Technik-Upgrades GP England

Ferrari hat sein Auto in den letzten Rennen an fast allen Ecken
und Enden umgebaut, um mit Mercedes Schritt zu halten. Wir zeigen
nochmal im Detail, welche Upgrades die Teams während des
"Triple-Headers" an ihre Autos geschraubt haben ...
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Ferrari hat sein Auto in den letzten Rennen an fast allen Ecken und Enden umgebaut, um mit Mercedes Schritt zu halten. Wir zeigen nochmal im Detail, welche Upgrades die Teams während des "Triple-Headers" an ihre Autos geschraubt haben ...

© Wilhelm
12.07.2018 - 12:22 Uhr von Tobias Grüner

Ferrari bleibt Mercedes im Technik-Wettlauf auf den Fersen. Im Laufe der letzten Rennen wurde der Dienstwagen von Sebastian Vettel in vielen Bereichen aufgerüstet. Wir zeigen die wichtigsten Upgrades aus Frankreich, Österreich und England.

Dieses Jahr soll es bei Ferrari endlich wieder klappen. Um das Unternehmen Titelgewinn zum Erfolg zu führen, gehen die Lampen in der Fabrik in Maranello nicht aus. Die Italiener wissen, dass Mercedes bis zum Saisonende immer schneller wird. Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass im Schlussspurt wieder die Luft ausgeht.

Jedes Rennen neue Ferrari-Teile

Die Upgrade-Maschine lief zuletzt auf vollen Touren. Fast bei jedem Rennen wurden neue Teile an den roten Renner geschraubt. Ein Bargeboard-Upgrade in Kanada, ein neuer Frontflügel in Frankreich, ein komplett umgebauter Unterboden in England – und jeder Schritt brachte auch den erhofften Zeitgewinn auf der Uhr.

Zusammen mit der zweiten Motoren-Spezifikation, die Ferrari in Montreal eingeführt hatte, reichte es sogar für den Sieg auf der Mercedes-Hausstrecke in Silverstone. Selbst ohne die Kollision zwischen Räikkönen und Hamilton, wäre es für die Silberpfeile schwer geworden, den Erfolg von Sebastian Vettel zu verhindern. Im Lager der Weltmeister sorgte das für eine spürbar angespannte Stimmung.

Mercedes kann nicht wegziehen

Dabei ließ auch Mercedes in den letzten Rennen nicht locker. Das große Seitenkasten-Upgrade sollte eigentlich erst zum Heimspiel in England kommen. Doch dann wurde in der Fabrik in Brackley das Tempo noch einmal erhöht, um Lewis Hamilton und Valtteri Bottas schon in Spielberg mit den Neuteilen auszurüsten. Dazu gab es noch neue Rückspiegel und neue Heckflügel-Endplatten.

Es nutzte nicht viel. Der Zeitgewinn hielt sich mit anderthalb Zehnteln in Grenzen. Am Ende spielte die Zuverlässigkeit nicht mit und sorgte für den Doppelausfall am Red Bull-Ring. Auch in Silverstone konnte man Ferrari wie erwähnt nicht abschütteln. Für Hockenheim hat man nach unseren Informationen aber schon wieder ein paar kleine Modifikationen im Köcher.

Red Bull fällt zurück

Während Ferrari und Mercedes Gas geben, hat man bei Red Bull seit dem großen Aero-Upgrade in Barcelona nicht mehr viel Neues am RB14 erkennen können. Entsprechend weit fuhren Ricciardo und Verstappen zuletzt hinterher. Nur dank des Mercedes-Doppelausfalls, einer perfekten Strategie und der Startplatzstrafe gegen Sebastian Vettel konnte Verstappen einen glücklichen Sieg beim Red Bull-Heimrennen in Österreich feiern.

Nicht nur an der Spitze der Formel 1 wird eine intensive Weiterentwicklung betrieben, auch im Mittelfeld tobt der Kampf der Ingenieure. In der Galerie zeigen wir die wichtigsten Upgrades aller Teams aus den letzten drei Rennen in Frankreich, Österreich und England.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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