GP Abu Dhabi 2019 - Ergebnis Rennen

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Abu Dhabi - Formel 1 - Samtag -
30.11.2019
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Lewis Hamilton - Mercedes - GP Abu Dhabi - Formel 1 - Samtag - 30.11.2019

© Wilhelm

Lewis Hamilton schließt das Jahr mit dem elften Saisonsieg in Abu Dhabi ab. Es war ein ungefährdeter Erfolg. Max Verstappen haderte mit seinem Auto, wurde dennoch Zweiter. Charles Leclerc komplettiert das Podest. Doch gegen Ferrari läuft eine Untersuchung.

Der Weltmeister schließt die Saison standesgemäß ab. Lewis Hamilton schnappte sich erst überlegen die Pole-Position, einen Tag später dann den Sieg. Der 34-jährige Engländer entschied den Start für sich und gab die Führung in den 55 Runden nicht ein einziges Mal ab. Die Mercedes-Strategen baten ihren Starfahrer nur ein einziges Mal in die Box. Kurz vor Rennhalbzeit wechselte Hamilton von Medium auf harte Reifen.

Für den Champion war es der elfte Sieg in dieser Saison. Damit hat Hamilton mehr als die Hälfte der Rennen gewonnen. In Abu Dhabi errang der sechsfache Titelträger zum fünften Mal den Sieg. Keiner hat mehr. Hamilton holte sich kurz vor Ende des Rennens auch noch den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde. „Ich habe dieses wunderschöne Auto noch einmal voll ausgequetscht“, freute sich Hamilton.

Benzin-Ärger bei Ferrari

Bei Ferrari gab es schon Ärger vor dem Rennen. Eine Stunde vor Rennstart verschickte Technikkommissar Jo Bauer sein Dokument an die Stewards. Bei einer Stichprobe kam heraus, dass sich mehr Benzin im Tank des Autos von Charles Leclerc befand, als Ferrari angegeben hatte. Deshalb steht der Podest-Platz des Monegassen unter Vorbehalt. Die Experten sind sich einig. Die Rennkommissare können den 22-Jährigen eigentlich nur disqualifizieren.

Leclerc brauste in der Startrunde auf der Geraden vor Kurve acht an Max Verstappen vorbei. Da spielte Ferrari seinen Powervorteil gegenüber Red Bull aus. Bis zur 12. Runde, bis zu seinem ersten Boxenstopp, hielt sich der zweifache Saisonsieger vor Verstappen.

Red Bull taktierte anders als Ferrari. Der Holländer dehnte seinen ersten Stint auf den Medium-Reifen fast so lange aus wie Hamilton. Auf frischen harten Reifen holte sich Red Bulls Star in der 32. Runde den zweiten Platz gegen Leclerc zurück. Williams-Fahrer George Russell, der dabei in einem Zug überrundet wurde, durfte aus der ersten Reihe zuschauen. Einen Konter vor Kurve elf wehrte Verstappen ab.

Vettels unauffälliges Rennen

Gegen Mercedes und Hamilton hatte Verstappen keine Chance. Red Bull enttäuschte ein wenig beim Rennspeed. Verstappen haderte mehrfach über das Fahrverhalten seines Rennwagens. Dennoch kann der 22-Jährige zufrieden sein. Mit dem zweiten Platz sicherte Verstappen den dritten WM-Rang gegen Leclerc ab.

Ferrari wechselte zwei Mal die Reifen. Beides Mal probierten sich die Italiener in der Königsdisziplin eines Doppelstopps. Der erste Versuch misslang. Während die Schrauber Leclerc in 2,9 Sekunden abfertigten, dauerte der Reifentausch bei Vettel von Soft auf Medium 6,9 Sekunden. Es klemmte vorne und hinten links.

Vettel fuhr ein unauffälliges Rennen. Der vierfache Weltmeister redete in seinem SF90 kein Wörtchen mit um die Podestplätze. Im letzten Saisonrennen reichte es für Vettel nur zum fünften Platz. Drei Runden vor dem Zieleinlauf kassierte der Ferrari-Pilot vor Kurve elf immerhin noch den Red Bull von Alexander Albon, der Sechster wurde.

Bottas landet fast auf Podest

Einen Husarenritt zeigte Valtteri Bottas. Der Finne war nach seiner Motorenstrafe vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen. Und der Sieger des GP Abu Dhabi 2017 kam auf dem vierten Rang ins Ziel.

Schon nach zehn Runden hatte der Finne die Hälfte des Feldes überholt. Obwohl er kein DRS zur Unterstützung hatte. Eine Technikpanne legte den Klappflügel lahm. Bis zum 18. Umlauf konnte kein Auto das DRS nutzen. Erst dann hatte die FIA das Problem gelöst.

Beinahe hätte Bottas sogar noch Leclerc abgefangen. In den Schlussrunden kämpfte der schnellere der beiden Ferrari-Piloten in Abu Dhabi mit abgefahrenen weichen Reifen. Bottas näherte sich ihm bis auf neun Zehntelsekunden. Eine Runde mehr und Leclerc hätte sich schwer verteidigen müssen.

Keine Punkte für Hülkenberg

Lando Norris schütze sich mit einem frühen Boxenstopp vor einem Undercut. Der Engländer musste deshalb die harten Reifen über 48 Runden streicheln. Norris setzte die Taktik brillant um. Auf ausgelutschten Reifen verteidigte sich der Youngster bravourös gegen Sergio Perez. Erst in der letzten Runde knackte der Mexikaner das Bollwerk und errang noch den siebten Platz.

Racing Point beendet die Saison hinter Renault und Toro Rosso auf dem siebten Rang der Team-WM. Perez demonstrierte wieder einmal seine Stärken im Reifenmanagement. Ein langer erster Rennteil auf Medium-Reifen brachte ihn in eine gute Ausgangsposition für den Finalsprint. Dort zeigte Perez, dass er auch Überholen kann. Der 29-Jährige kassierte die Renaults und McLarens.

Daniil Kvyat und Carlos Sainz komplettierten die Punkteränge. Damit überholte der Spanier Pierre Gasly auf den letzten Metern in der Fahrerwertung und sicherte sich WM-Rang sechs. Für Nico Hülkenberg sprangen in seinem vorerst letzten Grand Prix keine Punkte heraus. Der Rheinländer wurde hinter Teamkollege Daniel Ricciardo Zwölfter.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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