F1-Autos von Schumacher in Goodwood

Damon Hill - Schumacher-Benetton B191 1992 - Goodwood 2019
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Damon Hill - Schumacher-Benetton B191 1992 - Goodwood 2019

© Motorsport Images

Das Festival of Speed in Goodwood stand 2019 ganz im Zeichen von Michael Schumacher. Highlight war eine Showfahrt von Schumis altem Rivalen Damon Hill im Weltmeister-Benetton von 1994.

Um Michael Schumacher ist es in letzter Zeit etwas ruhig geworden. Vergessen ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aber noch lange nicht. In Goodwood wurde Schumachers Werdegang auf eine ganz besondere Art geehrt: In der Assembly Area des Hill-Climb-Rennens war eine ganze Reihe aus Garagen ausschließlich mit originalen Formel-1-Autos gefüllt, die Schumacher selbst gefahren hat.

Die Assembly Area ist beim Goodwood Festival of Speed gleichzeitig eine Art Fahrerlager. Von hier aus fahren die Rennteilnehmer zum Start und nehmen dann die 1,86 Kilometer lange Strecke des Hill Climb in Angriff. Da machen die Michael-Schumacher-Formel-1-Autos keine Ausnahme: Sie sind alle voll funktionstüchtig und fahren in Renngeschwindigkeiten über den kurzen Kurs.

Hill im Auto des alten Konkurrenten

Die Organisatoren haben aber nicht nur die alten Autos von Schumi nach Goodwood eingeladen, sondern auch seinen alten Rivalen Damon Hill. Der Brite durfte erstmals im alten Benetton 194 von Schumacher sitzen, gegen den er im Jahr 1994 beim Finale in Adelaide so dramatisch die WM verlor. Der 58-Jährige raste im V6-Renner einmal den Hügel hoch und verneigte sich damit vor seinem ehemaligen Gegner.

Noch besser als der erste Titel im Benetton dürften den vielen Schumacher-Fans seine Erfolge für Ferrari in Erinnerung geblieben sein. Natürlich waren auch aus Maranello jede Menge Autos in Goodwood vor Ort – zusammen mit einer kleinen italienischen Mechaniker-Truppe, die sich um die Wartung der roten Raketen kümmerte.

Alle Schumacher-Weltmeisterautos

Ganz vorne in der Garagengasse stand aber ein Jordan-Ford 191, mit dem Schumacher 1991 sein Formel-1-Debüt in Spa-Francorchamps feierte. Rechts daneben dann der erwähnte 1994er Benetton-Ford B194, mit dem er seinen ersten Weltmeistertitel holte. Dann folgen die Ferraris.

Im Jahr 2000 brach Schumacher für die Scuderia einen 21 Jahre andauernden Bann und holte endlich wieder einen Fahrer-Weltmeistertitel nach Maranello. Von 2000 bis 2004 gewann Schumacher durchgehend alle Meisterschaften mit Ferrari – alle diese Weltmeisterautos waren in Goodwood mit dabei.

Am Ende der Reihe ganz rechts steht, optisch ein bisschen abseits und nicht nur nach vorn, sondern auch zur Seite mit Sperrband vom Rest der Autos getrennt, der Mercedes MGP W02, mit dem Schumacher 2011 sein Comeback feierte. Leider konnte er damit nicht an die alten Erfolge anknüpfen. Er wurde insgesamt Achter. 2012 bestritt er dann seine letzte Formel-1-Saison – wieder für Mercedes.

Durch die Gasse mit Michael Schumachers Autos gehen die sonst fröhlichen Festival-Besucher etwas ruhiger und nachdenklicher – sie werden beim Anblick der Autos dem Formel-1-Rekordmeister im Stillen alles Gute wünschen. In der Galerie nehmen wir Sie mit auf einen kleinen Rundgang durch die Schumi-Boxen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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