstanz, und das notwendige Durchsetzungsvermögen. Und es unterlaufen ihm noch zu viele Leichtsinnsfehler. Zum Beispiel in der Schlussphase des GP Belgien, als er seinen C38 in den Punkterängen liegend in Pouhon wegfeuerte. In der Qualifikation robbte sich der 25-Jähirge hingegen an Räikkönen heran. Auf eine Runde fahren Giovinazzi und Räikkönen inzwischen praktisch auf Augenhöhe.

„Ich habe viel gelernt in diesem Jahr. Ich bin überzeugt, dass ich 2020 einen großen Schritt nach vorne machen werde“, sagt Giovinazzi, der auch weiß, dass sich der Druck erhöhen wird. „Ich werde kein Rookie mehr sein, deshalb wird es keine Ausreden mehr geben. Ich will nächstes Jahr vom Saisonstart weg konkurrenzfähig sein, und das Vertrauen zurückzahlen, das das Team in mich steckt.“

Was sind Hülkenbergs Alternativen?

Alfa Romeo-Sauber war in zwei Lager gespalten. Die eine Seite sprach sich für eine Vertragsverlängerung mit Giovinazzi aus. Die andere frohlockte mit einem neuen Fahrer. Teamchef Frederic Vasseur kokettierte mit einer Verpflichtung von Nico Hülkenberg. Doch es setzte sich die Ferrari-Fraktion im Team durch. Giovinazzi ist ein ehemaliger Ferrari-Junior. Sie brachten ihn bei Alfa-Sauber unter. Die Formel-1-Aktivitäten von Ferrari und Alfa Romeo laufen unter dem Konzerndach des FCA-Konzerns.

Des Einen Glück ist des Anderen Pech. Während Giovinazzi aufatmet, steht Nico Hülkenberg ohne Cockpit für 2020 da. Der Le Mans-Sieger von 2015 muss bei Renault sein Cockpit für Esteban Ocon räumen. Noch am Wochenende hatte der Rheinländer offenbart, dass Alfa Romeo seine einzige Option für einen Verbleib in der Formel 1 sei. Ein Wechsel zu Williams kommt für ihn nicht infrage.

Bis auf den Platz neben George Russell bei Williams sind alle Cockpits für 2020 vergeben. Damit ist klar, dass Hülkenberg sich nach Alternativen außerhalb der Formel 1 umschauen muss. Gerüchten im Fahrerlager, wonach er 2020 für BMW in der DTM fährt, widersprach Hülkenberg. Was wären seine Alternativen? Vielleicht ein Jahr bei Ferrari im Simulator fahren, und Sebastian Vettel und Charles Leclerc zuarbeiten. Um den Kontakt zur Formel 1 zu halten, und sich für neue Aufgaben zu empfehlen. Oder ein Wechsel in die IndyCar-Serie. Es heißt, Hülkenberg könnte dort für Ed Carpenter Racing auf den Straßenkursen fahren – und nicht im Oval. Dort greift der Chef selbst noch ins Lenkrad.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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