Strategie-Problem Suzuka

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 6.
Oktober 2017
Bild 1 von 90

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 6. Oktober 2017

© sutton-images.com
06.10.2017 - 11:56 Uhr von Tobias Grüner

In dieser Saison sind Einstopp-Rennen zur Regel geworden. Die Pirelli-Reifen sind einfach zu hart. Für Suzuka hofft der Reifenhersteller, dass die Teams einmal mehr an die Box gezwungen werden.

Strategen sind in dieser Saison kaum gefordert. Dank der neuen Pirelli-Reifengeneration kommen die Piloten bei fast allen Rennen mit einem Stopp über die Distanz. Selbst in der Hitze von Malaysia konnte der Einsatz des Supersoft-Reifen die Piloten nicht dazu bringen, einen zusätzlichen Besuch bei den Mechanikern durchzuführen.

Höhere Temperaturen am Rennsonntag

In Suzuka hofft Pirelli-Chefingenieur Mario Isola nun, dass es wieder etwas mehr Spielmöglichkeiten für die Taktiker gibt. „Leider haben wir heute durch den Regen nur begrenzte Daten. Aber unsere Simulationen vor dem Rennen haben ergeben, dass es am Limit ist, wenn man mit einem Stopp über die 53 Runden kommen will.“

Nach Aussage der Reifenlieferanten ist Suzuka neben Spa das Rennen mit den höchsten seitlichen Belastungen für den Reifen. Auf Rang drei folgt übrigens Silverstone. „Vor allem mit dem Supersoft wird das schwierig. Die Fahrer müssten zu Beginn des Rennens mindestens 20 Runden damit fahren. Und da haben die Reifen ja schon die vier Runden aus dem Qualifying drauf. Und am Sonntag soll es deutlich wärmer werden als heute im Training.“

Pirelli rechnete bei seinen Prognosen mit einer maximalen Lebensdauer des Supersofts von 20 Runden. Danach sollten die Reifen massiv abbauen. Weil die weichste Mischung 0,7 Sekunden pro Runde schneller ist als die Sorte „soft“, lohnt sich ein zusätzlicher Stopp. Den harten Medium-Reifen werden die Teams nur im Notfall aufziehen.

Fahrt ins Blaue verspricht Spannung

Noch ein weiterer Grund spricht dafür, dass die Schrauber in Japan mehr zu tun bekommen als gewöhnlich: Die Fahrt durch die Boxengasse ist nur 18 Sekunden langsamer als eine normale Runde. Bei anderen Strecken wiegt der Zeitverlust eines Zusatzstopps zum Teil deutlich schwerer.

Am Ende werden die Teams wohl versuchen, sich alle Optionen für das Rennen offenzuhalten. Der verkürzte Trainingsfreitag hat für einen Datenmangel bei den Strategen gesorgt. Die Piloten werden wohl erst im Rennen merken, wie lange die Gummis bei den höheren Temperaturen wirklich halten. Flexibiliät ist angesagt. Die Zuschauer können sich freuen. Die Fahrt ins Blaue verspricht zusätzliche Spannung.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
Kommentare
Top-Themen
Platz 12: Der Skoda Kodiaq. Das Modell kommt im Oktober 2017 auf 1640 Pkw-Neuzulassungen. Im bisherigen Jahresverlauf ...mehr
Mit dem neuen Jahr treten auch einige neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer in Kraft.mehr
Der ADAC weist darauf hin, dass beim Kauf von neuen Winterreifen das sogenannte Alpine -Symbol ab dem 1. Januar 2018 ...mehr
Anzeige
Auto Motor und Sport
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige