BMW M2 CS Racing

BMW M2 CS Racing - Rennwagen
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BMW M2 CS Racing - Rennwagen

© BMW

Kurz nach der Präsentation des Straßensportwagens M2 CS stellt BMW die Rennversion vor. Das Reglement bremst den BMW M2 CS Racing ein – doch der bayerische Hersteller hat bereits eine stärkere Version in der Pipeline.

BMW hat im Rennsport ein breites Portfolio. M4 GT4, M6 GT3, M8 GTE, M4 DTM – damit deckt der bayerische Hersteller den weltweiten GT-Rennsport und die DTM ab. Am unteren Ende schnalzt ein neuer Rennwagen um die Kurve. Der BMW M2 CS Racing ist der Nachfolger des M240i Racing.

Der Einstieg in den Kundensport kostet bei BMW mindestens 95.000 Euro. Obendrauf kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Damit liegt der M2 CS Racing bei über 110.000 Euro. Dafür bekommt der Rennfahrer ein beflügeltes Auto mit Reihensechszylinder-Turbomotor.

Powerstick für Motoranpassung

Der drei Liter große Motor leistet ja nach Einstufung zwischen 280 und 365 PS. Das ist schon ein recht großes Spektrum. Damit die Leistungsanpassung nicht zur Knochenarbeit wird, hat BMW für die Motorsteuerung einen Powerstick entwickelt. Der funktioniert vereinfacht gesagt wie ein USB-Stick. Anstöpseln, Leistungsstufe auswählen, losfahren. Die Technik hatte BMW mit dem M4 GT4 eingeführt.

Antriebswellen und Motorlager wurden überarbeitet. Maximal streut der Reihensechser ein Drehmoment von 550 Newtonmeter. Die Kraftübertragung stemmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, mit einer für den Motorsport abgestimmten Software. Der Fahrer kann die Gänge über Schaltwippen am (abnehmbaren) Lenkrad selbst einlegen.

Ein mechanisches Sperrdifferential von Drexler soll dafür sorgen, dass die Hinterräder die Leistung auch auf den Boden bekommen – und weniger durchdrehen. Die Radlager der Hinterachse passten die Ingenieure an.

Assistenzsysteme wie das Antiblockiersystem (ABS) und die Stabilitätskontrolle (bei BMW DSC) applizierten die Techniker an die speziellen Anforderungen im Motorsport: spät bremsen, schnell abbiegen. Der Kabelbaum wurde entrümpelt, um ein paar Kilos zu verlieren.

450-PS-Version in Arbeit

Analog zum Straßenmodell M2 CS trägt der Rennwagen ein Dach aus Kohlefaser, um Gewicht zu sparen, und den Schwerpunkt zu senken. Ein Überrollkäfig verstärkt die Sicherheit. Der BMW M2 CS Racing trägt einen Frontsplitter und einen Heckflügel aus Carbon. Hier können Teams das Abtriebslevel und den Luftwiderstand beeinflussen, indem sie das Hauptblatt flacher oder steiler stellen.

Die Stabilisatoren an der Vorderachse sind dreistufig einstellbar. An Vorder- und Hinterachse setzt BMW auf speziell angepasste Stoßdämpfer (ZF Sachs). Der Renn-CS rollt auf Michelin-Slickreifen. Die Bremsscheiben haben einen Durchmesser von 380 Millimeter. Vorn arbeiten Sechs-Kolben-Festsättel, hinten Vierkolben-Festsättel.

Die ersten Rennen hat der M2 CS Racing bereits bestritten. Der Rennwagen fuhr in der VLN Langstreckenmeisterschaft drei Rennen auf dem Nürburgring. Die Auslieferung des Renners ist für Mitte 2020 geplant. Heißt: Der M240i Racing bleibt weiter im Einsatz. BMW hat noch ein Upgrade in der Pipeline. Die Motorsport-Abteilung arbeitet an einer 450 PS starken Version des M2 CS Racing – der Rennwagen hätte damit so viel Leistung wie das neue Straßenmodell.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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