F1-Technik-Trends 2019

Die Formel-1-Aerodynamiker mussten für das Jahr 2019 auf eine
kleine Regel-Reform reagieren. Wir zeigen Ihnen, auf welche
Bereiche sich das Interesse der Ingenieure besonders konzentrieren
wird ...
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Die Formel-1-Aerodynamiker mussten für das Jahr 2019 auf eine kleine Regel-Reform reagieren. Wir zeigen Ihnen, auf welche Bereiche sich das Interesse der Ingenieure besonders konzentrieren wird ...

© sutton-images.com
08.01.2019 - 06:15 Uhr von Tobias Grüner

Die Technik-Fans können sich auf eine heiße Saison einstellen. Die neuen Aerodynamik-Regeln verlangen von den Ingenieuren innovative Ideen. Vor allem an der Nase und den Leitblechen erwarten wir neue Entwicklungen.

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Die FIA und Liberty Media wollen 2019 wieder mehr Überhol-Action auf der Strecke sehen. Dazu wurden die Aerodynamik-Regeln kurzfristig angepasst. Der Frontflügel ist künftig deutlich einfacher gestaltet. Den Ingenieuren soll es damit erschwert werden, die verwirbelte Luft wie bisher schon früh nach außen zur dirigieren, was die Aerodynamik eines hinterherfahrenden Autos besonders stört.

Doch Formel-1-Ingenieure lassen sich bekanntlich nur schwer einschränken. Und schon gar nicht vom Reglement. „Wir werden auch weiterhin versuchen, die Luft außen an den Rädern vorbei zu zwingen, während die FIA versucht, sie innen zu halten. Da liegen unsere Ziele komplett entgegengesetzt zueinander“, erklärt Force India-Technikchef Andy Green das Dilemma.

Viel Potenzial im Rückspiegel versteckt

Wenn der Frontflügel zum Ablenken der Luft wegfällt, müssen eben andere Bauteile diese Arbeit übernehmen. Vor allem die Nase mit ihren Leitblechen darunter wird wohl künftig dazu verwendet, den Luftstrom in die gewünschten Bahnen zu lenken. Experten erwarten zum Beispiel, dass das Mercedes-Konzept mit dem „Cape-Flügel“ weitergedacht wird oder ganz neue Formen entstehen.

Großes Entwicklungspotenzial verbirgt sich auch in den Rückspiegeln. Für ihre Position hat die FIA einen neuen Reglement-Text geschrieben. Demnach können sie künftig zwar nicht mehr am Halo angebracht werden, doch immer noch erlaubt ist der Anbau eines doppelten Gehäuses, wie es Ferrari letzte Saison als erstes Team gezeigt hat.

Die Durchströmung des Gehäuses und die Verwendung von kleinen Flügelchen als Befestigung sorgen dafür, dass die Luft im Heckbereich an die Stellen gelenkt wird, an der sie gebraucht wird. „Der Effekt ist nicht riesig, aber in der Formel 1 wird bekanntlich jeder kleinste Bereich optimiert. Und zusammengerechnet wirkt sich das dann spürbar aus“, erklärt Green.

Weiter Experimente mit Unterboden

Ob auch die vertikalen Finnen auf dem hinteren Unterboden zu einem Techniktrend für 2019 werden, steht noch nicht fest. Ferrari und Red Bull experimentierten am Ende der vergangenen Saison erfolglos mit dieser Idee herum. Laut Green ist das letzte Wort damit aber noch nicht gesprochen. „In den CFD-Simulationen sieht die Idee vielversprechend aus. Ich denke, an diesem Thema wird noch weiter gearbeitet.“

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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