Fünf Weltmeister mit zwölf WM-Titeln

Von seinen alten Weggegfährten waren Alonso und Button noch
dabei. Hamilton freute sich auf die Chance, endlich den Altmeister
zu schlagen.
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Von seinen alten Weggegfährten waren Alonso und Button noch dabei. Hamilton freute sich auf die Chance, endlich den Altmeister zu schlagen.

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20.03.2011 - 00:00 Uhr von Michael Schmidt

In Melbourne stehen gleich fünf Weltmeister am Start. Damit stellt die F1-Saison 2011 den Rekord der Jahre 1968 und 1970 ein.

Fahrerisch steht uns eine bestens besetzte Weltmeisterschaft ins Haus. Beim Saisonauftakt in Australien gehen fünf Weltmeister am Start. Michael Schumacher, Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Jenson Button und Sebastian Vettel haben insgesamt zwölf WM-Titel zusammengetragen. Selten hatte ein Feld so viel Erfahrung angehäuft. Alle 24 Fahrer zusammen haben 136 Jahre in der Formel 1 zugebracht. Trotzdem gibt es mit Pastor Maldonado, Paul di Resta, Sergio Perez und Jérôme d‘Ambrosio vier Neulinge.

Auf dem Konto der Fahrer, die in Melbourne antreten, sind 180 Siege und 6.246,5 WM-Punkte. 14 Piloten haben schon einmal einen Grand Prix angeführt. Mit Paul di Resta ist der aktuelle DTM-Champion dabei, mit Pastor Maldonado der amitierende GP2-Meister. Auch Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Timo Glock waren schon Meister der GP2-Serie. Nick Heidfeld bringt einen Formel 3000-Titel von 1999 mit.

1968 und 1970 ebenfalls mit fünf Weltmeistern

Zurück zu den Weltmeistern. Nur zwei Mal in der 61-jährigen Grand Prix-Geschichte gaben sich fünf Weltmeister in einer Formel 1-Saison die Ehre. 1968 nahmen beim Saisonauftakt in Südafrika Jim Clark, Jack Brabham, Graham Hill, John Surtees und Denis Hulme mit zusammengezählt acht WM-Titeln teil. Es war Jim Clarks letzter GP-Start und gleichzeitig auch sein letzter Sieg. Drei Monate später war der Schotte tot, verunglückt bei einem Formel 2-Rennen in Hockenheim.

Auch 1970 standen fünf Champions in der Nennliste. In Kyalami trafen sich Jack Brabham, Graham Hill, John Surtees, Denis Hulme und Jackie Stewart. In Summe acht WM-Titel. Vier der Weltmeister landeten in den Punkten. Der Älteste, Jack Brabham, gewann den Saisonauftakt im Alter von 43 Jahren. Graham Hill feierte auf Krücken gehend als Andenken an einen schweren Unfall in Watkins-Glen im Oktober des vorangegangenen Jahres als Sechster ein bemerkenswertes Comeback.

Abgesehen vom ersten Jahr gab es nur eine weitere Saison, bei der kein einziger Weltmeister das Feld schmückte. 1959 stand die Formel 1 vor einem Neubeginn. Der letztjährige Weltmeister Mike Hawthorn war drei Monate nach seinem Titelgewinn auf der Landstraße tödlich verunglückt. Zuvor hatte er seinen Rücktritt vom Rennsport erklärt. Serien-Weltmeister Juan-Manuel Fangio hatte sich schon im Laufe der Saison 1958 zurückgezogen. Alberto Ascari war bereits 1955 gestorben, und Nino Farina hing Ende 1955 den Helm an den Nagel.

Saison 2007 zuletzt mit nur einem Champion

Die letzten dünnen Jahre mit jeweils nur einem Weltmeister am Start gab es 1992, 1966 und 2007. 1992 war Ayrton Senna allein auf weiter Flur. Nelson Piquet hatte sich verabschiedet, und Alain Prost legte eine schöpferische Pause ein. 1996 gab es nur Michael Schumacher. Mit dem Tod von Ayrton Senna 1994 und dem Rücktritt von Alain Prost 1993 ging die Ära der Multi-Weltmeister zu Ende und neue Champions mussten erst heranwachsen.

2007 zog sich Michael Schumacher dann auf das vorübergehende Altenteil zurück und hinterließ eine riesige Lücke. Er hatte von 2000 bis 2004 alle Titel abgegrast, so dass nur noch Doppelchampion Alonso übrig blieb.

Quelle: 2011 Motor-Presse Stuttgart
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