GP England 2019 - Ergebnis 1. Training

Pierre Gasly - Red Bull - GP England 2019
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Pierre Gasly - Red Bull - GP England 2019

© Motorsport Images

Pierre Gasly hat das erste Training zum GP England für sich entschieden. Der Red Bull-Pilot stürmte in den Schlussminuten zur Bestzeit. Dahinter reihten sich Valtteri Bottas und Teamkollege Max Verstappen ein.

Silverstone ist Mercedes-Land. In den letzten sechs Jahren siegten die Silberpfeile fünf Mal auf der englischen Traditionsbahn. Nur 2018 reichte es für Mercedes nicht zum Erfolg. Damals gewann Sebastian Vettel, nachdem Lewis Hamilton am Start von Kimi Räikkönen umgedreht wurde.

Das Weltmeister-Team geht als großer Favorit in das zehnte Rennwochenende der Saison. Nicht nur der Statistik wegen. Der 5,891 Kilometer lange Kurs ist wie maßgeschneidert für den W10. In den vielen Highspeed-Passagen kann Mercedes seine aerodynamischen Vorteile ausspielen. Dazu mixen sich noch fünf eher langsame Kurven ins Streckenlayout. Die Saison lehrte bislang: Kein Team bekommt den Setup-Spagat so gut hin wie Mercedes.

Gasly mit wenig Benzin zur Bestzeit?

Im ersten Training bestätigten sich zunächst die Erwartungen. Doch in den Schlussminuten änderte sich plötzlich das Bild als Pierre Gasly im Red Bull aufdrehte und sich überraschend die Bestzeit sicherte. Der Red Bull-Pilot, der in Österreich noch vom Teamkollegen überrundet worden war, brummte Valtteri Bottas fast eine halbe Sekunde auf.

Es riecht danach, dass Red Bull seinen gebeutelten Fahrer mit weniger Benzin an die Spitze des Klassements fahren ließ. Dafür spricht auch der große Vorsprung auf Max Verstappen, der den dritten Platz belegte. Der Sieger des GP Österreich verlor über acht Zehntelsekunden auf den Teamkollegen. Der Spitzenplatz wird Gasly trotzdem guttun.

Der Franzose muss etwas für sein Selbstbewusstsein machen. Schon am gestrigen Donnerstag gab er sich optimistisch. „Ich hatte gute zehn Tage zwischen Österreich und Silverstone. Ich konnte entspannen und mit den Jungs in der Fabrik an den vielen kleinen Problemen arbeiten, die mich bisher eingebremst haben.“

Ferrari nur dritte Kraft

Red Bull hat wie Mercedes und Ferrari kleinere Updates für den GP England aufgelegt. Die Silberpfeile dominierten lange Zeit die erste Übungseinheit. Auf den Medium-Reifen drehten sie schnellere Rundenzeiten als die Konkurrenz auf der weichen Mischung. Doch als Mercedes selbst auf die rotmarkierten Pirellis wechselte, taten sich die Piloten schwer.

Bottas steigerte sich auf den weichen Reifen nur um zwei Zehntelsekunden. Lewis Hamilton, der auf dem vierten Rang landete, verbesserte sich hingegen gar nicht. Stattdessen rodelte der fünfmalige Silverstone-Sieger in der fünften Kurve sogar kurz neben die Strecke. In einer Phase, als es in manchen Streckenabschnitten leicht regnete.

Ferrari, das mit einer schlanker tarierten Motorhaube in England aufkreuzte, war in den ersten 90 Übungsminuten nur die dritte Kraft. Charles Leclerc distanzierte seinen Stallrivalen um ein halbes Zehntel. Ferrari rechnet mit einem schwierigen Wochenende. „ Silverstone ist mehr eine Mercedes- als eine Ferrari-Strecke“, sagt Leclerc. Das flüssige Layout spielt den roten Rennwagen nicht in die Karten. Ferrari braucht Geraden und kurze Kurvenradien.

Grosjean mit Unfall in der Box

Neben Hamilton rutschten auch Verstappen, Leclerc, Lando Norris, George Russell, Alexander Albon und Romain Grosjean auf dem neuen Asphalt aus. Grosjean drehte sich gleich zwei Mal. Einmal auf der Strecke, einmal in der Box. Es war ein kurios Missgeschick. An der Boxenausfahrt verlor der Franzose die Kontrolle über seinen Haas und schlug mit der Nase voran in der Leitplanke ein. Der Frontflügel brach dabei ab.

Das Mittelfeld führten die beiden Renault an. In den Schlussminuten schob sich Nico Hülkenberg auf den siebten Rang. Teamkollege Daniel Ricciardo folgte als Achter. Wie Red Bull, Toro Rosso, Racing Point und McLaren nutzte der französische Werksrennstall die ersten Trainingsminuten für Aerodynamik-Tests. Die beiden Autos wurden außerdem mit unterschiedlichen Heckflügeln bestückt.

Alexander Albon und Carlos Sainz landeten in den Top 10. Trotz einiger Neuteile reichte es für Alfa Romeo nicht für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Kimi Räikkönen blieb nach 40 Minuten mit technischem Defekt auf der Strecke stehen und löste die einzige Unterbrechung aus. Das Team vermutet ein Problem mit dem Motor.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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