Update 24h-Rennen Le Mans

Die ersten Sekunden de Rennens werfen das Qualifying-Ergebnis
über den Haufen. Lotterer geht an McNish vorbei und auch Di Grassi
im dritten Audi greift gleich an.
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Die ersten Sekunden de Rennens werfen das Qualifying-Ergebnis über den Haufen. Lotterer geht an McNish vorbei und auch Di Grassi im dritten Audi greift gleich an.

© xpb

Der tödliche Unfall des Dänen Allan Simonsen wirft einen dunklen Schatten auf das von Audi klar dominierte sportliche Geschehen in Le Mans.

Der 34-Jährige war mit seinem Aston Martin Vantage V8 in der dritten Runde des Rennens im Streckenabschnitt Tertre Rouge gegen die Leitplanken geprallt. Drei Stunden später kam die schockierende Nachricht: Allan Simonsen war tot. „Er wurde in kritischem Zustand ins Medical Center eingeliefert, wo  er bald infolge seiner Verletzungen verstarb“, teilte der Veranstalter in dürren Worten mit.

Unfallstelle gilt nicht als besonders gefährlich

Dem Automobile Club de l’Ouest kann man keine Versäumnisse anlasten. Die Ambulanz war sehr schnell zur Stelle. Die mit Dreifach-Leitplanken gesicherte Unfallstelle gilt nicht als besonders gefährlich. Die Sport-Prototypen werden in Tertre Rouge mit rund 190 km/h gestoppt, die GT-Autos fahren dort normalerweise rund 160 km/h.

Die Unfallursache war ein Fahrfehler – das belegen die Aufnahmen aus der unmittelbar hinter ihm fahrenden Corvette. Simonsen war mit seinem Aston Martin am Ausgang der schnellen Rechtskurve auf die Kurbs geraten. Das Auto stellte sich auf den nassen Randsteinen quer. Simonsen konnte dies noch parieren, nicht jedoch den Konter. Der Aston Martin bog plötzlich nach links ab und prallte gegen die Streckenbegrenzung.

Andé Lotterer mit fahrerischer Glanzleistung

Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten rund eine Stunde. Nachdem das Safety Car von der Strecke gegangen war, zogen die drei Werks-Audi unaufhaltsam davon. Speziell André Lotterer zeigte eine fahrerische Glanzleistung. Der Deutsche übergab den R18 e-tron quattro nach fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit an den Franzosen Benoit Tréluyer – mit fast 50 Sekunden Vorsprung auf das zu diesem Zeitpunkt von Allan McNish pilotierte Schwesterauto. Der Nummer drei Audi mit Lucas di Grassi/Oliver Jarvis/Marc Gene lag als Dritter noch in Schlagdistanz.

Die beiden Toyota fielen trotz längerer Tankintervalle – bedingt durch einen erheblich größeren Tankinhalt, 73 zu 58 Liter beim Audi - sukzessive zurück. Im Schnitt fehlten den Fahrern der TS 030 rund drei Sekunden pro Runde. Nicolas Lapierre verlor eine weitere Minute, als er mit einer technischen Störung auf der Strecke anhalten musste. Der Franzose konnte jedoch weiter fahren.

Kampf zwischen Aston Martin und Porsche in der GTE Pro-Klasse

In der GTE Pro-Klasse liefern sich die beiden Gulf-Aston Martin den erwartet harten Kampf mit den neuen Werks-Porsche RSR. Nach fünf Stunden hatte sich der Vantage von Bell Makowiecki/Senna einen Vorsprung von rund 40 Sekunden auf die 911-Crew Dumas/Bernhard/Pilet erarbeitet. Die Werks-Corvette haben bereits eine Runde Rückstand. Die Werks-Viper sind chancenlos. Die neuen V10-Renner hinken mit drei, beziehungsweise vier Runden Rückstand hinterher.

Quelle: 2013 Motor-Presse Stuttgart
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