Fernando Alonsos Abrechnung

Fernando Alonso - McLaren - GP Brasilien - Interlagos - Formel 1
- Donnerstag - 8.11.2018
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Fernando Alonso - McLaren - GP Brasilien - Interlagos - Formel 1 - Donnerstag - 8.11.2018

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08.11.2018 - 20:01 Uhr von Michael Schmidt

McLaren würde die Saison 2018 am liebsten vergessen. Fernando Alonso stuft sie trotz enttäuschender Ergebnisse als eine seiner besten ein. Weil er mit mittelmäßigem Material das Maximum herausgeholt hast.

Was haben Lewis Hamilton und Fernando Alonso gemeinsam? Beide haben sich in dieser Saison keine offensichtlichen Fehler geleistet. Und beide haben ihren Teamkollegen dominiert. „Ich liege im Trainingsduell mit 19:0 vorne. Das ist mir noch nie in meiner Karriere gelungen“, blickt Fernando Alonso genüsslich zurück. Der Spanier kann dabei nicht oft genug erwähnen, dass er Stoffel Vandoorne für den besten aller Nachwuchspiloten hält.

Er selbst sei in dieser Saison ein noch besserer Fahrer geworden. „Die Rennen in der WEC mit Toyota und die Testfahrten in einem IndyCar haben meinen Horizont erweitert. Sie haben mir Dinge gezeigt, die ich in der Formel 1 nicht hätte lernen können.“ Beispiele? „Wie man mit den Reifen umgeht und die elektrische Energie am besten einsetzt. Dieser Eindruck aus anderen Serien hat mir auch in der Formel 1 geholfen.“ Die Pläne für 2019 hat Alonso noch nicht konkretisiert. Er wird die WEC-Saison zu Ende fahren, im Juni ein zweites Mal in Le Mans antreten und wahrscheinlich auch das Indy 500 fahren. „Es gibt aber noch keine Neuigkeiten zu Indy. Ich habe noch keine Flugtickets gekauft.“

McLaren in falsche Richtung abgebogen

In dieser Saison würde Alonso zum vorläufigen Ende seiner Formel 1-Karriere gerne noch einmal Punkte holen. In Interlagos sieht er größere Chancen als in Abu Dhabi. Was der McLaren auf der Zielgerade verlieren wird, kann er zu Teilen in den Kurven wieder wettmachen. Vor allem im Rennen. „Es gibt ja nur sechs Kurven hier“ , doziert Alonso. Wie bitte? Sind es nicht insgesamt 15 Kurven? „ Ja, aber nur in sechs davon kannst du Zeit gutmachen.“ Alonso zählt sie auf: 1, 4, 6, 8, 9 und 12.

Auch wenn er im nächsten Jahr die Formel 1 nur aus der Zuschauerperspektive erlebt, wird er ein waches Auge auf die Szene werfen. Alonso sagt McLaren schon nächstes Jahr eine bessere Zukunft voraus. Weil das Team das Bauen von Rennautos nicht verlernt hat, dieses Jahr nur mit einigen Experimenten vom rechten Weg abgekommen ist. „Wir hatten letztes Jahr wirklich eines der besten Chassis im Feld. Dann sind wir leider ein paar Mal in die falsche Richtung abgebogen.“

Die Entwicklungen hätten nicht das gebracht, was sie auf dem Papier versprochen hätten. „Deshalb sind wir am Ende bei schlechten Kompromissen gelandet.“ Inzwischen wissen die Ingenieure, was sie falsch gemacht haben. Der gleiche Fehler sollte ihnen nächstes Jahr nicht noch einmal passieren. „Wir haben die Probleme erkannt und experimentieren seit Juli mit Teilen herum, um für nächstes Jahr besser aufgestellt zu sein.“ Wenn McLaren ihm 2019 beweist, dass die Reise wieder in die richtige Richtung geht, könnte 2020 die Formel 1 für Alonso wieder ein Thema werden.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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