Top und Flop bei Mercedes

Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP England - 15. Juli
2017
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Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP England - 15. Juli 2017

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15.07.2017 - 21:34 Uhr von Bianca Leppert

Gegen Lewis Hamilton war im Qualifying zum GP England kein Kraut gewachsen. Seinem Teamkollegen Valtteri Bottas nahm er 0,776 Sekunden ab. Das Minimum-Ziel des Finnen: ein Podiumsplatz.

Momentan herrscht Licht und Schatten bei den Silberpfeilen. Während Lewis Hamilton in Silverstone mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den zweitplatzierten Kimi Räikkönen der Überflieger war, hinkte der Österreich-Sieger Valtteri Bottas 0,776 Sekunden hinterher. Der Mercedes-Neuzugang verbremste sich beim entscheidenden Versuch auf den Supersoft-Reifen. Zudem muss er wie Hamilton in Österreich mit einer Strafe von 5 Startplätzen leben, weil das Getriebe vorzeitig getauscht wurde.

Reifenabbau noch nicht optimal

Die Ursache ist die gleiche, die auch schon für Hamiltons Getriebeproblem ausgemacht wurde. Beide Schaltboxen wurden bereits in Baku beschädigt. Allerdings nicht durch einen äußeren Faktor, sondern wie das Getriebe konfiguriert wurde. „Bei Valtteri mussten wir Österreich abwarten, ob es bis nach Budapest überleben würde oder früher gewechselt werden muss. Die Chance war 50:50”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Beide Getriebe wurden wieder auf einen alten Stand eingestellt, der keine Probleme mehr bereiten sollte. Kostet diese Modifikation nun Leistung? “Nein, das hat keinen Einfluss”, meinte Wolff.

Hamilton machte mit seiner Fabel-Runde von 1.26,600 Minuten vor, wie schnell der W08 um die Kurven des 5,891 Kilometer langen Silverstone Circuit jagen kann. Die Überlegenheit von Mercedes zeigte sich schon am Trainingsfreitag.

„Wir waren schon vorsichtig optimistisch, was unser Downforce-Level angeht”, sagte Wolff. “Aber man hat hier einen Mix aus langsamen und schnellen Passagen, das war für uns mit dem Setup nicht immer einfach. Wir haben es dieses Wochenende auf eine Runde geschafft. Wir müssen sehen, wie das im Rennen auf den Longruns aussieht. Der Reifenabbau war gestern noch nicht optimal.”

Bottas strebt Podium an

Bottas war mit seinem Abschneiden auf Rang 4 natürlich nicht zufrieden. „Ich war gestern in einer guten Form. Ich hatte kein anders Ziel als die Pole. Die Lücke war einfach zu groß, auch wenn Lewis gut drauf war”, gibt er sich selbstkritisch. Generell hatte der Mann aus Nastola Probleme damit, Grip zu finden. Auch die Aufwärmrunde gehen Bottas und Hamilton offenbar anders an. Dass er von Q2 auf Q3 von Soft-Reifen auf Supersoft wechselte, machte die Aufgabe nicht leichter. “Du holst mit jedem Mal auf diesen Reifen mehr raus, das ist nicht nur die Strecke. Und mir haben zwei Versuche gefehlt, weil ich in Q2 mit Soft gefahren bin.”

Trotzdem würde er die Taktik mit Soft-Pneus ins Rennen zu gehen, rückblickend nicht ändern. „Es ergeben sich einige Strategie-Varianten dadurch”, meinte Bottas. “Auch das Wetter könnte eine Rolle spielen. Du musst einfach nur im Rennen bleiben und die Risiken kalkulieren. Mit einem guten Auto ist es dann eine Frage der Zeit, bis sich Chancen ergeben. Mein Minimal-Ziel: ein Podiumsplatz.”

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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